Apple hat einen neuen Chef: John Ternus hat den Posten am 1. September von Tim Cook übernommen und präsentierte am 9. September erstmals die neuen Produkte. Während Beobachter seinen ruhigen, detailorientierten Stil und Parallelen zu Steve Jobs hervorhoben, wirkte der Auftritt laut Medienberichten auf der Bühne zunächst ungewohnt blass.
Mit der Ernennung von John Ternus zum Chief Executive Officer setzt der Technologiekonzern auf interne Kontinuität und Ingenieurskunst. Der 51-jährige Kalifornier arbeitet bereits seit 25 Jahren für Apple und leitete zuletzt als Senior Vice President den Bereich der Hardware-Entwicklung. Er folgt auf Tim Cook, der nach 15 Jahren an der Konzernspitze in die neue Rolle des Executive Chair wechselt.
Der erste grosse Auftritt als Apple-Chef
Seinen mit Spannung erwarteten Einstand auf der grossen Bühne absolvierte Ternus im Steve Jobs Theater in Cupertino. Unter dem Unternehmensmotto Surprise and Shine
führte er durch das Herbst-Event, bei dem unter anderem das neue iPhone Duo und das iPhone 18 Pro im Mittelpunkt standen. Mehrere Medien beschrieben seinen Auftritt als ruhig und kontrolliert, wenn auch manchen Insidern ein gewisser Kontrast zum gewohnten charisma-getriebenen Entertainment aufgefallen ist. Die Neue Zürcher Zeitung merkte dazu an, dass sein Auftritt zwar bieder und distanziert wirkte, er als langjähriger Hardware-Chef jedoch für Kontinuität stehe.

Inhaltlich nutzte Ternus die Bühne, um die strategische Ausrichtung des Unternehmens im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu definieren. Dabei bezeichnete er das Smartphone sinngemäß als intelligent personal hub
– also als persönlichen, intelligenten Mittelpunkt, der seinen Besitzer kennt, ständig verfügbar ist und KI sowohl lokal als auch über Cloud-Systeme einsetzen kann. Ergänzend betonte das Unternehmen den Schutz der Privatsphäre, indem Berechnungen nach Möglichkeit direkt auf dem Gerät ausgeführt und für komplexere Aufgaben Private Cloud Compute genutzt werden soll.
Parallelen zur Ära von Steve Jobs
Beobachter wie das Magazin Barron’s sahen in der Inszenierung des Events deutliche Anleihen bei dem Mitgründer Steve Jobs. Während Tim Cook vor allem als hervorragender Organisator des operativen Geschäfts galt, bringt Ternus als erster Chef seit drei Jahrzehnten einen reinen Hardware-Hintergrund an die Spitze.
Intern geniesst der neue CEO den Ruf eines nahbaren Teamplayers.
Führungsumbau und finanzielle Rahmenbedingungen
Mit dem Amtsantritt wurden auch organisatorische Weichen gestellt. Johny Srouji übernimmt als Chief Hardware Officer die Leitung der Hardware-Engineering-Organisation, während Laura Legros ins Unternehmen zurückkehrt und das Produktdesign-Team neu strukturiert wurde. Parallel dazu gab das Unternehmen Einblicke in die Vergütung des neuen Vorstandschefs.

Da ich nahezu meine gesamte Karriere bei Apple verbracht habe, hatte ich das Glück, unter Steve Jobs gearbeitet und Tim Cook als Mentor gehabt zu haben.
John Ternus, CEO von Apple, via 20min.ch
Ob es ihm gelingt, den technologischen Vorsprung zu halten und die KI-Strategie nachhaltig zu schärfen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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