Dolly Parton, die gefeierte Country-Musik-Ikone, Schauspielerin und Philanthropin, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Die Familie gab ihren Tod am Dienstag bekannt. Parton verkaufte im Laufe ihrer über sechzigjährigen Karriere mehr als 100 Millionen Tonträger, gewann elf Grammys und prägte mit Welthits wie Jolene
und I Will Always Love You
die globale Popkultur.
Die Musikwelt trauert um eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten. Dolly Parton, deren Stimme, Songwriting-Talent und unverkennbares Auftreten sie zu einer weltweiten Ikone machten, starb nach Angaben ihrer Familie im Alter von 80 Jahren nach einem kurzen Kampf gegen Krebs umgeben von ihren Lieben. Die Todesnachricht wurde am Dienstag durch ein Video ihres Neffen Brian Seaver auf Instagram öffentlich gemacht.
In seiner emotionalen Videobotschaft betonte Seaver, dass diese Ankündigung ein Wunsch Partons aus vergangenen Jahren gewesen sei. Sie habe für Generationen von Musikern sowie für Träumerinnen und Träumer aus allen Lebensbereichen Türen geöffnet. Auch ihr Team würdigte ihr Lebenswerk und hob hervor, dass sie mit ihrer unbedingten Liebe für alle Menschen eine bleibende Wirkung hinterlassen hat.
Von den Bergen von Tennessee zur globalen Legende
Dolly Rebecca Parton wurde am 19. Januar 1946 in Tennessee als viertes von zwölf Kindern in eine arme Familie geboren. Die Kindheit in einer Holzhütte ohne fließendes Wasser prägte sie tief. Schon als Kind schrieb sie Lieder; ihre erste Komposition widmete sie einer Puppe, die in einer Schuhkartonverpackung aufbewahrt wurde. Nach ersten Auftritten im Radio und auf lokalen Bühnen zog es sie nach Abschluss der Schule nach Nashville, wo sie zunächst als Songwriterin für andere Künstler arbeitete, bevor sie ihre eigene Solokarriere startete.
Ein wichtiger Meilenstein in den späten sechziger Jahren war ihre Zusammenarbeit mit dem Country-Sänger Porter Wagoner, in dessen erfolgreicher Fernsehshow sie sechs Jahre lang auftrat. Diese Partnerschaft lieferte auch den emotionalen Hintergrund für einen ihrer berühmtesten Songs: Als sie sich beruflich von Wagoner trennte, schrieb sie das Abschiedslied I Will Always Love You
. Die Eigenversion dominierte die Country-Charts, bevor die Ballade im Jahr 1992 durch die Interpretation von Whitney Houston im Film The Bodyguard zu einem der erfolgreichsten Welthits der Musikgeschichte wurde. Parton erinnerte sich später laut Berichten des Magazins People daran, dass dieser Moment ihr den Wert als Komponistin voll bewusst machte.
Weltweite Reaktionen und Würdigung durch US-Präsident Donald Trump
Die Nachricht vom Ableben der Künstlerin löste international Bestürzung und Trauer aus. US-Präsident Donald Trump ordnete an, die US-amerikanischen Flaggen landesweit für eine Woche auf halbmast zu setzen, und erklärte auf der Plattform Truth Social, dass es ein echter Verlust für Millionen von Menschen sei. Zahlreiche Prominente aus Film und Musik schlossen sich den Kondolenzen an. Die Schauspielerin Julia Roberts, die gemeinsam mit Parton in der Komödie Steel Magnolias vor der Kamera gestanden hatte, äußerte sich tief getroffen: „Dolly war eine magische und freudige Gestalt.

Hinter Parton lagen gesundheitlich schwierige Monate. Im Mai hatte sie geplante Auftritte in Las Vegas vollständig absagen müssen, nachdem sie bereits im Vorjahr Konzerte verschoben hatte. Neben Nierensteinen und damit verbundenen Beschwerden machte ihr auch der Verlust ihres Ehemanns Carl Dean zu schaffen, der im März 2025 im Alter von 82 Jahren gestorben war. Das Paar war seit 1966 verheiratet gewesen. Ungeachtet körperlicher Einschränkungen betonte Parton noch wenige Tage vor ihrem Tod, dass sie weiterhin an zahlreichen Projekten arbeiten wolle, da sie noch viele Ziele erreichen müsse.
Erfolgreiche Unternehmerin und engagierte Philanthropin
Neben ihrer musikalischen Laufbahn – zu der fast 50 Studioalben, 25 Singles an der Spitze der Billboard-Country-Charts und elf Grammy-Auszeichnungen gehören – erwies sich Parton als kluge Geschäftsfrau. Sie bewahrte sich stets die kreative Kontrolle über ihre Arbeit, baute ein Unternehmenskonsortium auf, zu dem unter anderem der Freizeitpark Dollywood in Tennessee gehört, und erarbeitete sich ein geschätztes Vermögen von rund 650 Millionen US-Dollar.
Gleichzeitig nutzte sie ihren Erfolg für weitreichende soziale Projekte. Im Jahr 1995 rief sie die Imagination Library ins Leben, ein Programm, das kostenlose Bücher an kleine Kinder versendet. Während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 unterstützte sie zudem die medizinische Forschung mit einer Million Dollar für die Entwicklung des Impfstoffs von Moderna in Nashville.

Auch als kulturelle und gesellschaftliche Stimme bezog Parton zeitlebens klar Position. Als gläubige Christin sprach sie sich öffentlich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und den Schutz von Transgender-Personen aus. Mit ihrem unverwechselbaren Humor entgegnete sie Kritikern oft mit entwaffnenden Worten, wie etwa in einem Interview, in dem sie betonte, dass Urteile über Mitmenschen nicht die Aufgabe von Gläubigen seien.
Ihr literarisches und musikalisches Schaffen wurde mit prestigeträchtigen Ehrungen gewürdigt, darunter die Aufnahme in die Country Music Hall of Fame im Jahr 1999 sowie 2022 in die Rock and Roll Hall of Fame. Am Ende ihres Lebens sah sie ihren wahren Wert jedoch primär in der Kunst des Schreibens. In ihrer Autobiografie hielt sie fest: „Wenn ich schreibe, habe ich das Gefühl, Gott am nächsten zu sein.
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