Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes (44) hat öffentlich gemacht, dass ihre 14-jährige Tochter den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. In einem Interview mit RTL sowie in einem Instagram-Beitrag räumte Fernandes ein, dass sie ihr Kind schon Wochen nicht mehr gesehen habe. Die Situation beschreibt sie als „wahnsinnig brutal“ und äußert das Gefühl, dass ihr „irgendwie so alles genommen wird“.””
Ursachen des Konflikts aus Sicht von Fernandes
Laut Fernandes ist der Kontaktabbruch die Folge eines Gesprächs, das ihr Ex-Mann und Schauspieler Christian Ulmen (50) mit der gemeinsamen Tochter geführt habe. Die 44-Jährige behauptet auf Instagram, dass die Basis dieses Bruchs „Lügen seien, die Ulmen kolportiert habe. Diese stünden im Zusammenhang mit einem Verfahren wegen Körperverletzung aus dem Jahr 2023. Fernandes gibt an, dass Ulmen gegenüber der Tochter dasselbe behaupte, was er auch in der Öffentlichkeit kommuniziere.
Zuvor hätten die Eltern in ihrer Scheidungsvereinbarung ein Wechselmodell praktiziert, bei dem das Kind abwechselnd eine Woche bei der Mutter und eine Woche beim Vater lebt. Nach dem besagten Gespräch sei Fernandes erstmalig der Umgang abgesagt worden. Eine geplante gemeinsame Reise habe nicht stattgefunden, da die Tochter stattdessen an einem Schauspielworkshop teilnehmen wolle.
Vorwürfe eines anonymen Kindermädchens
Parallel zu den Aussagen von Fernandes veröffentlichte RTL ein Interview mit einem anonymen ehemaligen Kindermädchen des Paares. Die Nanny bestätigt zwar den Kontaktabbruch, nennt jedoch andere Gründe: Die 14-Jährige wolle keinen öffentlichen Streit ihrer Eltern und habe sich deshalb trotz des geteilten Sorgerechts von ihrer Mutter abgewandt. Das Kindermädchen behauptet, die Tochter nehme es Fernandes übel, dass sie die Vorwürfe gegen Ulmen öffentlich gemacht habe.
Während Fernandes angibt, sie sei nur für ihre Tochter an die Öffentlichkeit gegangen, um zu vermitteln, wie wichtig es sei, Übergriffe zur Anzeige zu bringen, kritisiert die Nanny dies als nicht nachvollziehbar. Die Frau erklärt, Fernandes tue dies nicht für das Kind, welches unter der Situation leide und seine Mutter gebeten habe, die Angelegenheit nicht öffentlich zu machen.
Hintergrund: Rechtliche Auseinandersetzungen
Der familiäre Konflikt ist eingebettet in eine Reihe schwerer gegenseitiger Anschuldigungen zwischen Fernandes und Ulmen. Im März 2026 wurde erstmals über Vorwürfe berichtet, wonach Ulmen mutmaßlich Fake-Profile im Internet erstellt und gefälschte pornografische Darstellungen sowie Deepfakes verbreitet habe, die den Eindruck erwecken sollten, es handele sich um Fernandes. Die Moderatorin hat Strafanzeige gegen ihren Ex-Mann wegen öffentlicher Beleidigung, Anmaßung des Personenstands und Körperverletzung gestellt.

Zudem gibt es unterschiedliche Darstellungen eines Gewaltvorfalls aus dem Jahr 2023 auf Mallorca. Während Fernandes ihre Verletzungen dokumentiert habe und das Hanseatische Oberlandesgericht im Juni 2026 entschied, dass über die Kernvorwürfe berichtet werden dürfe, bestreitet Christian Ulmen alle Anschuldigungen. Er gibt an, bei dem Vorfall selbst das Opfer gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt; die Vorwürfe zur digitalen Gewalt werden derzeit noch geprüft. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt für Christian Ulmen die Unschuldsvermutung.
Zusammenfassung der rechtlichen Vorwürfe
| Vorwurf / Bereich | Details laut Quellen |
|---|---|
| Digitale Gewalt | Erstellung von Fake-Profilen und Verbreitung von Deepfakes/pornografischen Inhalten |
| Strafanzeigen | Anmaßung des Personenstands, öffentliche Beleidigung, Körperverletzung |
| Häusliche Gewalt | Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam zu einem Vorfall 2023 auf Mallorca |
