Astronomers have detected direct radio emissions from the gas giant exoplanet Beta Pictoris b, marking the first time such signals have been unequivocally traced to a world beyond our solar system.
MeerKAT-Teleskop fängt Radiosignale eines jungen Exoplaneten ein
Etwa 63 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt das Sternsystem Beta Pictoris — während ein anderer Bericht die Entfernung auf ungefähr 64 Lichtjahre beziffert —, das Astronomen zufolge weniger als ein Prozent des Alters unseres Sonnensystems aufweist. Im Zentrum steht ein junger, massereicher Stern, der von Trümmerscheiben und mehreren Riesenplaneten umkreist wird. Forscher von der Harvard University und der University of Oregon ist es nun gelungen, mithilfe des südafrikanischen Radioseleskop-Arrays MeerKAT — einer mächtigen Ansammlung von 64 miteinander verbundenen Satellitenschüsseln in der Halbwüste Karoo der süafrikanischen Provinz Nordkap, betreut vom South African Radio Astronomy Observatory — Radiowellen zu detektieren, die direkt von dem Gasriesen Beta Pictoris b stammen.
Die Auswertung der Beobachtungen aus den Jahren 2025 und 2026 ergab, dass die Signale nicht vom Heimatstern oder von benachbarten Himmelskörpern — wie dem benachbarten Planeten c oder dem im Infrarotlicht durch das James-Webb-Weltraumteleskop modellierten Planeten Beta Pictoris d — ausgehen. Stattdessen konnten die Signale eindeutig dem Planeten zugeordnet werden. Es handelt sich um den ersten direkten Nachweis von Radiostrahlung, die von einem Exoplaneten selbst und nicht von dessen Mutterstern ausgeht.

Extremes Magnetfeld und Zyklon-Masel-Instabilität bei Beta Pictoris b
Die analysierten Radiowellen zeigen eine starke zirkuläre Polarisation, die auf die sogenannte Elektron-Zyklon-Maser-Instabilität zurückzuführen ist. Dieser physikalische Prozess entsteht, wenn hochenergetische Elektronen spiralförmig magnetische Feldlinien hinabgleiten und starke Radiowellenstrahlen erzeugen, die als gigantische Leuchtfeuer im Weltraum fungieren. Ähnliche Wechselwirkungen treiben auf der Erde und auf Jupiter spektakuläre Polarlichter an.
„Wir führen die Radioemission auf eine Kopplung zwischen Magnetosphäre und Ionosphäre bei Beta Pictoris b zurück.“
Forschungsteam, Harvard & Smithsonian Center for Astrophysics, via Sci
Aus der maximal gemessenen Frequenz der Radioausbrüche von nahe 3,5 Gigahertz errechneten die Wissenschaftler eine minimale Magnetfeldstärke des Planeten von rund 1.250 Gauss. Zum Vergleich: Das Oberflächenmagnetfeld der Erde liegt bei etwa einem halben Gauss, während Jupiters stärkste Felder rund 14 Gauss erreichen — wobei eine weitere Angabe Jupiters Feld bei 4,3 Gauss verortet.

Rolle der extremen Planetendrehung und zukünftige Beobachtungen
Die enorme magnetische Aktivität des Himmelskörpers hängt eng mit seinen physikalischen Eigenschaften zusammen. Der junge Super-Jupiter besitzt etwa das Acht- bis Zwölffache der Jupismasse — ein anderer Bericht nennt exakt die zwölffache Schwere im Vergleich zu Jupiter — und rotiert in nur acht bis neun Stunden rasant um die eigene Achse. Während der Beobachtungsfenster fing das MeerKAT-Array wiederkehrende Radioimpulse auf, die im exakten Takt dieser rasanten Eigendrehung pulsierten und sich als kontinuierliches Glühen gepaart mit rasch verblassenden Ausbrüchen zeigten.
„Dies stellt die erste direkte Messung der Magnetfeldstärke für einen Exoplaneten dar und stimmt mit den Vorhersagen von Dynamo-Skalierungsmodellen für einen jungen, massereichen Riesenplaneten überein.“
Forschungsteam, Harvard & Smithsonian Center for Astrophysics, via Sci
Das System ist nach Schätzungen von Astronomen gerade einmal ein paar Dutzend Millionen Jahre alt, wobei eine Quelle das System als weniger als 1 Prozent so alt wie unser Sonnensystem beschreibt. Der Planet Beta Pictoris b zieht in einer Entfernung um seinen Stern, die grob dem Abstand zwischen Sonne und Saturn im heimischen System entspricht. Die Autoren betonen, dass die Signale natürlichen Ursprungs sind und nicht von intelligenten Zivilisationen stammen, weshalb niemand sofort den Space Force- und Weißes-Haus-Hotline anrufen müsse. Die Ergebnisse wurden als Preprint veröffentlicht, und Kevin Ortiz Ceballos reagierte nicht umgehend auf eine Bitte um Stellungnahme.
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