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Canon präsentiert EOS R8 Mark II mit Bildstabilisierung

Canon hat die EOS R8 Mark II als leichte spiegellose Vollformatkamera mit integrierter Fünf-Achsen-Bildstabilisierung und einem kantigen Design im Stil historischer Modelle vorgestellt. Das für den späten Oktober angekündigte Gehäuse kostet 1.899 US-Dollar und bringt zahlreiche neue Funktionen für Einsteiger sowie Content-Produzenten mit.

Der japanische Kamerahersteller Canon erweitert sein Portfolio um die neue EOS R8 Mark II. Während das Originalgerät im Jahr 2023 ohne integrierte Sensor-Stabilisierung auf den Markt kam, korrigiert die zweite Generation diesen Umstand und zielt auf Foto- und Video-Einsteiger ab.

Preise, Marktstart und technischer Vergleich der Canon EOS R8 Mark II

Die Canon EOS R8 Mark II kommt im späten Oktober in den Handel. Das Gehäuse allein wird für 1.899 US-Dollar angeboten, während ein Bundle mit dem stabilisierten Objektiv Canon 24-50mm für 2.099 US-Dollar zu haben sein wird. Damit positioniert sich das Gerät preislich über dem Vorgänger, der bei 1.499 US-Dollar startete, bleibt jedoch günstiger als das im Vorjahr vorgestellte Modell EOS R6 Mark III, das mit 2.799 US-Dollar zu Buche schlägt.

Durch die integrierte Fünf-Achsen-Bildstabilisierung, die bis zu 7.5 Blendenstufen an Verwacklungsschutz bietet, steigt das Gewicht der Kamera im Vergleich zur Ur-R8 leicht auf etwa 1,2 Pfund. Im Inneren arbeitet derselbe 24,2-Megapixel-Vollformat-CMOS-Sensor wie in der R6 Mark II, während die R6 Mark III mittlerweile einen Sensor mit 32,5 Megapixeln erhalten hat.

KameramodellEinführungspreis (Gehäuse)SensorauflösungBesonderheiten
Canon EOS R81.499 US-Dollar24,2 MegapixelKompakt, ohne interne Stabilisierung
Canon EOS R8 Mark II1.899 US-Dollar24,2 MegapixelFünf-Achsen-Stabilisierung, 40 fps, elektronischer Shutter
Canon EOS R6 Mark III2.799 US-Dollar32,5 MegapixelHöherpreisiges Schwestermodell

Praxiseindrücke, Handling und Gehäusedesign im Retro-Look

Erste Praxistests des Portals Heise zeigen, dass die Kamera mit über 60 neuen Funktionen vollgepackt ist. Äußerlich bricht Canon mit den runden Formen des Vorgängers und orientiert sich an historischen Vorbildern aus den 1980er-Jahren wie der EOS 650, der EOS 620 sowie der T80. Das klare, kantige Gehäuse verfügt an der linken Seite über eine abgeschrägte Ecke, die jedoch nur in Kombination mit einem separat erhältlichen Erweiterungshandgriff voll zur Geltung kommt.

Dieser Erweiterungsgriff soll vor allem Anwendern mit großen Händen zu mehr Halt verhelfen. Canon bietet zudem ein passendes Zubehörteil für 99.99 US-Dollar an, das den Griff verlängert und die Handhabung bei der Nutzung größerer, schwererer Objektive erleichtert. Im Praxistest zeigte sich nämlich, dass lichtstarke Festbrennweiten wie das RF50mm F1.2 L USM aufgrund ihres hohen Glasgewichts dazu führen, dass die Kamera stark nach vorn kippt, weshalb Fotografen hierbei eher das Objektiv stützen müssen. Leichtere Zoomobjektive wie das RF15-30mm F4.5-6.3 IS STM harmonieren dagegen handlicher mit dem kompakten Gehäuse.

Autofokus, Videoleistung und die neue 3D-Software

In punkto Autofokus nutzt die Kamera das bewährte System Dual Pixel CMOS AF II, das laut Hersteller über more tenacious tracking verfügt. Tester beobachteten bei Freestyle-Künstlern und Sportaufnahmen, dass Gesichter auch bei schnellen Drehungen oder verdecken Bällen sicher im Fokus gehalten wurden. Die maximale Serienbildgeschwindigkeit erreicht bis zu 40 Bilder pro Sekunde; allerdings stellten Tester fest, dass dafür eine entsprechend schnelle Speicherkarte erforderlich ist, da die bereitgestellte SD-Karte bei voller Leistung an ihre Grenzen stieß.

Canon präsentiert EOS R8 Mark II mit Bildstabilisierung
Photo: Heise

Für Videografen bietet die Kamera Aufnahmen in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde, während bei einer Reduzierung der Auflösung auf 1080p Bildraten von bis zu 180 Bildern pro Sekunde möglich sind. Der einzelne SD-Karten-Slot wurde an die Gehäuseseite verlegt, damit er auch bei der Verwendung eines Stativs zugänglich bleibt.

Zusätzlich zur Kamera veröffentlicht Canon im Oktober eine kostenlose Windows-Anwendung namens Dual Pixel 3D Converter. Das Programm nutzt die Zusatzdaten des Autofokus-Systems, um aus herkömmlichen zweidimensionalen Aufnahmen dreidimensionale Bilder, freigestellte 3D-Modelle oder kurze Animationsvideos zu erzeugen.

Canon EOS R8 Mark II im Test: Erste Eindrücke
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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