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Welt

Maispreise steigen auf 275 Euro

Maispreise in der EU steigen auf 275 Euro pro Tonne. Der Anstieg bei Mais wird durch US-Exportnachfrage und globale Versorgungsengpässe getrieben, während Weizenpreise durch Black Sea-Disruptionen beeinflusst werden.

Die Preise für Mais und Weizen haben sich in den letzten Wochen deutlich verschärft, wobei die Entwicklungen auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen sind. In der Europäischen Union stiegen die Maispreise auf 275 Euro pro Tonne. Die US-Maispreise erreichten zudem einen Hochstand seit Juli 2023, unterstützt durch starken Exportbedarf und globale Versorgungsengpässe.

Preisanstiege bei Mais und Weizen

Die Maispreise an der Euronext stiegen am Dienstag um 6,50 Euro pro Tonne auf 275,25 Euro, während der Kontrakt für März 2027 um 2,75 Euro auf 265,25 Euro stieg. Dieser Anstieg wurde von der Erwartung eines weiteren Ausbaus des Agrarhandels mit China und der erwarteten katastrophalen Ernte in Frankreich getrieben. Die US-Maispreise lagen über der Marke von 5,40 US-Dollar pro Scheffel, nachdem sie zuvor den höchsten Stand seit Juli 2023 erreicht hatten.

Der Markt für Weizen reagierte auf Unsicherheiten im Schwarzen Meer. „You’ve had a number of different disruptions in the Black Sea. That’s definitely the main story“, sagte William Osnato, Barchart director of commodity data research and analysis, gegenüber CNBC. Russland und die Ukraine sind gemeinsam für mehr als ein Viertel der globalen Weizenexporte verantwortlich, und Unsicherheiten über die Versorgungssituation in der Black Sea-Region beeinflussen den Markt.”

Faktoren für den Preisanstieg

Die Preisanstiege bei Mais werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Die USDA prognostiziert für 2026/27 eine Lücke von fast 30 Millionen Tonnen zwischen weltweiter Maisproduktion und -verbrauch – das größte Defizit seit mehr als drei Jahrzehnten. Zudem verlangsamen starke Regenfälle im Mittleren Westen die Ernte in Teilen der Region, was den kurzfristigen Zufluss neuer Ware bremsen könnte.

Osnato wies auf eine Reihe von Gründen für die Preisanstiege hin, darunter den USDA’s August World Agricultural Supply and Demand Estimates (WASDE)-Bericht, der die Maiserträge niedriger als erwartet schätzte. Der Bericht senkte die Ertragsprognose um 2,3 Scheffel pro Acker auf 180,7. Zudem beeinträchtigte extreme Hitze im Juli die Maisernte, wie Osnato erklärte.

Marktreaktionen und Expertenmeinungen

Jim McCormick, co-founder and chief operating officer at AgMarket. Net, betonte, dass die Unsicherheiten um die US-Maisversorgung den Markt in einen „rationing mode“ versetzt hätten. „We thought the world was going to be bailed out by the U.S. supply. Now the U.S. supply is becoming questionable, and the market’s moving up into a rationing mode, sagte er gegenüber CNBC.

Der Agrarhandel mit China spiele eine Rolle, da die US-Maisexportkontrollen in der Woche bis zum 17. September im Jahresvergleich um 40 % auf 1,94 Millionen Tonnen stiegen. Dies übertraf die Markterwartungen. Gleichzeitig seien die globale Marktgrundlagen stützend, da die USDA eine Lücke von fast 30 Millionen Tonnen zwischen Produktion und Verbrauch prognostiziert.

Der Weizenmarkt reagierte auf die Unsicherheiten im Schwarzen Meer, wo russische und ukrainische Exporte durch militärische Auseinandersetzungen beeinträchtigt wurden. Die Preisanstiege seien auf die begrenzte Versorgung durch den Black Sea-Export zurückzuführen.

Zukünftige Entwicklungen

Der Markt wird weiterhin von globalen Versorgungsengpässen und politischen Entwicklungen beeinflusst. Die USDA prognostiziert eine Lücke von fast 30 Millionen Tonnen bei Mais, was die Preisanstiege weiterhin stützen könnte. Zudem wird der Agrarhandel mit China ein Faktor bleiben, wie die steigenden Exportkontrollen zeigen.

Maispreise steigen auf 275 Euro
Photo: Agrarheute

Die Situation im Schwarzen Meer bleibt entscheidend für den Weizenmarkt, da Russland und die Ukraine für mehr als ein Viertel der globalen Weizenexporte verantwortlich sind. Der Markt wird auf die nächsten Entwicklungen warten, insbesondere auf die Auswirkungen des Agrarhandels mit China und die politischen Spannungen in der Region.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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