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Technik und Wissenschaft

Apple Unsicher über weitere iPhone-Duo-Produktion

Der Chief Operating Officer von Apple, Sabhi Kahn, bestätigte, dass das Unternehmen nicht vorhersagen kann, wann sich Angebot und Nachfrage für das iPhone Duo die Waage halten werden. Das faltbare Smartphone war nach seiner Veröffentlichung im Oktober infolge von Bauteilengpässen und steigenden Speicherpreisen schnell ausverkauft.

Apple steht nach dem erfolgreichen Start seines ersten faltbaren Smartphones vor erheblichen Lieferschwierigkeiten. Wie das Unternehmen am 3. November 2026 mitteilte, ist zum aktuellen Zeitpunkt völlig unklar, wann das Gerät wieder in ausreichenden Mengen verfügbar sein wird. Die Apple-Aktie legte im vorbörslichen Handel an einem Freitag um 2 % zu, nachdem das Gerät kurz nach Öffnung der Vorbestellungen ausverkauft war.

John Ternus und Sabhi Kahn bewerten die frühe Nachfrage zum iPhone Duo

Der neue Apple-Chef John Ternus, der im September die Nachfolge von Tim Cook als Chief Executive übernommen hat, äußerte sich am Montag begeistert über den Marktstart und betonte, er sei „thrilledüber die frühe Resonanz auf das iPhone Duo. Dennoch stößt die Produktion an klare Grenzen.

Derzeit ist es wirklich schwer vorherzusagen, wann sich Angebot und Nachfrage die Waage halten werden.

Sabhi Kahn, Apple

Das Gerät schlägt in Großbritannien mit £1,999 zu Buche, während der US-Preis bei $1,999 liegt. Die Vorbestellungen begannen am 16. Oktober 2026 um 8 Uhr morgens nach östlicher Zeit. Die Lieferprognosen verschoben sich zunächst in den November und erstrecken sich mittlerweile durch anhaltende Bestellungen bis zum 25. Januar. Zudem traten bei einigen Käufern Probleme auf, bei denen Bildschirme Risse bekamen.

John ternus apple ceo

Technische Hürden und steigende Kosten belasten die Produktion

Hinter den Lieferengpässen stehen fundamentale Probleme in der Halbleiterfertigung. Kahn erklärte zudem, dass solche Lieferengpässe voraussichtlich bis in das kommende Jahr anhalten werden.

Hinzu kommen spürbare Preissteigerungen bei Speicherkomponenten, da Plattformen und Chatbots von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic an Popularität gewonnen haben. Die stark gestiegene Nachfrage nach Speicher führte zu höheren Preisen für Technologiekonzerne wie Apple. Der ehemalige Firmenchef Tim Cook hatte die plötzliche Steigerung der Rechenzentrumskosten im Jahresverlauf als „thousand year floodbezeichnet, was das Unternehmen zu Preiserhöhungen von rund 20 % auf im Wesentlichen sämtliche Hardware-Produkte veranlasste.

Starke Verkaufszahlen trotz Hardware- und Displayproblemen

Ungeachtet der Lieferengpässe verzeichnet der Konzern Rekordergebnisse. Wie die aktuellen Unternehmenszahlen zeigen, stieg der iPhone-Umsatz im Quartal bis zum 26. September — ein Zeitraum, der die Verkäufe des erst Ende Oktober gestarteten iPhone Duo noch nicht enthielt — um 17 % auf 57 Milliarden US-Dollar. Apple betonte, im vergangenen Jahr global mehr iPhones als je zuvor abgesetzt zu haben. Auch die Verkäufe von Mac-Computern wuchsen im Quartal um 27 % und erreichten mit 10,7 Milliarden US-Dollar einen weiteren Rekord. Der Gesamtumsatz des Unternehmens stieg im Jahresverlauf um 15 % auf 479 Milliarden US-Dollar, während die Erlöse für iPads um 10 % und für Wearables inklusive Kopfhörer und Watch um 7 % zurückgingen.

Produktsegment Umsatzentwicklung
iPhone-Umsatz (Q3) +17% auf $57bn
Mac-Umsatz (Q3) +27% auf $10.7bn
iPad-Umsatz -10%
Wearables (Kopfhörer, Watch) -7%
Jahresgesamtumsatz +15% auf $479bn
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.