Die Horror-Comedyserie Widow’s Bay
hat bei den 78. Emmy Awards in Los Angeles einen historischen Rekord aufgestellt. Sie holte bei der Verleihung 14 Auszeichnungen für eine einzige Staffel und wurde überraschend als beste Comedy-Serie prämiert. Gleichzeitig triumphierte die Krankenhausserie The Pitt
als beste Drama-Serie des Jahres.
In der US-Metropole Los Angeles sind zum 78. Mal die Emmys für die besten Fernsehproduktionen des Jahres verliehen worden. Im Zentrum der diesjährigen Verleihung im Peacock Theater stand eine fiktive Insel an der US-Ostküste und ein neuer Branchenrekord, wie die Berichterstattung vor Ort zeigt. Die bei Apple TV+ laufende Produktion Widow’s Bay
übertraf alle Erwartungen und deklassierte die etablierte Konkurrenz. Die Emmy-Awards zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen für Leistungen im TV- und Streamingbereich.
Ein Rekordsieg für «Widow’s Bay» und Matthew Rhys
Mit insgesamt 14 Trophäen für eine einzige Staffel stellte die Serie einen neuen Rekord bei den Comedy-Serien auf. Sie gewinnt mehr Preise, als je eine Serie in der Comedy-Kategorie der Emmys jemals zuvor. Die Produktion, die von abergläubischen Bewohnern auf einer abgelegenen Insel in Neuengland und einem exzentrischen Bürgermeister handelt, ging mit 19 Nominierungen ins Rennen. Einige Bewohner der Insel glauben, dass die Insel mit einem Fluch belegt ist, während der Bürgermeister das Image seiner heruntergekommenen Heimat aufbessern will.
Dabei ließ sie namhafte Konkurrenten wie Abbott Elementary
, The Bear: King of the Kitchen
, Hacks
und Only Murders in the Building
hinter sich. Zu den prominenten Preisträgern des Abends zählte Schauspieler Matthew Rhys, der gleich zwei Emmys abräumte: einen als bester Hauptdarsteller in Widow’s Bay
und einen weiteren in der Kategorie Miniserie, Anthologie-Serie oder Fernsehfilm für The Beast In Me
. Drehbuchautorin Katie Dippold räumte mit ihrer Horror-Comedy-Serie ebenfalls bei den Emmy Awards ab. Zudem nahm Kate O’Flynn im Peacock Theater in Los Angeles bei der 78. Emmy-Verleihung den Preis als beste Nebendarstellerin für Widow’s Bay
entgegen.
Das Ende von «Hacks» und der erneute Triumph von «The Pitt»
Der Rekordsieger stahl der letzten Staffel der HBO-Max-Komödie Hacks
die Show, die mit 24 Nominierungen als haushoher Favorit gestartet war. Die Comedy-Drama-Serie bescherte Jean Smart dennoch ihren fünften Emmy in Folge als beste Hauptdarstellerin. Es ist der achte Emmy ihrer Karriere. Sie spielt in der Serie einen alternden Stand-up-Stand, der gezwungen ist, mit einer jungen Drehbuchautorin zusammenzuarbeiten, um seine Karriere wieder anzukurbeln.
In der Drama-Kategorie gab es hingegen keine Überraschung an der Spitze. Die Krankenhausserie The Pitt
, die in der Notaufnahme einer Klinik in Pittsburgh spielt, verteidigte ihren Titel als beste Drama-Serie des Jahres erfolgreich nach dem Vorjahr. Bereits im letzten Jahr gewann die Serie, welche dieses Jahr 25 Nominationen hatte, den Hauptpreis in der Drama-Kategorie. Hauptdarsteller Noah Wyle wurde für seine Rolle als Arzt zum zweiten Mal in Folge als bester Darsteller geehrt. Die Dominanz von The Pitt
hinderte ihre Konkurrenzserie Pluribus
jedoch nicht daran, zu glänzen. Die neue Serie des Breaking Bad
-Schöpfers Vince Gilligan wurde insbesondere für ihr dystopisches Drehbuch ausgezeichnet.
Sieben Trophäen für «DTF St. Louis»
Einen großen Erfolg verbuchte auch die Miniserie DTF St. Louis
, die eine in die Krise geratene Dreiecksbeziehung schildert. Die Produktion räumte sieben Trophäen ab, darunter den Hauptpreis für die beste Miniserie, dank ihrer Schilderung eines Liebesdreiecks, das schiefgeht. Die Serie dominiert diese Kategorie mit sieben Auszeichnungen, darunter zwei für die Nebendarsteller David Harbour und Linda Cardellini.
