Zum Inhalt springen
Sport

Austria Lustenau schlägt Altach 2:0 im Derby und stürzt den Rivalen in Krise

Der SCR Altach steckt nach einer 0:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den SC Austria Lustenau tief in der Krise. Vor 5.138 Zuschauern in der ausverkauften Sun Minimeal Arena sorgten Antonio Verinac und Dominik Weixelbraun am Samstag für den ersten Lustenauer Derbysieg nach fünf sieglosen Versuchen. Etwas mehr als zwei Jahre mussten sich die Fans des SC Austria Lustenau und SCR Altach gedulden, bis endlich wieder ein Ländle Derby in der Bundesliga über die Bühne ging. Die Lustenauer empfingen am frühen Samstagabend den Rivalen aus dem etwa 8,5 Kilometer Luftlinie entfernten Rheindorf in der Sun Minimeal Arena.

Bundesliga-Rückkehr in der Sun Minimeal Arena

Das erste Vorarlberg-Derby in der Fußball-Bundesliga seit dem 18. Mai 2024 (oder 854 Tagen) brachte eine klare sportliche Zäsur für beide Ländle-Teams. Austria Lustenau schlägt in der 7. Runde der ADMIRAL Bundesliga den SCR Altach vor eigenem Publikum mit 2:0. Während der Aufsteiger aus Lustenau in der Tabelle zumindest vorübergehend an die sechste Stelle vorstieß und im Tabellen-Mittelfeld bleibt, verbleibt der SCR Altach nach sechs Niederlagen aus den ersten sieben Ligaspielen beziehungsweise ihrer fünften Meisterschaftsniederlage in Folge mit nur drei Zählern als Tabellenschlusslicht am Tabellenende. Die Begegnung in der Sun Minimeal Arena lockte exakt 5.138 Fans zu einem ausverkauften Haus, unter der Leitung von Schiedsrichter Stefan Ebner.

Austria Lustenau schlägt Altach 2:0 im Derby und stürzt den Rivalen in Krise
Photo: VOL.AT

Tore vor der Pause: Verinac und Weixelbraun schlagen zu

Chancen für Greil und Stojanovic vor der Pause

Die Anfangsphase der Partie gehörte den Gästen aus Altach, die zunächst etwas aktiver wirkten und sich mehrfach in Richtung Strafraum kombinierten. Bereits in der 3. Minute kam es nach einem Foul an Patrick Greil zu einer kleinen Rudelbildung, und Lustenau-Verteidiger Anilson sah in der 6. Minute die erste gelbe Karte der Partie. Niklas Niehoff setzte in der 5. Minute den ersten Abschluss der Partie neben das Tor. Lustenau antwortete wenig später durch Sacha Delaye, dessen Flanke aber direkt bei Altach-Torhüter Dejan Stojanovic landete. Altach blieb zunächst gefährlich: Ousmane Diawara scheiterte in der 10. Minute aus Abseitsposition an Schierl, ehe Patrick Greil kurz darauf erneut am Lustenauer Schlussmann hängen blieb. Auch in der 19. Minute verhinderte Schierl mit einer starken beziehungsweise Glanzparade gegen Greil die Führung der Gäste. Nach einem Greil-Corner verfehlte zudem ein Volley von Niklas Niehoff das Ziel in der 22. Minute, und auch Massombo ergeht es wenig später in der 26. Minute genauso.

Austria Lustenau schlägt Altach 2:0 im Derby und stürzt den Rivalen in Krise
Photo: oe24.at

Antonio Verinac und Dominik Weixelbraun treffen für Lustenau

Mit fortspieldauer übernahm der Aufsteiger jedoch das Kommando und fand nach rund einer halben Stunde besser ins Spiel. Die Lustenauer klopften vorerst durch Seydou Diarra in der 12. und 34. Minute am gegnerischen Tor an. In der 35. Minute scheiterte Diarra nach einem schnellen Gegenangriff noch an Stojanovic, eine Minute später fiel jedoch die Führung: Diarra brachte eine Maßflanke beziehungsweise einen präzisen Ball zur Mitte, wo Antonio Verinac den Ball per Kopf via Innenstange zur 1:0-Führung (36. Minute) im Tor unterbrachte. In der 44. Minute jubelte Altach über das vermeintliche 1:1 durch Ousmane Diawara, allerdings war Assistgeber Patrick Greil im Abseits gestanden, womit die Abseitsregel den Rheindörflern einen Strich durch die Rechnung machte.

Austria Lustenau schlägt Altach 2:0 im Derby und stürzt den Rivalen in Krise
Photo: LAOLA1

Kurz vor dem Pausenpfiff schlugen die Hausherren praktisch im Gegenzug erneut zu und stellten auf 2:0: Verinac konnte sich im Sechzehner ungestört den Ball zurechtlegen und auf Dominik Weixelbraun ablegen, der mit einem Flachschuss ins lange Eck erfolgreich war (45.+1).

Abseitspech und vergebene Chancen besiegeln Altacher Niederlage

Weixelbraun und Diarra vergeben weitere Chancen

Weixelbraun sorgte auch für das erste Highlight der zweiten Hälfte, als sein Schuss wenige Sekunden nach Wiederanpfiff (46. Minute) nur knapp am Tor vorbeiflog. Danach hatte Altach zwar mehr Ballbesitz, aber Lustenau vorerst die gefährlicheren Aktionen. Seydou Diarra verpasste das 3:0 in der 57. beziehungsweise 58. Minute nur knapp, und auch im zweiten Durchgang versäumten es die Lustenauer, den Deckel endgültig zuzumachen.

PRESSEKONFERENZ:Derby AUSTRIA LUSTENAU vs SCR Altach

Die Gäste aus Altach versuchten im zweiten Durchgang zu antworten, blieben im Abschluss jedoch glücklos. Im Laufe der Partie standen weitere Offensivaktionen der Gäste unter dem Verdacht der Abseitsstellung. Die auf dem Platz stehenden Formationen lauteten im Detail: Lustenau angetreten mit Schierl; Anilson (ab der 30. Minute durch Gmeiner ersetzt), Voisine (ab der 80. Minute durch Maak ersetzt), Pertlwieser, Soares (ab der 80. Minute durch Jastremski ersetzt); Afrifa (ab der 80. Minute durch Ibertsberger ersetzt), Kacuri, Delaye; Weixelbraun, Verinac (ab der 64. Minute durch Benjamin ersetzt), Diarra. Auf Seiten des SCR Altach spielten Stojanovic; Milojevic, Zech, Jäger (ab der 66. Minute durch Hrstic ersetzt); Niehoff (ab der 76. Minute durch Naschberger ersetzt), Demaku (ab der 46. Minute durch Elongo-Yombo ersetzt), Bähre, Böckle; Massombo, Diawara, Greil. Gelbe Karten in dieser hart umkämpften Begegnung sahen Anilson, Afrifa, Delaye und Diarra aufseiten von Lustenau sowie Torhüter Stojanovic für Altach.

🇦🇹 Austria Lustenau – SCRA Rheindorf Altach: Austrian Bundesliga LIVE score and stats
Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.