Am 14. Im ZDF-Morgenmagazin erklärt der Professor, dass die internationale Entwicklung immer näher an einen „KI-GAUheranrücke, während Anthropic-Chef Dario Amodei vor Bedrohungen für das gesamte Internet warnt.
Dennis-Kenji Kipker und die Warnung vor dem KI-GAU
Die Diskussion um die Sicherheit von Systemen der künstlichen Intelligenz hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Professor Dennis-Kenji Kipker vom Cyber Intelligence Institute hält die Warnungen führender Technologiekonzerne vor außer Kontrolle geratender künstlicher Intelligenz für grundsätzlich berechtigt. Zwar seien konkrete Zeitangaben empirisch nicht belegbar, sagte der Experte im ZDF-Morgenmagazin.
„Was man aber definitiv sagen kann, ist, dass wir einem KI-GAU immer näher kommen.“
Dennis-Kenji Kipker, Cyber Intelligence Institute (CII), via ariva.de
Das fragile Kartenhaus der digitalen Infrastruktur
Hintergrund der akuten Besorgnis sind Äußerungen aus der Tech-Branche vom Wochenende. So hatte Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, gewarnt, dass ein autonomer Schwarm binnen sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und Hunderte Milliarden Dollar Schaden anzurichten. OpenAI-Chef Sam Altman und Tech-Milliardär Elon Musk schlossen sich diesen Bedenken innerhalb weniger Stunden an.
Je mehr künstliche Intelligenz in sensible Bereiche integriert werde, desto größer steige das systemische Risiko.
„Wir bauen immer höher, immer schneller das KI-Kartenhaus.“
Dennis-Kenji Kipker, Cyber Intelligence Institute (CII), via ariva.de
Besonders gefährdet sind laut der Analyse kritische Sektoren wie die Energieversorgung, Logistik, Lieferketten, Finanzmarktinfrastrukturen sowie militärische Waffensysteme. Ein Ausfall entsprechender Steuerungselemente könne sofort Kaskadeneffekte für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung nach sich ziehen.
Cyberkriminalität und die Rolle der Europäischen Union
Neben industriellen Risiken nutzen Cyberkriminelle die Fähigkeiten moderner Software zunehmend für gezielte Angriffe auf staatliche Institutionen und Verwaltungen. Während die internationale Dynamik anhält, treibt China nach Berichten der APA einen ambitionierten Entwicklungsplan im Bereich Robotik und künstliche Intelligenz voran.

Mit Blick auf regulatorische Maßnahmen sieht Kipker die Europäische Union in einer gewandelten Position. Was von Kritikern lange Zeit belächelt worden sei, erweise sich im Nachhinhein als richtungsweisend. Als bedeutender Binnenmarkt und Großabnehmer digitaler Technologien könne die EU sogar Vorreiter geworden sein, um künftige Sicherheitsstandards weltweit maßgeblich mitzuprägen.
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