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Stechelberg: Unbekannte spannen Nylonfäden über Landezonen im Lauterbrunnental

Extremsportler entdeckten im September 2026 in Stechelberg im Lauterbrunnental wiederholt unsichtbare, quer über offizielle Landezonen gespannte Nylonfäden. Die tückischen Fallen gefährden Gleitschirmpiloten, Basejumper und Speedflyer bei Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. Die Kantonspolizei Bern ermittelt, während Verbände vor lebensgefährlichen Anschlägen auf Luftsportler warnen.

Im Berner Oberland sorgt eine Serie von manipulierten Landezonen für heftiges Unbehagen in der Luftsport-Szene. Im September 2026 machten Sportler in Stechelberg im Lauterbrunnental eine beunruhigende Entdeckung: Unbekannte hatten mehrfach dünne, durchsichtige Nylonfäden quer über stark frequentierte Landeplätze gespannt. Die Vorfälle gefährden direkt die körperliche Unversehrtheit von Gleitschirmpiloten, Basejumpern und Speedflyern, die in der Region landen.

Gleitschirmpilot filmt gefährliche Nylonfalle in Stechelberg

Der erste Vorfall ereignete sich an einem Freitagmorgen. Nach dem Aufsetzen bemerkte er, dass sich die Steuerleinen seines Gleitschirms verheddert hatten. Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass ein fast unsichtbarer Nylonfaden straff über das Gelände gezogen war.

Der Faden war professionell verankert: Eine Seite war an der Halterung eines Windsacks befestigt, während das andere Ende an einem gegenüberliegenden Busch festgebunden wurde. Wetzel zückte in letzter Sekunde ein Messer, schnitten den Faden durch und befreite sich aus der lebensgefährlichen Situation. Den gesamten Vorfall hielt er mit seiner Helmkamera fest und veröffentlichte das Video auf Instagram.

Achtung! Ich habe Glück gehabt – seid vorsichtig, wenn ihr in Stechelberg/Lauterbrunnen landet, es könnte Nylonfallen für landende Piloten haben.

Janne William Wetzel, Extremsportler

In seinem Statement zeigte sich der Sportler fassungslos und erklärte, er wisse nicht, ob es sich um einen schlechten Scherz handle oder ob jemand gezielt Menschen schwer verletzen wolle. Der Pilot warnte die Community vor weiteren Fallen im Tal.

Erneuter Fund in der Landezone und scharfe Warnung der Swiss Base Association

Nur wenige Tage später spitzte sich die Lage weiter zu. An einem Donnerstag wurde in Stechelberg erneut ein gespannter Nylonfaden entdeckt. Die betroffene Landezone dient sowohl Gleitschirmpiloten als auch Basejumpern und Speedflyern als fixer Anlaufpunkt.

Stechelberg: Unbekannte spannen Nylonfäden über Landezonen im Lauterbrunnental
Photo: Berner Zeitung

Die Vorfälle rufen grosse Sorge hervor, da die Geschwindigkeiten beim Landeanflug enorm hoch sind. Ein befragter Speedflyer erklärte, dass er die Region um Stechterlberg mittlerweile meide. Bei Landegeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h könne ihm ein solcher Nylonfaden sehr gefährlich werden.

Auf die erneuten Funde reagierten auch die Verbände unmittelbar. Die Swiss Base Association (SBA) warnte auf Instagram eindringlich vor den ausgelegten Drähten und betonte, dass das Spannen solcher Fallen keineswegs ein harmloser Streich sei, sondern direkt Menschenleben gefährde.

Kantonspolizei Bern leitet Ermittlungen ein

Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Kantonspolizei Bern bestätigte auf Anfrage, dass am Freitagmorgen um 8 Uhr eine entsprechende Meldung über den ersten gespannten Nylonfaden eingegangen war und sofort Einsatzkräfte nach Stechelberg ausrückte.

Stechelberg: Unbekannte spannen Nylonfäden über Landezonen im Lauterbrunnental
Photo: Berner Zeitung

Bei den bisherigen Einsätzen wurde glücklicherweise niemand verletzt. Bislang gibt es jedoch keine heissen Spuren zu den Tätern. Wer die Fäden gespannt hat und welche Motive hinter den Aktionen stecken, bleibt völlig unklar. Die Polizei setzt ihre Untersuchungen fort, während die Luftsportler in der Jungfrauregion angehalten sind, die Landeplätze vor jedem Anflug sorgfältig zu kontrollieren.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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