Mit einer unerwarteten Inflationsrate von 3,7 Prozent gerieten die US-Börsen und Aktienmärkte im September spürbar unter Druck, während steigende Treasury-Renditen und kletternde Ölpreise die Sorgen der Anleger vor neuen Zinsschritten der Federal Reserve verstärkten.
Am Mittwoch reagierten die Futures für den S&P 500, den Nasdaq und den Dow Jones mit deutlichen Abschlägen auf neue Wirtschaftsdaten aus Washington. Die Teuerung im September übertraf die Prognosen von Volkswirten, die im Durchschnitt mit einem Anstieg von 3,6 Prozent gerechnet hatten.
Im Vergleich zum Vormonat August zogen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent an. Auch die Kerninflation, die volatile Segmente wie Energie und Lebensmittel ausblendet, lag mit 2,6 Prozent im Jahresvergleich über den Markterwartungen.
Anleiherenditen und Ölpreise als Treiber
Bereits in der Vorwoche hatten beide Laufzeiten frische Höchststände markiert, die zuletzt vor 22 Jahren verzeichnet worden waren. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Inflationszahlen zogen die Renditen am Anleihenmarkt kräftig an.
Höhere Zinsen machen festverzinsliche Papiere im Vergleich zu Aktien attraktiver und verteuern gleichzeitig die Refinanzierung für Unternehmen.
An den Tankstellen in den USA zahlten Verbraucher laut Angaben von AAA im Durchschnitt $4,34 pro Gallone, verglichen mit $3,08 im Vorjahreszeitraum. Zusätzlichen Rückenwind erhielten die Inflationssorgen durch den Energiemarkt.
An den europäischen Handelsplätzen zeigte sich ein noch schärferer Preisanstieg für die Nordsee-Sorte Brent, die im späten Handel 107,60 US-Dollar je Fass kostete.
Bewertungen bei Halbleitern
Titel wie Micron Technology, Advanced Micro Devices, Intel, Western Digital und SanDisk verzeichneten Verluste zwischen zwei und drei Prozent, da Investoren angesichts hoher Bewertungen und stark gestiegener Erwartungen an das Gewinnwachstum im Technologiesektor vorsichtig agieren. Auch Halbleiterwerte gerieten unter Druck.
The business fundamentals for chips remained strong.
Marta Norton, Empower
Am Devisenmarkt notierte der Euro etwas schwächer bei 1,1377 US-Dollar, während der Goldpreis um 0,4 Prozent auf 4.272 US-Dollar je Feinunze nachgab.
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