September 2026, in der strategisch wichtigen Straße von Hormus explodiert und in Brand geraten. Die iranischen Revolutionsgarden beanspruchen die Kontrolle über die Meerenge und machen Seeminen für den Vorfall verantwortlich, während das US-Militär der Darstellung widerspricht und von einem früheren Raketentreffer sowie einem Drohnenangriff spricht.
Die Sicherheitslage an einer der weltweit wichtigsten Energie-Handelsrouten hat sich am Montag drastisch verschärft. Berichten zufolge ist der unter panakischer Flagge fahrende Öltanker EL GAIA nach einer Explosion auf dem Wasser in Flammen aufgegangen. Während die Schifffahrtswege durch den Konflikt bereits seit längerer Zeit stark beeinträchtigt sind, wirft der aktuelle Vorfall in der Straße von Hormus neue Fragen über die Kontrolle und maritime Sicherheit in der Region auf.
Die Darstellung der Revolutionsgarden und die Seeschifffahrt
Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete am Montag unter Berufung auf die iranische Revolutionsgarde (IRGC), der Tanker sei mit Minen kollidiert. Das Schiff sei auf einer vom Iran als illegal eingestuften und im Süden der Meerenge verlaufenden Route unterwegs gewesen. Das staatliche Medium Irib berichtete ebenfalls über den Vorfall, der die Besatzung zum Verlassen des Schiffes zwang.
Die Marine der Revolutionsgarden erklärte, sie habe zuvor mehrfach vor dem Befahren der südlichen Passage gewarnt, die mit Seeminen versehen wurde. Als sicher wird von iranischer Seite lediglich eine nördliche Route entlang der eigenen Küste deklariert, für deren Durchfahrt Gebühren verlangt werden.
Der Widerspruch des US-Militärs
Die Schilderung Teherans wird vom US-Militär entschieden zurückgewiesen. Am Wochenende soll der Tanker vor der Küste des Omans zudem erneut von einer Drohne attackiert worden sein. Derzeit werde das manövrierunfähige Schiff von einem regionalen Partner abgeschleppt.

September vor dem Ankern im Hafen von Sohar in Oman registriert. Die Beobachtungen des US-Militärs stehen damit in direktem Kontrast zu der offiziellen Darstellung aus Teheran.
Auswirkungen auf diplomatische Bemühungen im Oman
Die Zuspitzung der Lage hat unmittelbare Folgen für die Diplomatie im Nahen Osten. Für Montag war in Oman ein Treffen von Außenministern der Golfstaaten und Vertretern Irans geplant, bei dem über einen Rahmen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus für den regulären Tankerverkehr beraten werden sollte.

Regionale Reaktionen und Gespräche der Golfstaaten
Parallel zu den Vorfällen in der Meerenge haben hochrangige Minister der Golfstaaten intensive Konsultationen geführt. Der katarische Premierminister und Außenminister Mohammed Al Thani hielt Telefonate mit dem saudi-arabischen Außenminister Faisal bin Farhan ab, der seinerseits mit dem VAE-Außenminister Abdullah bin Zayed sprach.
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