Am zweiten Spieltag der College-Football-Saison 2026 sorgten spektakuläre Favoritenstürze für Schlagzeilen. Während die Texas Longhorns gegen die Ohio State Buckeyes gewannen und Oklahoma State die Oregon Ducks besiegte, geriet vor allem die Big Ten Conference massiv in die Kritik. Die SEC dominierte den direkten Vergleich.
Arch Manning und Texas schlagen Ohio State nach Aufholjagd
Der größte sportliche Erfolg der jüngeren Ära von Steve Sarkisian in Austin ereignete sich im Topspiel des zweiten Spieltags gegen die topgesetzten Ohio State Buckeyes. Die viertplatzierten Longhorns lagen zu Beginn des vierten Viertels bereits mit 23:3 hinten, drehten die Partie jedoch durch eine fulminante Aufholjagd und siegten mit 24:23. Maßgeblich dafür verantwortlich war Quarterback Arch Manning, der die Offense in der Schlussphase zu drei ausgedehnten Drive-Serien mit Touchdowns führte. Den entscheidenden Raumgewinn an der Goalline besorgten zwei Hollywood Smothers touchdown runs, wie das Sportportal berichtet.
Für die Longhorns bedeutet dieser Ausgang nach dem Wechsel in die SEC im Jahr 2024 einen historischen Wendepunkt. Zuvor hatten sie gegen die großen Standardträger der Liga wie Ohio State und Georgia eine Bilanz von 0:5 aufgewiesen. Durch den späten Erfolg steigen die Texaner nun zum neuen Favoriten auf den nationalen Meistertitel auf.
Oklahoma State beendet Negativserie gegen Oregon
In Stillwater gelang den Oklahoma State Cowboys unterdessen einer der überraschendsten Siege des 21. Jahrhunderts. Das Team beendete eine Serie von 21 Niederlagen in Folge gegen FBS-Gegner und bezwang die an Nummer 6 platzierten Oregon Ducks mit 39:31. Hauptakteur des Abends war Quarterback Drew Mestemaker, der als ehemaliger Walk-on von North Texas eine herausragende Leistung zeigte.
Mestemaker verzeichnete laut der Auswertung von The Athletic 317 Yards durch Passspiel, zwei Touchdowns sowie 109 eigene Laufyards. Damit überzeugte er direkt vor den Augen von zahlreichen NFL-Scouts und General Managern. Auf der Gegenseite blieben die Ducks, die als deutliche Favoriten in die Begegnung gegangen waren, trotz einer Steigerung von Dante Moore im Offense-Bereich weit hinter ihren Erwartungen zurück.
Die Krise der Big Ten Conference und die Dominanz der SEC
Abseits der emotionalen Siege geriet vor allem eine traditionsreiche Conference in schwere Turbulenzen. Nick Saban hatte kurz vor dem Wochenende in einer Talkshow erklärt, dass die SEC über eine deutlich größere Leistungsdichte verfüge als die Big Ten, wo sich die Qualität auf wenige Spitzenteams konzentriere. Einen Tag später bestätigten die Ergebnisse diesen Eindruck auf dramatische Weise.

Neben den Niederlagen von Ohio State und Oregon enttäuschten weitere Teams der Big Ten. Minnesota unterlag Mississippi State, Illinois verlor gegen Duke, und Purdue zog gegen Wake Forest den kürzeren. Insgesamt beendete die Big Ten das Wochenende mit einer Bilanz von 2-5 gegen Gegner aus den Power-4-Conferences. Die SEC hingegen untermauerte ihre Vormachtstellung mit einer Bilanz von 8-2 in direkten Vergleichen.
Teure Quarterbacks bei Michigan und Oklahoma
Nicht jedes traditionsreiche Duell brachte sportliche Glanzlichter hervor. Die Michigan Wolverines bezwangen die Oklahoma Sooners zwar mit 17:10, hinterließen dabei jedoch ebenso viele Fragen wie ihr Gegner. Sowohl Bryces Underwood auf Seiten von Michigan als auch Oklahomas John Mateer stehen Medienberichten zufolge mit Millionenbeträgen in den Büchern, blieben statistisch jedoch hinter den Erwartungen zurück. Mateers Interception im vierten Viertel besiegelte schließlich die Niederlage der Sooners und lieferte den Wolverines die entscheidende Feldposition.

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