Die alpine Ski-Weltcupsaison 2026/27 hat am Samstag auf dem Rettenbachgletscher in Sölden begonnen. US-Amerikanerin Paula Moltzan gewann den Riesentorlauf der Damen überraschend mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung, während hohe Erwartungen und widrige Bedingungen den traditionellen Auftakt im Ötztal prägten.
Rund 30.000 Fans wurden für das gesamte Wochenende am Rettenbachgletscher erwartet, unterstützt durch den zusätzlichen Feiertag am Montag. Der traditionelle Saisonauftakt in Sölden blickt auf eine 30-jährige Geschichte zurück, in der sich der Termin Ende Oktober trotz gelegentlicher Kritik im alpinen Rennkalender konstant behauptet hat gemäß Angaben des Ötztaler Tourismus.
Der neue Rennleiter Florian Scheiber übernahm in diesem Jahr die organisatorische Verantwortung von Rainer Gstrein, der das Amt seit 1993 innehatte.
Paula Moltzans historischer Sieg und Mikaela Shiffrins Rückfall
Auf der als die Wand
bekannten Rennpiste mit bis zu 68 Prozent Gefälle setzte sich Moltzan hauchdünn mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor der für Albanien startenden Lara Colturi durch. Für die sportliche Sensation des Tages sorgte die 32-jährige US-Amerikanerin Paula Moltzan, die den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere feierte.
Dritte wurde die Deutsche Emma Aicher mit einem Rückstand von 0,52 Sekunden berichten die Salzburger Nachrichten.
Das war wirklich mein Lebensziel, ich bin sehr glücklich. Im zweiten Lauf war nicht viel Sicht, ich habe gewusst, man muss das volle Vertrauen haben.
Paula Moltzan, Siegerin des Riesentorlaufs
Die zur Halbzeit führende Mikaela Shiffrin dagegen verspielte eine mögliche Bestzeit im zweiten Durchgang und fiel nach der 27.-besten Laufzeit im Finale auf den siebten Platz zurück.
Ich habe auf gute Sicht gehofft, ist es aber nicht geworden, es war ein bisschen das Gegenteil
, erklärte Shiffrin im Zielraum.
Dennoch zeigte sich das US-Team über den Erfolg der Mannschaftskollegin erfreut, wie Shiffrin mit den Worten Meine Teamkollegin hat ihr erstes Rennen gewonnen, wir haben was zu feiern
bestätigte laut übereinstimmender Berichte.
Österreichische und Schweizer Bilanzen beim Saisonstart
Vorjahressiegerin Julia Scheib schied bereits im ersten Durchgang nach einem Sturz aus. Aus Sicht des Heimteams verlief der Renntag durchwachsen.

Als beste Österreicherin rettete Franziska Gritsch vor rund 14.600 Zuschauern die rot-weiß-rote Ehre und fuhr als einzige heimische Läuferin im Finale auf den neunten Platz meldet die Nachrichtenplattform.
Gritsch, die seit fast drei Jahren in einem kleinen Privatteam außerhalb des ÖSV trainiert, zeigte sich recht zufrieden mit dem Auftakt
.
Rast fuhr mit Rang sechs das beste Sölden-Resultat ihrer Karriere ein, haderte im Ziel jedoch mit der vergebenen Podestchance nach einem starken dritten Platz im ersten Durchgang berichtet das Zofinger Tagblatt.
Im Schweizer Lager ruhten die Hoffnungen vor allem auf Camille Rast, nachdem Lara Gut-Behrami im August ihren Rücktritt erklärt hatte.
| Platz | Athletin | Nation | Rückstand |
|---|---|---|---|
| 1 | Paula Moltzan | USA | – |
| 3 | Emma Aicher | Deutschland | +0,52 s |
| 7 | Mikaela Shiffrin | USA | +0,83 s |
| 9 | Franziska Gritsch | Österreich | +1,12 s |
Ausblick auf den Herren-Riesenslalom und den weiteren Rennkalender
Die Wettkämpfe am Rettenbachgletscher werden am Sonntag mit dem Riesenslalom der Herren fortgesetzt. Im DSV-Lager blickt man nach einem starken Vorjahr gespannt auf die Athleten um Fabian Gratz sowie auf das bevorstehende Weltcupdebüt des 22-jährigen Deutsch-Amerikaners Nickco Palamaras schreibt Chiemgau24.

Im internationalen Weltcup nimmt der Schweizer Topfavorit Marco Odermatt indes die Marke von Vreni Schneider ins Visier. Weltcupsieg gleichzuziehen berichtet SRF.
Ob der erste Durchgang wie geplant um 10 Uhr starten kann, blieb allerdings fraglich, da die Wetterprognosen für den Sonntag starken Regen und Wind ankündigten.
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