Der FC Aarau gab am Mittwoch bekannt, dass die Verträge von Thomas Chacon, Silvan Schwegler und Ibrahima Cissé nicht verlängert werden. Die drei Spieler verlassen den Challenge-League-Club somit ablösefrei. Die Entscheidung folgt auf eine Saison, in der keiner der Akteure eine zentrale Rolle im Kader des Vereins einnahm.
Kaderbereinigung beim FC Aarau: Wer verlässt das Brügglifeld?
Der FC Aarau räumt in seinem Kader auf. Wie Blick berichtet, werden die auslaufenden Verträge von Thomas Chacon, Silvan Schwegler und Ibrahima Cissé nicht verlängert. Damit trennt sich der Verein von drei Spielern, die in der vergangenen Spielzeit kaum oder gar nicht zum Stammpersonal gehörten.

Das Trio besteht aus zwei Mittelfeldspielern und einem Verteidiger. Während einige der Abgänge kurzfristige Experimente waren, markiert die Trennung von Schwegler das Ende einer deutlich längeren Verbindung zum Verein.
Die Spieler verlassen den Club ohne Ablösesumme, was ihnen die Suche nach einem neuen Arbeitgeber erleichtert, den Verein jedoch finanziell kaum entlastet, da ohnehin keine Transfererlöse zu erwarten waren.
Silvan Schwegler: Das Ende einer Ära für das Eigengewächs
Besonders deutlich wird der Umbruch beim Abschied von Silvan Schwegler. Der 22-jährige Mittelfeldspieler ist ein Produkt der eigenen Nachwuchsabteilung. Laut einer Mitteilung des FC Aarau debütierte Schwegler bereits im Juli 2020 in der ersten Mannschaft.

Trotz einer zwischenzeitlichen Ausleihe zum SC Kriens war Schwegler über Jahre hinweg ein fester Bestandteil des Kaders. Seine Bilanz beim Verein ist solide, auch wenn er in der letzten Saison mit nur vier Pflichtspieleinsätzen kaum noch eine Rolle spielte.
- Gesamteinsätze: 108 Pflichtspiele
- Tore: 4
- Vorlagen: 8
- Debüt: Juli 2020
Dass ein Eigengewächs mit über 100 Einsätzen nicht mehr verlängert wird, signalisiert einen harten Kurs der sportlichen Leitung. Die reine Erfahrung reicht nicht mehr aus, wenn die aktuelle Form nicht mehr zum Anforderungsprofil passt.
Die Fehlgriffe im Mittelfeld und in der Defensive
Im Gegensatz zu Schwegler waren Thomas Chacon und Ibrahima Cissé kurzfristige Ergänzungen, die nicht den gewünschten Impact zeigten. Der 25-jährige Thomas Chacon wechselte im vergangenen Herbst auf das Brügglifeld. Zuvor war er drei Jahre lang in der Challenge League für Bellinzona aktiv.
Chacon konnte sich zumindest teilweise durchsetzen. Er kam in 20 Einsätzen zum Einsatz und steuerte einen Assist bei. Dennoch reichte diese Leistung nicht aus, um einen dauerhaften Platz in den Zukunftsplänen des Vereins zu sichern.
Ein deutlich größeres Missverständnis war die Verpflichtung von Ibrahima Cissé. Der 25-jährige Abwehrspieler kam erst in der Winterpause vom Partnerverein FC Schalke 04 zum FCA. Das Ergebnis war ernüchternd: Cissé kam in der gesamten Rückrunde kein einziges Mal in einem Pflichtspiel zum Einsatz.
Seine gesamte Zeit im Trikot des FC Aarau beschränkte sich auf Testspiele. Ein solches Szenario ist für einen Profispieler in seinem Alter fatal und unterstreicht die Schwierigkeiten bei der Integration von Spielern aus dem Schalker System.
Strategische Konsequenzen für die kommende Saison
Die Entscheidung, drei Spieler gleichzeitig ziehen zu lassen, ist ein klares Signal. Wie 4-4-2.com berichtet, spielen diese Akteure in den Zukunftsplänen des Vereins keine Rolle mehr. Es geht hier nicht nur um die Reduktion der Lohnkosten, sondern um eine qualitative Neuausrichtung des Kaders.

Der FC Aarau schafft Platz für neue Impulse. Besonders auf den Positionen im Mittelfeld und in der Defensive besteht offensichtlich Bedarf, da die bisherigen Lösungen – wie im Fall von Cissé – völlig wirkungslos blieben.
Für die betroffenen Spieler beginnt nun die Phase der Neuorientierung. Da keine neuen Stationen bekannt gegeben wurden, ist die Zukunft des Trios derzeit völlig unklar. Besonders für den jungen Schwegler könnte die Ablösefreiheit eine Chance sein, bei einem anderen Club die nötige Spielpraxis zu finden, die ihm in Aarau zuletzt fehlte.
Der Verein bedankte sich offiziell bei den drei Spielern für ihren Einsatz und wünschte ihnen für ihre weitere Karriere alles Gute.
Find more reporting in our Sport section.