In neu veröffentlichten Auszügen aus seinem kommenden Buch Swan Song: Diana, My Sister erhebt Earl Charles Spencer schwere Vorwürfe gegen König Charles III. Laut den Vorabveröffentlichungen, die unter anderem von der britischen Tageszeitung Daily Mail abgedruckt wurden, soll der heutige König am Tag nach dem tödlichen Autounfall von Prinzessin Diana im Jahr 1997 am Telefon „giddily elated – like a lottery winner“ gewirkt haben. Spencer beschreibt das Telefonat als merkwürdig sachlich, während andere Anrufer fassungslos und tief bestürzt gewesen seien. Der Bruder der verstorbenen Prinzessin vermutet in dem Buch, dass Charles damals vor allem daran gedacht habe, nun frei für eine Heirat mit der heutigen Königin Camilla sein zu können, anstatt den Verlust zu betrauern, wie die Nachrichtenagentur ABC News berichtet. Das Buch soll in der kommenden Woche erscheinen.”
Umstrittene Memoiren von Earl Spencer
Reaktionen aus dem Buckingham-Palast und von Wegbegleitern
Der Buckingham-Palast reagierte auf die Veröffentlichungen mit einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme. In dem Statement heißt es, dass sich His Majesty bewusst sei, dass der Schmerz der brüderlichen Trauer die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und Erinnerungen auf eine Weise färben könne, die andere selbst nach so vielen Jahren nicht nachvollziehen könnten, wie Sky News meldet. Zuvor hatte Spencer bereits behauptet, Charles habe kurz nach dem Unfall geäußert, man werde Diana schon bald vergessen. Diesen Vorwurf sowie die aktuellen Behauptungen wiesen Vertraute des Königshauses entschieden zurück. Dickie Arbiter, der einstige Pressesprecher der späten Königin, bezeichnete die Schilderungen als „Hogwash und betonte laut der BBC, dass ein solches Verhalten überhaupt nicht zum Charakter von Charles passe, der damals am Boden zerstört gewesen sei.
Weitere Enthüllungen über die Ehe von Diana und Charles
Neben dem Telefonat enthält das Buch zahlreiche weitere Details über die schwierige Ehe und das Leben von Prinzessin Diana. So schreibt Spencer, dass Charles seiner Verlobten am Vorabend ihrer Hochzeit im Juli 1981 gestanden habe, er sei zwar sehr glücklich sie zu heiraten, aber nicht in sie verliebt zu sein. Diana habe zuvor versucht, die Verlobung nach dem Fund eines Armbands für Camilla zu lösen, ihr Vater habe dies jedoch als unmöglich bezeichnet. Zudem äußert der Earl die Ansicht, dass beiläufige Bemerkungen von Charles über Dianas Gewicht zu deren Essstörung beigetragen haben könnten. Spencer schreibt außerdem, Diana habe an ADHS und einer Form von emotionaler Schmerzempfindlichkeit bei Zurückweisung gelitten und in ihren späteren Jahren mehr Klippen aufgesucht, um ihr Leben zu beenden, wobei sie letztlich allein die Liebe zu ihren Söhnen von diesem Schritt abgehalten habe, so schildert es International Business Times.

Öffentliche Auftritte der Königsfamilie
Die anhaltende Kontroverse überschattete eine Reihe offizieller Termine der britischen Königsfamilie. Während König Charles unter anderem an einem KI-Gipfel teilnahm und vor technologischen Risiken warnte, ging Prinz Harry bei den Invictus Spirit Awards in London an die Öffentlichkeit. Es handelte sich dabei um den ersten öffentlichen Auftritt des Herzogs von Sussex in Großbritannien, seit er aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt war. Harrys Repräsentanten lehnten es ab, sich zu den Vorwürfen ihres Onkels Charles Spencer zu äußern.