Der September geht als mit Abstand teuerster Tankmonat in die Geschichte ein. Laut einer Auswertung von Daten des ADAC durch die Deutsche Presse-Agentur steht dieses Ergebnis bereits vor dem Monatsende fest. Selbst wenn Benzin und Diesel am allerletzten Tag des Monats unentgeltlich abgegeben würden, bliebe der jeweilige Monatsdurchschnitt unübertroffen über den bisherigen Höchstwerten aus dem April beziehungsweise August.
September 2026 bricht alle historischen Rekorde an den Tankstellen
Für die Sorte Superbenzin E10 ist bei einem normalen Verlauf im Endspurt des Monats mit einem Durchschnittspreis im Bereich um 2,27 Euro zu rechnen. Beim Diesel bewegen sich die erwarteten Werte in einer Spanne zwischen 2,38 Euro und 2,39 Euro. Die bisherigen historischen Rekordwerte lagen nach Angaben des ADAC deutlich darunter: Für E10 bei 2,145 Euro und für Diesel bei 2,263 Euro. Damit übersteigen die aktuellen Monatsschnitte die früheren Höchstmarken jeweils um mehr als zehn Cent.
Hauptursachen: Iran-Krieg und knappe Raffineriekapazitäten
Als Haupttreiber für die extremen Preissteigerungen gilt der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Wie aus Berichten hervorgeht, schränkt der Iran-Krieg den Ölexport aus der Golf-Region massiv ein. Neben diesen geopolitischen Spannungen trägt auch ein spürbarer Mangel an Raffineriekapazitäten wesentlich zu der prekären Lage am Energiemarkt bei.

Im starken Kontrast zu den Rekordpreisen im September blicken Autofahrer auf den kommenden Monat. Wie unter anderem N TV berichtet, dürften die Spritpreise im Oktober tendenziell wieder sinken. Grund dafür ist ein neuer Tankrabatt, der ab Donnerstag punktlich um 0:00 Uhr in Kraft tritt und die Steuerlast pro Liter Benzin oder Diesel spürbar verringert.
Der neue Tankrabatt ab Donnerstag und die Details
Der staatliche Nachlass tritt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um Mitternacht in Kraft und ist auf drei Monate ausgelegt. Der Rabatt setzt sich aus einer Senkung der Energiesteuer um 14,04 Cent pro Liter sowie dem daraus resultierenden Effekt auf die Mehrwertsteuer zusammen, wodurch sich ein entlastender Gesamtbetrag von 16,7 Cent beziehungsweise knapp 17 Cent pro Liter ergibt. Rechtlich greift die Entlastung allerdings nicht direkt beim Verkauf an der Zapfsäule, sondern bei der Auslieferung des Kraftstoffs nach Mitternacht.
Ob und in welchem Maße die Tankstellenbetreiber den Rabatt unmittelbar an die Verbraucher weitergeben, ist Gegenstand von Diskussionen. Zwar sind die Stationen rechtlich nicht zu einer direkten Weitergabe verpflichtet, und zu Beginn der Nacht wird kaum eine Tankstelle sofort steuerbegünstigten Kraftstoff vorrätig haben. Dennoch zeigen Erfahrungen aus vergangenen Rabattphasen, dass die Preise an vielen Stationen allein durch die Erwartung der Verbraucher bereits in den Nachtstunden nachgeben können. Das Ifo-Institut, das Bundeskartellamt sowie die Monopolkommission hatten bei früheren Rabatten im Mai und Juni jedoch nur eine unvollständige Weitergabe festgestellt, was die Mineralölwirtschaft bestritt. Zudem ist unklar, ob die Preise das Vorkriegsniveau erreichen werden: Unmittelbar vor Ausbruch des Konflikts Ende Februar kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt rund 1,78 Euro und Diesel rund 1,75 Euro.
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