Alix Earle und ihre Schwester Ashtin haben in der Reality-Show Earle Meets World
öffentlich gemacht, dass sie positiv auf eine BRCA2-Genmutation getestet wurden. Die im September ausgestrahlte Episode zeigt den emotionalen Moment nach dem Gentest, den ihre Mutter Alisa veranlasst hatte, nachdem bei ihr selbst Brustkrebs diagnostiziert worden war.
Die Enthüllung in Earle Meets World
und das familiäre Risiko
Die Influencerin Alix Earle und ihre Schwester Ashtin gaben in ihrer Netflix-Reality-Show Earle Meets World
Einblicke in einen harten familiären Schicksalsschlag. Im Januar war bekannt geworden, dass ihre Mutter Alisa an Brustkrebs erkrankt war und sich in Behandlung befand. In der sechsten Episode der Serie besuchen die Geschwister ihre Mutter, die sie zu einer genetischen Beratung schickt, um das eigene Risiko für die Genmutation abzuklären.
Da die Mutter von einer BRCA-Genmutation betroffen ist, haben beide Schwestern eine statistische Chance von 50 Prozent, diesen Gendefekt ebenfalls geerbt zu haben. In der Serie erklärt die behandelnde Ärztin bei der Beratung vor dem Testergebnis: If you test positive, it doesn’t mean 100% you’re gonna get cancer. It just means you’re 55% to 69% higher risk than the general population.
Erst gegen Ende der siebten Episode erhalten die drei Frauen das endgültige Ergebnis: Sowohl Alix als auch Ashtin tragen die BRCA2-Mutation in sich. In einer emotionalen Szene fangen sich die Schwestern auf. It’s OK, at least we’re in it together
, sagt Alix Earle in der Sendung, während sie ihre weinende Schwester tröstet, wie USA TODAY berichtet.
Medizinische Einordnung und das Risiko von BRCA-Mutationen
Genmutationen wie BRCA1 und BRCA2 betreffen Gene, die für tumorhemmende Proteine kodieren. Wenn diese Gene durch dauerhafte DNA-Veränderungen fehlerhaft arbeiten, kann der Körper beschädigte DNA nicht mehr optimal reparieren. Dies erhöht das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen wie Brust- und Eierstockkrebs drastisch.

Statistiken aus einer in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlichten Studie zeigen den deutlichen Unterschied zwischen Frauen mit einer Mutation und dem Durchschnitt der Bevölkerung. Demnach erhalten etwa 72 Prozent der Frauen mit einer BRCA1-Mutation und rund 69 Prozent der Frauen mit einer BRCA2-Mutation bis zum Alter von 80 Jahren eine Brustkrebsdiagnose.
Ähnlich verhält es sich beim Eierstockkrebs. Hier liegt das Risiko bei etwa 44 Prozent für BRCA1-Trägerinnen und bei rund 17 Prozent für BRCA2-Trägerinnen, während der Wert für alle Frauen im Durchschnitt bei 1,3 Prozent liegt. Dennoch betonen Mediziner, dass ein positiver Test keine Krebsdiagnose garantiert. Viele Menschen mit diesen Mutationen erkranken im Laufe ihres Lebens niemals an Krebs.
Aufklärung und Optionen für Betroffene
Ärzte testen Patientinnen und Patienten bereits seit etwa zwei Jahrzehnten auf diese Genveränderungen, wenn eine entsprechende familiäre oder persönliche Krebsgeschichte vorliegt. Dr. Dana Zakalik, Onkologin und Direktorin des Corewell Health’s Nancy and James Grosfeld Cancer Genetics Center, erklärte gegenüber US-Medien, dass die Kriterien für Gentests in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet wurden und die Untersuchungen heute meist unkompliziert über eine Blut- oder Speichelprobe erfolgen.

- Verstärkte Früherkennung: Dazu gehören regelmäßige und frühere Mammografien sowie ergänzende Magnetresonanztomografien (MRT) für Frauen.
- Medikamentöse Optionen: Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille können das Risiko für Eierstockkrebs bei Frauen um etwa 50 Prozent senken, bringen jedoch auch eigene potenzielle Risiken mit sich.
Die Earle-Schwestern erklärten in ihrem Interview, dass sie diesen privaten Moment bewusst im Fernsehen teilen wollten. Sie hatten vor der Erkrankung ihrer Mutter selbst kaum Kenntnis über die Bedeutung von Gentests. Ihr Ziel ist es, andere Menschen zu informieren und zu ermutigen, bei entsprechender familiärer Vorbelastung rechtzeitig den Schritt zur Untersuchung zu gehen.
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