Apple hat das iPhone Duo offiziell vorgestellt. Das neue Foldable startet am 23. Oktober für 1.999 US-Dollar und verfügt über zwei Displays: ein 5,4-Zoll-Außendisplay sowie einen 7,6-Zoll-Innenbildschirm, der laut Apple ein gänzlich neues Nutzererlebnis im Bereich der faltbaren Smartphones begründet.
Markteintritt mit dem iPhone Duo
Apple betritt offiziell den Markt für faltbare Smartphones. Nach monatelangen Spekulationen präsentierte das Unternehmen das neue iPhone Duo im Rahmen einer Produktankündigung.
Das Gerät verbindet die Eigenschaften eines Smartphones mit denen eines Tablets und erinnert im Format an traditionelle Buch- oder Laptop-Formate. Das Modell startet am 23. Oktober und kostet in der Basisausführung mit 256 Gigabyte Speicher 1.999 US-Dollar.
Leistung und A20-Pro-Chip
Der neue CEO John Ternus führte das Gerät mit der bekannten Formulierung ein, es gebe noch one more thing
.
Das faltbare Display ist mit einer mehrschichtigen Innenschicht und einer Nano-Textur-Schutzbeschichtung ausgestattet, die das Panel stabil und kratzfrei halten sowie eine fast unsichtbare Falte ermöglichen soll. Im Inneren arbeitet der A20-Pro-Chip, den Apple als besonders leistungsstark beschreibt. Zudem verfügt das Gerät über eine Grafikengine, die eine um 40 Prozent höhere Leistung als die Chips der vorherigen iPhone-Generation bietet.
Hardware-Spezifikationen und Akkulaufzeiten
Die Hardware des iPhone Duo teilt sich in zwei Bildschirme auf. Das äußere Porträt-Display misst 5,4 Zoll, während der innere Landschafts-Bildschirm auf 7,6 Zoll kommt. Letzterer ist nach Herstellerangaben um 80 Prozent größer als das Display des ebenfalls vorgestellten iPhone 18 Pro. Das Seitenverhältnis orientiert sich bewusst an einem bekannteren 4:3-Format, was das Betrachten von Videos und Dokumenten natürlicher gestalten soll.

Für die Energieversorgung sorgen zwei Batterien im Gehäuseinneren. Sie ermöglichen laut den von Inc.com veröffentlichten Details eine Videowiedergabe von bis zu 31 Stunden auf dem Innendisplay und bis zu 44 Stunden auf dem Außenbildschirm. Im typischen Alltagsgebrauch gibt das Unternehmen die Akkulaufzeit mit 24 Stunden an.
Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixeln auf. Das Scharnier, das die beiden Displayseiten verbindet, besteht aus mehr als 100 Einzelkomponenten und steuert unter anderem das Verhalten von iOS, wenn Inhalte nahtlos zwischen den Bildschirmen verschoben oder das Gerät im halbierten Zustand genutzt wird.
Software-Kompatibilität für Drittanbieter-Apps
Mit der Ankündigung der Hardware hat Apple gleichzeitig im Detail erklärt, wie Drittanbieter-Apps mit dem ungewöhnlichen Format umgehen.

* Standard-Kompatibilitätsmodus (Pre-iOS 27.0): Apps, die noch nicht für die neue Software angepasst wurden, laufen in einer einheitlichen Einzelansicht, die von einem sicheren Bereich mit schwarzem Hintergrund umgeben ist.
* Aktualisierter Standardmodus (iOS 27.0): Für diesen Modus optimierte Anwendungen nutzen bereits einen deutlich größeren Teil des Bildschirms aus, auch wenn noch vereinzelte Randflächen ungenutzt bleiben.
* Vollständiger Kompatibilitätsmodus (iOS 27.1): Dieser Modus steht für Anwendungen zur Verfügung, die gezielt für die neue Systemversion entwickelt wurden. Sie schöpfen die gesamte Anzeigefläche des faltbaren Bildschirms vollständig aus.
Apple erläuterte die Funktionsweise des neuen Systems in einem speziellen Entwickler-Video.
Historischer Kontext und Marktvergleich
Der Verkaufsstart des iPhone Duo wirft auch einen Blick auf die Geschichte ähnlicher Formate zurück.
Bereits im Jahr 2020 brachte Microsoft das Surface Duo auf den Markt, das ebenfalls auf ein breites, buchähnliches Design mit zwei separaten Bildschirmen und einem 360-Grad-Scharnier setzte, bevor das Projekt im Jahr 2023 endgültig eingestellt wurde. Während das damalige Microsoft-Gerät vor allem an unzureichender Software und fehlenden Basisfunktionen wie NFC oder kabellosem Laden scheiterte, unternimmt Apple nun den Versuch, iOS tiefgreifend auf dieses Format abzustimmen.
Das Unternehmen bewirbt das neue Produkt als die transformativsten Veränderung seit der Einführung des ursprünglichen iPhones im Jahr 2007. Ob sich das Konzept im Alltag von Geschäftsreisenden und C-Suite-Führungskräften durchsetzt, wird sich nach der Auslieferung der ersten Geräte im Oktober zeigen.
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