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Welt

Russland greift Odessa an: Verletzte und Brände in der Hafenstadt

Russische Angriffe haben am Samstag die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen, wobei mindestens zwei Menschen verletzt wurden und Brände an mehreren Orten ausbrachen. Zu den getroffenen Zielen zählten private Wohnhäuser, Lagerräume, eine Produktionshalle sowie ein zweimal angegriffener Baumarkt, wie der regionale Militärverwalter Oleh Kiper mitteilte.

Eine Serie russischer Angriffe erschütterte am Samstagabend die ukrainische Hafenstadt Odessa. Nach Angaben örtlicher Medien verursachten die Attacken Verletzungen bei mindestens zwei Personen sowie erhebliche Sachschäden. Über dem Stadtgebiet stiegen infolge von Bränden an mehreren Standorten dicke Rauchwolken auf.

Getroffene Infrastruktur und Zerstörungen in Odessa

Die Angriffe richteten sich gegen verschiedene zivile und gewerbliche Bereiche der Stadt. Der regionale Militärverwalter Oleh Kiper erklärte am Abend über den Kurznachrichtendienst Telegram, dass private Wohnhäuser, Lagerräume und eine Produktionshalle getroffen wurden. Bereits im Laufe des Tages hatte das russische Militär einen Baumarkt in der Hafenstadt zweimal attackiert.

Die anhaltenden Gefechte ereignen sich vor dem Hintergrund eines seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Einmarsches in die Ukraine. Da die Frontlinien weitgehend festgefahren sind, verstärkt das russische Militär Angriffe mit Luftangriffen, ballistischen Raketen und Kampfdrohnen auf ukrainische Städte. Im Gegenzug führt die Ukraine Drohnenangriffe auf Industrie- und Verteidigungsanlagen auf russischem Gebiet aus, wie unter anderem der ukrainische Angriff auf die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar verdeutlicht.

Aktuelle Entwicklungen bei Drohnenproduktion und Finanzierung

In seiner Abendansprache am Samstag erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst, dass Russland plane, im kommenden Jahr 12 Milliarden Dollar in die Produktion von Düsen-Drohnen und Kamikaze-Drohnen zu investieren. Selenskyj zufolge sei es dem Geheimdienst gelungen, interne russische Dokumente zu beschaffen, aus denen die geplanten Produktionsmengen an Waffen sowie die dafür vorgesehenen Finanzmittel hervorgehen.

Gleichzeitig bittet Präsident Selenskyj die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagte Selenskyj Journalisten über WhatsApp, und die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und dass mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss, erklärte Selenskyj. Kiew habe die EU gebeten, einen Teil eines Darlehens vorzuziehen, und er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.

Weitere diplomatische und innenpolitische Ereignisse

Der Kreml teilte mit, dass der russische Präsident Wladimir Putin und der serbische Präsident Aleksandar Vučić in einem Telefonat über den Ukraine-Konflikt und die Zusammenarbeit im Energiesektor gesprochen haben. Unterdessen haben ukrainische Streitkräfte in einem nächtlichen Angriff die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar getroffen, wie das Militär in Kiew mitteilte. In einer Erklärung des Generalstabs heißt es, dass in der Anlage ein Brand ausgebrochen sei.

Wenige Tage nach der russischen Parlamentswahl wurde zudem der Politologe Alexander Kynew in Russland festgenommen. Sein Anwalt bestätigte mehreren russischen Medien die Festnahme und kündigte an, dagegen vorgehen zu wollen. Einem Eintrag auf der Webseite eines Moskauer Gerichts zufolge wird ihm vorgeworfen, in großem Umfang illegal Drogen hergestellt, verkauft oder abgesetzt zu haben. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft, wobei Kynew die Vorwürfe bestreitet.

Russland greift Odessa in der Ukraine an – Luftschläge erschüttern Innenstadt
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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