US-Präsident Donald Trump empfängt den chinesischen Staatschef Xi Jinping zu einem Staatsbesuch in Washington. Nach gescheiterten Zollkonfrontationen und chinesischer Marktdominanz setzen beide Seiten auf wirtschaftliche Annäherung, wobei landwirtschaftliche Exporte, Energie und Lieferketten kritische Verhandlungsthemen bleiben.
Wirtschaftlicher Kurswechsel und die Wiederbelebung des Agrarhandels
Landwirtschaftliche Güter im Jahr 2024
Da sie zu den am wenigsten anfälligen Bereichen der Handelsbeziehungen gehören, gelten sie als wahrscheinlicher Schwerpunkt für neue Vereinbarungen beim Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Washington.
Bereits auf dem Gipfeltreffen in Busan in Südkorea hatte sich China nach Angaben des Weißen Hauses verpflichtet, bis 2028 jährlich 25 Millionen Metriktonnen US-Sojabohnen zu kaufen. US-Regierungsbeamten zufolge sagte Peking während Trumps Besuch in Peking im Mai zudem weitere Käufe im Wert von 17 Milliarden US-Dollar für andere Agrarprodukte zu. Obwohl die Regierung in Peking diese Zusagen offiziell nie bestätigte, liegt China beim Sojabohnenziel im Zeitplan. Um die weiteren Ziele zu erreichen, sind jedoch voraussichtlich Ausnahmeregelungen von den verbleibenden Zöllen erforderlich, wie der Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten, Jamieson Greer, andeutete.
Sorghum und Mais sind Kandidaten, da sie historisch gesehen neben Sojabohnen die größten Exporte waren.
Energiehandel und die Rolle seltener Erden
China und die Zölle von 10 bis 15 Prozent
China war im vergangenen Jahrzehnt ein bescheidener, wenn auch sporadischer Käufer von US-Öl und -Gas, aber die Importe kamen im vergangenen Jahr zum Erliegen, nachdem Peking Zölle von 10 bis 15 Prozent verhängt hatte. Washington drängt seit Trumps Besuch in Peking im Mai darauf, dies zu ändern.
Bloomberg berichtete am Dienstag, dass Energiezölle Teil eines 30-Milliarden-Dollar-Pakets gegenseitiger Zollsenkungen sein könnten, das nach dem Mai-Gipfel in Peking in Aussicht gestellt, aber noch nicht umgesetzt wurde. Dies könnte zur Wiederaufnahme von Importen führen, die zwischen dem Ende des vorherigen Handelskonflikts im Jahr 2020 und 2024 jährlich zwischen 7,5 Milliarden und 12 Milliarden US-Dollar betrugen.
Dennoch wird dies nicht sofort zu massiven Einnahmen für US-Flüssigerdgasproduzenten führen. Während die chinesischen LNG-Importe nach den Zöllen gestoppt wurden, erfüllen chinesische Käufer weiterhin langfristige Verträge mit ihren US-Lieferanten, verkaufen die Ladungen jedoch nach dem Kauf weiter.
Im Energiesektor ruhten die US-Importe nach China im vergangenen Jahr weitgehend, nachdem Peking Zölle von 10 bis 15 Prozent verhängt hatte. Energiestände könnten nun Teil eines 30 Milliarden US-Dollar schweren Pakets aus gegenseitigen Zollsenkungen werden, das nach dem Gipfel im Mai in Peking in Aussicht gestellt worden war. Dies könnte Importe wiederbeleben, die zwischen 2020 und 2024 jährlich zwischen 7,5 Milliarden und 12 Milliarden US-Dollar einbrachten.
Dennoch wird dies nicht sofort zu massiven Einnahmen für US-Flüssigerdgasproduzenten führen, da chinesische Käufer zwar keine Direktimporte tätigen, aber bestehende Langzeitverträge erfüllen und die Ladungen nach dem Kauf weiterverkaufen. Gleichzeitig bleibt die Versorgung mit seltenen Erden angespannt. Chinas Kontrolle über die Produktion und die zeitweiligen Exportbeschränkungen hatten Trump überhaupt erst an den Verhandlungstisch gezwungen, und Unternehmen aus sensiblen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt oder der Halbleiterindustrie kämpfen weiterhin um den Zugang.
Politische Dynamiken und das Verhältnis zu Xi Jinping
Michael Kovrig über den Umgang des Weißen Hauses
Der Umgang des Weißen Hauses mit China hat sich spürbar gewandelt, seit frühere Versuche mit massiven Zöllen und Exportbeschränkungen nicht die gewünschte Wirkung zeigten. Trump hat dramatically shifted his approach to China because his initial attempt to use super-high tariffs and export restrictions was unsuccessful, analysiert Michael Kovrig, ein leitender Berater der International Crisis Group, dessen Zitate in englischer Sprache laut den Vorgaben für den deutschsprachigen Raum im Sinne und Inhalt exakt übertragen werden laut Berichten der Nachrichtenagentur AP.
„Er ist ein großartiger Gentleman; wir verstehen uns großartig. Donald Trump, US-Präsident, über Xi Jinping
Donald Trump und Präsident Xi
US-Präsident Donald Trump erklärte diesen Monat, Präsident Xi sei ein großartiger Gentleman und sie verstünden sich hervorragend. Er fügte hinzu, sie pflegten eine sehr gute Handelsbeziehung, und obwohl die Chinesen natürlich Konkurrenten seien und all das, habe er ein sehr gutes Verhältnis zu Präsident Xi.

Während die USA unter traditionellen Alliierten an Einfluss einbüßen und Verbündete wie Deutschland, Frankreich, Japan oder Südkorea unter Chinas globaler Marktdominanz bei Elektrofahrzeugen und Künstlicher Intelligenz stehen, setzt Trump auf persönliche Diplomatie. Ob das Treffen konkrete handelspolitische Ergebnisse liefert, bleibt offen; Beobachter wie der Georgetown-Professor Evan Medeiros weisen darauf hin, dass das Hauptergebnis womöglich die Beziehung der beiden Staatschefs selbst sein wird.