Saudi-Arabien hat nach einer Eskalation der Kämpfe mit jemenitischen Rebellen erstmals Notfallalarme im ganzen Land ausgelöst, darunter auch in der Hauptstadt Riad. Gleichzeitig verhandeln internationale Akteure über mögliche Wege zur Beendigung des Konflikts, während die Gewalt im Gazastreifen und im Libanon unvermindert weitergeht.
Luftalarm in Riad und Mekka nach Angriffen im Jemen
Saudi-Arabien wurde von einer Welle von Notfallalarmen getroffen. In der Hauptstadt Riad war nach den Warnmeldungen mindestens eine Explosion zu vernehmen; Anwohner in Flughafennähe beobachteten eine Raufsäule. Verletzte oder Schäden wurden nach offiziellen Angaben zunächst nicht gemeldet.
Bereits kurz zuvor hatte das Land nach Angaben von al-monitor.com das Notwarnsystem in der heiligen Stadt Mekka aktiviert, als die National Early Warning Platform for Emergencies laut der Saudi Civil Defense eine Warnung vor einer potential danger
aussprach. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, geschlossene Räume aufzusuchen und offene sowie überfüllte Plätze zu meiden. Ähnliche Vorkehrungen traf das Land für die Gouvernements Dschidda und Taif, nachdem die von Iran unterstützten Huthi-Reben im Jemen ihre Angriffe auf das Nachbarland verstärkt hatten. Nach Angaben von Col. Turki al-Maliki, dem Sprecher der von Saudi-Führten Militärkoalition, wurden bei einer Serie von Drohnen- und Raketenangriffen auf die saudi-arabischen Städte Khamis Mushayt, Abha und Taif mindestens 13 Zivilisten verletzt.
Iranische Bedingungen und diplomatische Signale
Mitten in dieser militärischen Zuspitzung hat der Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Rezaei, in einem Interview mit Al Jazeera erklärt, dass Teheran seine Bedingungen für die Beendigung des Krieges über den Vermittler Katar an die Regierung von US-Präsident Donald Trump übermittelt habe. Der Iran warte nun auf eine Reaktion, so Rezaei. Zu den genannten Forderungen gehören demnach ein umfassender Stopp der Kampfhandlungen an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie die Aufhebung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen. Darüber hinaus wurde in Teheran laut Iran’s state TV ein Mann namens Hossein Pedram hingerichtet, nachdem er der Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad schuldig gesprochen worden war.

Parallel dazu führte der pakistanische Außenminister Ishaq Dar nach Angaben der Berichterstattung Telefonate mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi. Dabei ging es vor allem um die Sicherheit der Handelsschifffahrt und eine unterbrechungsfreie Energieversorgung, um negative Folgen für Entwicklungsländer und globale Lieferketten zu verhindern.
Lage im Gazastreifen und im Südlibanon
Unterdessen fordert die Gewalt in Gaza und im Libanon weitere Opfer. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza und von Verantwortlichen des Shifa-Hospitals töteten israelische Angriffe mehrere Menschen, darunter einen Mann in Gaza-Stadt sowie den Sohn des Generaldirektors des Gesundheitsministeriums, der im Flüchtlingslager Dschabaliya getötet wurde, als er dort umherging. Ein weiterer israelischer Luftangriff auf ein ziviles Fahrzeug in Gaza-Stadt tötete laut dem geschäftsführenden Direktor Rami Mhanna einen Menschen, dessen Körper completely charred
war, und verletzte mindestens vier weitere. Die israelischen Streitkräfte erklärten dazu, es seien gezielt militärische Operateure beziehungsweise ein Hamas-militärischer Operateur ins Visier genommen worden.
Im Südlibanon setzte das israelische Militär Angriffe auf Ziele der Hisbollah fort. Vorausgegangen war ein Zwischenfall, bei dem zwei Soldaten verletzt wurden, als ihr Fahrzeug über einen Sprengsatz fuhr. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete zudem Luftangriffe auf die Stadt Nabatiyeh al-Fawqa.
Öltransporte durch die Straße von Hormus
An der maritimen Front meldete das US-Zentralkommando Fortschritte bei der Sicherung von Seewegen. Der Befehlshaber der US-Streitkräfte in der Region, Adm. Brad Cooper, gab an, dass in den vergangenen zwei Monaten die Durchfahrt von einer Milliarde Barrel Öl durch die Straße von Hormus unterstützt worden sei. Gleichzeitig behauptete er, dass der Iran durch die Blockade exported zero barrels
verzeichnen müsse. Während Adm. Cooper anführte, dass die Hauptschifffahrtswege von Minen geräumt wurden und das transitable Volumen den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht habe, weisen unabhängige Beobachter jedoch darauf hin, dass der kommerzielle Schiffsverkehr weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau liegt und der Iran weiterhin Schiffe angreift.
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