Die US-Aktienmärkte haben jüngst Rücksetzer verzeichnet und gerieten unter spürbaren Druck. Wie Berichte von Local 10 und boerse.de zeigen, sorgen vor allem steigende Ölpreise, kletternde Anleiherenditen und neue Inflationssorgen für eine angespannte Stimmung an der Wall Street.
US-Börsen stehen unter Druck
An den US-Börsen zeigten sich die Indizes zeitweise deutlich schwächer. So büßte der Dow Jones Industrial Average 0,68 Prozent ein und schloss bei 51.511,59 Punkten, nachdem er zuvor bereits in den Berichten von Local 10 mit einem Minus von 0,8 procent beziehungsweise bei einem Stand von 52.766,88 Punkten verzeichnet worden war. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,75 Prozent auf 7.706,05 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,85 Prozent auf 30.470,29 Punkte abwärts.
Steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen
Ein Haupttreiber für den Abwärtsdruck an den Märkten sind die massiv gestiegenen Ölpreise, die durch geopolitische Konflikte und militärische Auseinandersetzungen im Nahen Osten angeheizt werden. Laut Angaben von boerse.de kletterte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November um bis zu viereinhalb Prozent auf knapp unter 104 US-Dollar. Berichte über Angriffe auf Frachtschiffe in der für den Welthandel und die Ölverschiffung enorm wichtigen Straße von Hormus verschärfen die Lage zusätzlich.

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte in einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York laut boerse.de, dass sein Land die Freiheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht zulassen werde, solange Sanktionen und eine US-Blockade bestehen. Der Iran sei zwar bereit, Gespräche über ein Friedensabkommen wieder aufzunehmen, werde aber nicht auf Drohungen reagieren. Die daraus resultierende Verknappung und Verteuerung von Energie treibt laut Local 10 die Kosten für Benzin und transportierte Güter nach oben, was die Inflation anheizt und Haushalte sowie Unternehmen belastet.
Renditen am Anleihemarkt im Aufwind
Neben den Energiepreisen bereiten auch die Entwicklungen am Anleihemarkt den Investoren große Sorgen. Die Renditen von US-Staatsanleihen sind spürbar gestiegen, was die Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher verteuert. Laut boerse.de kletterte die Rendite fünfjähriger US-Staatsanleihen erstmals seit dem Jahr 2007 über die Marke von 5 Prozent.

Zudem stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe laut Local 10 auf 4,79 Prozent, während die Rendite der 2-jährigen Anleihe auf 4,39 Prozent kletterte. Diese Entwicklung verstärkt die Spekulationen am Markt, dass die US-Notenbank Federal Reserve angesichts einer Teuerungsrate deutlich über 3 Prozent gezwungen sein könnte, die Leitzinsen weiter anzuheben, um das Ziel einer Inflationsrate von 2 Prozent zu erreichen. Höhere Zinsen belasten wachstumsorientierte Investitionen und verteuern die Refinanzierung von Unternehmen.
Entwicklungen bei Einzelwerten
Unter den Einzelwerten an der Wall Street gab es laut den vorliegenden Berichten deutliche Ausschläge nach unten wie auch nach oben: * McDonald’s: Die Fast-Food-Kette bildete mit einem Kursabschlag von 4,8 Prozent das Schlusslicht im Dow Jones, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, rund 8,5 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung von Franchisenehmern, für bessere Speisen, verbesserten Service und vereinfachte Abläufe bereitzustellen. * Paychex: Die Papiere sackten um 8,8 Prozent ab, da der Umsatz des Dienstleisters im ersten Geschäftsquartal hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb. * IonQ: Zu den Gewinnern zählten die Papiere des Quantencomputer-Unternehmens, die um 4,4 Prozent stiegen, nachdem ein branchenweit erster Decoder für Echtzeit-Quantenfehlerkorrektur vorgestellt wurde. * Technologiewerte: Schwergewichte wie Nvidia (-1,5 %), Amazon (-1,9 %) und Advanced Micro Devices (-2,4 %) standen laut Local 10 ebenfalls unter Abwärtsdruck, da ihr Wachstum im Zuge des KI-Booms stark von Krediten abhängt, die in einem Umfeld steigender Zinsen teurer werden.
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