Der Ski-Weltcup der Männer ist am 25. Oktober 2026 auf dem Rettenbachferner in Sölden mit einem verkürzten Riesenslalom gestartet. Wegen der Wetterbedingungen musste die Rennjury den Start nach unten verlegen, während Lucas Pinheiro Braathen nach dem ersten Durchgang die Führung übernahm.
Wetterbedingungen zwingen Rennjury zum Reservestart in Sölden
Starker Wind bereitete der Rennjury am Sonntagmorgen massive Probleme. Der Auftakt des alpinen Skiweltcups der Herren in Sölden konnte daher nicht wie gewohnt vom gipfelnahen Start aus erfolgen. Wie die aktuelle Berichterstattung über den Wetterumschlag zeigte, mussten die Athleten vom Reservestart aus ins Rennen gehen. Die Startintervalle wurden zudem verkürzt, um den Bedingungen zu begegnen.
Schon im Vorfeld hatte der Schweizer Top-Favorit Marco Odermatt gegenüber dem Sender SRF angemerkt, dass der späte Wetterwechsel für uns nicht gerade optimal
gewesen sei. Der Norweger Atle Lie McGrath eröffnete den ersten Durchgang mit der Startnummer 1 als Erster auf der verkürzten Piste. Wegen des fehlenden Referenzwerts und des pfeifenden Windes fand er dennoch eine saubere Linie und setzte eine erste Richtzeit in den Schnee.

Lucas Pinheiro Braathen führt nach dem ersten Durchgang vor Loïc Meillard
An der Spitze des Klassements setzte sich nach dem ersten Lauf der für Brasilien startende Lucas Pinheiro Braathen durch. Mit einem mutigen und risikoreichen Auftritt sicherte er sich die Bestzeit. Unmittelbar nach ihm ging Loïc Meillard ins Rennen, der bis auf 0,24 Sekunden an den Führenden heranfuhr und sich den zweiten Zwischenrang sicherte.
Der dreifache Sölden-Sieger Marco Odermatt fand sich zur Halbzeit mit rund einer halben Sekunde Rückstand auf dem vierten Zwischenrang wieder. Die ersten zwölf Fahrer lagen extrem eng beieinander und bewegten sich innerhalb einer Sekunde, was für ein spannendes Finale im zweiten Durchgang sorgte. Aus dem Team des Deutschen Skiverbandes zeigten Fabian Gratz mit Startnummer 10 und Alexander Schmid starke Leistungen, die ihnen zur Halbzeit die Plätze sechs respektive neun einbrachten und den Einzug ins Finale sicherten.
Wenn ich versuche, jeden Tag besser zu werden, weiß ich, dass ich große Dinge schaffen kann.
Lucas Pinheiro Braathen, via Orf
Investitionen in Gletschernutzung und Photovoltaik am Rettenbachferner
Der traditionelle Weltcup-Auftakt findet vor dem Hintergrund intensiver Vorbereitungen der Bergbahnen statt. Da der natürliche Schneefall auf den Gletschern stark schwankt, musste ein Großteil der Rennstrecke mit Depotschnee aus dem Vorjahr präpariert werden. Um den Betrieb künftig nachhaltiger zu gestalten, nahmen die Verantwortlichen eine neue Gletscher-Photovoltaikanlage in Betrieb.

Die rund 14 Millionen Euro teure Anlage auf fast 3.000 Metern Höhe soll künftig ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs des Skigebiets decken.
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