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Unternehmen

Asiatische Märkte unter Druck nach Tech-Ausverkauf

Globale Aktienmärkte und asiatische Börsen gerieten am Freitag unter Druck, nachdem ein massiver Ausverkauf im Technologiesektor und Sorgen um die teure Finanzierung der künstlichen Intelligenz die Wall Street belasteten. Gleichzeitig kletterten die Ölpreise auf ein Fünfmonatshoch, während Anleger in sichere Staatsanleihen flüchteten.

Tech-Ausverkauf an der Wall Street setzt asiatische Märkte unter Druck

Der jüngste Kursrutsch an den US-Börsen hallte am Freitag in Asien nach, wo Investoren nach steilen Verlusten nach Schnäppchen suchten. Der asiatische Tech-Handel beruhigte sich im Handelsverlauf etwas, nachdem Sorgen über die immensen Kapitalbedarfe von Künstlicher Intelligenz die globalen Märkte erschüttert hatten. Der Tokioter Leitindex Nikkei 225 verlor 0,3 % auf 62.693,16, während der südkoreanische Kospi sich von einem frühen Rücksetzer erholte und um 0,3 % auf 5.550,30 stieg. Auch die Börse in Hongkong mit dem Hang Seng (der um 0,8 % auf 23.123,86 Punkte kletterte) und der Shanghai Composite (mit einem Plus von 0,9 % auf 3.690,48 Punkte) legten zu.

An der Wall Street hatten Technologiewerte am Vortag massiv nachgegeben. Der technologielastige Nasdaq Composite stürzte um 2,6 Prozent ab, während der S&P 500 um 1,2 % fiel (sein schlechtester Tag seit Juli). Verantwortlich für den Vertrauensverlust waren vor allem enttäuschende beziehungsweise kostspielige Quartalsberichte großer Technologiekonzerne sowie wachsende Zweifel an der zeitnaben Rentabilität der milliardenschweren KI-Infrastrukturinvestitionen.

Meta und Tesla belasten mit hohen Ausgabenplänen

Die Talfahrt an den Aktienmärkten wurde durch Berichte gewichtiger US-Unternehmen angeheizt. So verzeichnete der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern Meta Platforms einen Kurseinbruch von sieben Prozent, nachdem das Unternehmen seine Prognosen für die Investitionen in Künstliche Intelligenz anhob.

Unternehmen wie CoreWeave, die sich Geld geliehen haben, um Nvidia-KI-Chips zu kaufen und über die Cloud zu vermieten, gerieten wegen ihrer Verschuldung ebenfalls unter Druck und stürzten um 10,1 % ab.

Risikoferscheu kehrt zurück inmitten hoher geopolitischer Spannungen und einer Welle von Sorgen über die Finanzierung des KI-Juggerauts.

Susannah Streeter, Chef-Anlagestrategin bei Wealth Club

Ölpreise steigen weiter und treiben die Inflationssorgen an

Neben den Turbulenzen im Technologiesektor drückten auch stark steigende Energiekosten auf die Stimmung. Der Preis für die internationale Referenzölsorte Brent kletterte um 1,1 Prozent auf 114,38 Dollar je Barrel (und im Handelsverlauf zeitweise um vier Prozent auf 113,17 Dollar), während US-Rohöl um 1,3 Prozent auf 100,79 Dollar je Barrel zulegte. Auslöser hierfür waren Sorgen im Zusammenhang mit dem Krieg mit Iran sowie Drohungen der iranischen Revolutionsgarden, amerikanische Stützpunkte im Nahen Osten anzugreifen, falls das US-Militär Schiffe durch die Straße von Hormus eskortiert.

Asiatische Märkte unter Druck nach Tech-Ausverkauf
Foto: bloomberg.com

In Japan verschärften zudem unerwartet starke Inflationsdaten im September (wobei die Kernpreise erstmals seit Dezember 2025 über dem Zielwert der Notenbank von zwei Prozent lagen) den Druck auf die Bank of Japan für weitere Zinserhöhungen. Gleichzeitig erholten sich chinesische Indizes von ihren 15-Monats-Tiefs, nachdem sie zuvor in dieser Woche in einen Bärenmarkt abgerutscht waren, während chinesische Exporteure durch die Stärke des Yuan unter Druck blieben.

Flucht in sichere Häfen und Zinswende bei US-Anleihen

Auf der Suche nach Sicherheit flüchteten Investoren in staatsgarantierte Papiere. US-Staatsanleihen verzeichneten am Vortag ihre stärkste tägliche Rally seit drei Jahren, wobei die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries auf 4,97 % nachgab und unter die psychologisch wichtige Fünf-Prozent-Marke zurückkehrte.

Asiatische Märkte unter Druck nach Tech-Ausverkauf
Foto: AP News

Die Markterwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank veränderten sich spürbar. Eine für Dezember erwartete Zinserhöhung der Federal Reserve ist nicht mehr vollständig eingepreist, während stark gefallene Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gleichzeitig signalisierten, dass die US-Wirtschaft robuster dasteht als von Ökonomen erwartet und Entlassungen niedrig bleiben.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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