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Sport

Winsley Boteli rückt nach starken Leistungen in die Schweizer Nationalmannschaft

Der 20-jährige Angreifer entschied sich gegen eine Laufbahn für das Heimatland seiner Mutter und will sich nun unter Trainer Murat Yakin für die anstehenden Nations-League-Partien beweisen.

Winsley Boteli erarbeitet sich das erste Nati-Aufgebot

Der Saisonstart des jungen Stürmers im Trikot des FC Sion hat mächtig Eindruck hinterlassen. In zwölf Pflichtspielen traf Winsley Boteli zwölf Mal und bewies seine Klasse auf nationaler wie internationaler Bühne. Ein absolutes Ausrufezeichen setzte er dabei mit einem Hattrick in Amsterdam in der Conference-League-Qualifikation gegen Ajax sowie mit einem Doppelpack beim 2:1-Auswärtssieg in Basel, wie die Berichterstattung zeigt.

Wettbewerbsübergreifend steht der 20-jährige Angreifer mittlerweile bei 13 Treffern. Zwar verlief die Partie gegen den FC Zürich am Samstag etwas ruhiger, doch mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 1:1-Ausgleich rettete er seinem Team trotz langer Unterzahl einen wichtigen Punkt in der Super League, wie Blick festhält.

Dass Boteli derzeit der Mann der Stunde ist, geht auch an Sion nicht spurlos vorbei. Um ihn zu schützen, dürfen in der Interviewzone nur drei Fragen an den 20-Jährigen gestellt werden. Blick fragt nach dem Spiel nach, wie er sich nach dem Aufgebot fühlt: Ich bin sehr glücklich. Ich bin froh, dass ich jetzt ein A-Nati-Spieler bin.

Klares Bekenntnis zur Schweizer Nationalmannschaft

Der rasante Aufstieg des Genfers weckte nicht nur Begehrlichkeiten auf Klubebene, sondern rief auch internationale Verbände auf den Plan. Nachdem Boteli bereits seit der U15 alle Schweizer Nachwuchsteams durchlaufen hat, meldete sich die Demokratische Republik Kongo — das Heimatland seiner Mutter — bei ihm, um einen Nationenwechsel zu prüfen.

«Ich bin Schweizer, bin hier geboren. Klar bin ich auch Kongolese – aber ich war noch nie im Kongo.»

Winsley Boteli, srf.ch

Deshalb sei es für ihn klar, dass er weiter für die Schweiz spielen will. Die Nummer 1 war für mich immer die Schweiz. Der Kongo war kein grosses Thema für mich, erklärte Boteli. Die Schweiz hat mir die Chance gegeben, Fussball zu spielen und zu wachsen. Als Spieler und als Mensch, führte Boteli weiter aus. Warum sollte ich jetzt wechseln?

Shootingstar Boteli will mit der Nati hoch hinaus
Photo: Blick

Schon am Montag geht es für den Genfer ins Trainingslager nach Belek, wo er sich im Team beweisen will. Während seine Teamkollegen jetzt erst einmal ein paar Tage frei machen können, ehe sie wieder mit dem Training beginnen, geht es für Boteli Schlag auf Schlag. Bereits am Montag fliegt er gemeinsam mit der Nati ins Trainingslager in die Türkei nach Belek. Darauf ausruhen will Boteli aber nicht: Ich bin kompetitiv. Ich habe viele Ziele. Vorerst sei er aber darauf bedacht, sich schnellstmöglich ins Team zu integrieren. Einen ersten Schritt dafür leistet er schon, indem er seine zukünftigen Mitspieler lobt: Mit guten Spielern kannst du nur besser werden.

Zukunft bei Sion und Aussagen zu den Transfergerüchten

Neben den Länderspiel-Schlagzeilen standen auch mögliche Transfers im Fokus. Doch auch mit diesen Gerüchten räumt der ehemalige Gladbach-Junior auf: Konkrete Angebote habe er zwar gegeben, doch ein Abgang stand für das Sturmtalent nie ernsthaft zur Debatte. Gemeinsam mit Klubpräsident Christian Constantin, seiner Familie und seinem Berater wurde ein klarer Plan für seine Zukunft erarbeitet.

Wensley Boteli ne sera pas sélectionné avec le l'équipe nationale de la Suisse 🇨🇭

«Ich wusste, dass ich bei Sion bleibe. Das war mein Ziel.»

Winsley Boteli, srf.ch

Boteli bestätigte aber auch, dass es durchaus Angebote gegeben habe. Diese habe er aber nie ernsthaft berücksichtigt. Momentan reden viele über mich, das weiss ich. Aber das ist kein Thema in meinem Kopf, sagte er. Das Tor gegen den FCZ habe ihm jetzt nochmals einen Boost gegeben: Es hängt davon ab, was der Trainer der Nationalmannschaft macht. Ich bin offen für alles. Ich will spielen! Ich will zeigen, dass ich mit diesen Spielern spielen kann. Zum Schluss gibt sich Boteli selbstbewusst: Ich bin kein kleiner Junge, der in der Schweiz spielt. Ich bin Winsley Boteli.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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