Mel Gibsons Film Die Passion Christi kehrt im September 2026 in einer technischen Überarbeitung in die US-Kinos zurück.
Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner umstrittenen Premiere kehrt Mel Gibsons Bibeldrama Die Passion Christi auf die große Leinwand zurück. Das Filmstudio Lionsgate und Fathom Entertainment bringen das Werk vom 10. bis zum 17. September 2026 in die US-Kinos, wie aus Washington bekannt wurde. Der Film wurde technisch neu in 4K und mit Dolby-Atmos-Ton überarbeitet.
Rückkehr in die Kinos und prominent besprochenes Lob
Im Trailer zur Neuveröffentlichung im September würdigen die Kardinäle Gerhard Ludwig Müller und Raymond Burke das Werk. Die Passion kann eine Hilfe für die Vermittlung der christlichen Botschaft sein
, sagt der deutsche Kurienkardinal in dem bei Youtube veröffentlichten Filmclip. Sein US-Kollege Burke würdigt Die Passion Christi als wahrhaft monumentale
Geschichte, die die Herzen vieler Menschen tief berührt
.
Im Jahr 2004 sorgte Gibson mit seiner Darstellung vom Leiden und Sterben Christi für Schlagzeilen. Der Film über die letzten Stunden Jesu wurde von etlichen Kritikern für antisemitisch befunden, und auch die drastischen Gewaltdarstellungen wurden kritisiert. Angeblich finanzierte Gibson die 30 Millionen US-Dollar Produktionskosten damals aus eigener Tasche. Der Film spielte weltweit mehr als 600 Millionen ein und gilt bis heute als erfolgreichster religiöser Film der Kinogeschichte.
Einblicke in die zweiteilige Fortsetzung Die Auferstehung Christi
Fathom Entertainment kündigt an, Kinogäste erhielten beim Besuch der Passion auch einen ersten Einblick in Teil 1 der für das kommende Jahr angekündigten Fortsetzung. Die Fortsetzung über die biblischen Ereignisse rund um die Auferstehung Jesu Christi wurde in zwei Filme aufgeteilt. Teil 1 soll am 6. Mai 2027 anlaufen, womit er zum Fest Christi Himmelfahrt startet und nicht zu Ostern. Teil 2 soll am gleichen Feiertag im Jahr darauf am 25. Mai 2028 folgen.
Im Vorfeld sprach Mel Gibson mit Collider’s Steve Weintraub während einer Panel-Diskussion auf der Fan Expo Boston über die aufwendige Entstehung. Gibson bestätigte, dass The Resurrection of the Christ: Part One und Part Two in Rom parallel gedreht wurden und sich derzeit tief in der Postproduktion befinden. Ja, ich habe beide in Rom und gleichzeitig gedreht. Jetzt bin ich also in der Postproduktion. Ich bearbeite und mache visuelle Effekte. Es ist ziemlich verrückt. Ich glaube nicht, dass es irgendetwas ist, das irgendjemand erwarten würde, erklärte Gibson.

Das Konzept entwickelte sich über mehr als zwei Jahrzehnte. Gibson verbrachte fast ein Jahrzehnt damit, das Drehbuch gemeinsam mit Randall Wallace, der zuvor Braveheart geschrieben hatte, sowie seinem Bruder zu verfassen. Er betonte, dass eine rein lineare Erzählweise der Auferstehung nicht ausgereicht hätte, um die Bedeutung des Ereignisses zu vermitteln, da es sich um einen schwierigen Stoff handle. Dabei zog Gibson auch historische Dimensionen heran: Neben dem biblischen Bericht gebe es 17 separate säkulare Historiker, die dieselbe Art von Sache bezeugen. Daher müsse man das eigentliche Ereignis mit vielen anderen tatsächlichen Ereignissen gegenüberstellen, um die Bedeutung zu begreifen, weshalb es eher einem „Jigsaw-Puzzle“ als einer linearen Geschichte gleicht.
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