Borussia Mönchengladbach hat sich nach drei Niederlagen von Trainer Eugen Polanski getrennt, wie unter anderem von welt.de und in Berichten von Deichstube geschildert wird. Nach dem dritten Spieltag der Saison weisen die Gladbacher keinen einzigen Punkt und ein Torverhältnis von 3:12 auf. Sportgeschäftsführer Rouven Schröder erklärte zu der Entscheidung, dass es der Mannschaft trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze nicht gelungen sei, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, und die zuletzt gezeigten Leistungen zu diesem Schritt geführt hätten.
Borussia Mönchengladbach entlässt Eugen Polanski nach Fehlstart
Die Entlassung erinnert an das Vorgehen im Vorjahr. Am 15. September 2025 hatte der damalige Sportgeschäftsführer Roland Virkus das Ende der Tätigkeit von Gerardo Seoane verkündet, nachdem nach drei Spieltagen in der Saison 2025/26 lediglich ein Punkt geholt worden war und Virkus angemerkt hatte, dass der Glaube an einen Umschwung verschwunden sei. Nun ist am Niederrhein bereits der siebte Trainer in den vergangenen zehn Jahren gescheitert.
Hintergründe, Parallelen und sportliche Probleme
Der Trainerwechsel ist in Mönchengladbach zur Routine geworden, um ein Ventil für die Unzufriedenheit der Fans zu öffnen, die von einer Rückkehr in den Europapokal träumen. Die Borussia stand 2021 noch im Achtelfinale der Champions League, hat jedoch seit mittlerweile sechs Spielzeiten keine Bundesligasaison mehr auf einem einstelligen Tabellenplatz beendet. Laut den Analysen gestaltet sich die Problembewältigung schwierig, da frühzeitig eine hohe Zahl an Verletzungen zu verzeichnen war: Mit Yukhym Konoplya, Daiki Hashioka und Enzo Leopold fallen gleich drei Zugänge aus. Zudem wirken Rückkehrer Ko Itakura, der von Ajax Amsterdam zurückgeholt wurde, überfordert, und dem vom Karlsruher SC gekommenen Linksverteidiger David Herold fehlt die Bindung, während im zentralen Mittelfeld ein Vakuum herrscht.
Finanzielle Rahmenbedingungen und die Einnahmensituation
Ein entscheidendes und seit Jahren anhaltendes Problem des Traditionsklubs sind die zu geringen Einnahmen. Im Geschäftsjahr 2025 wurden zwar 184,8 Millionen Euro umgesetzt, was fünf Millionen Euro mehr als im Vorjahr sind, und auch die Zuschauereinnahmen sowie das Sponsoring wuchsen. Die entscheidende Währung der TV-Einnahmen schrumpft jedoch, und unterm Strich stand ein Fehlbetrag von 3,8 Millionen Euro, wodurch das Geld für große Investitionen fehlt. Die Borussia leidet weiterhin unter den Folgen der teuren Mannschaft, die Max Eberl Ende der Zehnerjahre mit Blick auf eine regelmäßige Europapokal-Teilnahme zusammengestellt hatte.

Gerüchte um Horst Steffen als möglicher Nachfolger
Bei der Suche nach einem neuen Trainer kursiert auch der Name Horst Steffen, der eine Vergangenheit als Profi und Nachwuchscoach in Mönchengladbach hat und noch immer beim SV Werder Bremen unter Vertrag steht, wie Deichstube und Berichte bei SKY aufgreifen. Nach Informationen von Deichstube hat sich jedoch bisher niemand aus Mönchengladbach oder von einem anderen Verein bei Werder Bremen gemeldet. Durch das laufende Arbeitsverhältnis mit dem 57-Jährigen wäre eine Ablösesumme fällig, wobei Werder dem Ex-Trainer einen Neuanfang dem Vernehmen nach nicht allzu schwer machen würde.

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