Ein Houthi-Projektil hat am 13. September 2026 im saudi-arabischen Jazan zwei Menschen verletzt und eine Moschee beschädigt.
Die Konfliktlage im Nahen Osten hat am Samstag eine neue, gewaltsame Dimension erreicht. Nach Angaben des saudi-arabischen Zivilschutzes wurden in der südlichen Region Jazan zwei Menschen verwundet, nachdem ein von den jemenitischen Huthi-Rebellen abgefeuertes Projektil eingeschlagen war. Neben Personenschäden meldeten die Behörden auch erhebliche Beschädigungen an einer Moschee, mehreren Gebäuden und Fahrzeugen im Gouvernement al-Tuwal.
Huthi-Angriffe auf Jazan und regionale Energieinfrastruktur
Die Rebellen bekannten sich zu der Attacke, gaben jedoch an, ein saudi-arabisches Militärlager in Sharurah in der südlichen Provinz Najran ins Visier genommen zu haben. Der saudi-arabische Zivilschutz erklärte dagegen, dass die Angriffe auf zivile Objekte einen flagranten Verstoß gegen das internationale humanitäre Völkerrecht darstellen. Bereits in den Tagen zuvor hatten Drohnen- und Raketenangriffe auf südliche Städte wie Abha, Khamis Mushait, Jazan und Najran Dutzende Verletzte gefordert.
Die aktuellen Gefechte sind Teil einer rapiden Eskalation, die im Juli nach dem Bruch eines vierjährigen Waffenstillstands einsetzte. Die Huthi-Bewegung hat die Kontrolle über die gesamte jemenitische Rotmeer-Küste übernommen und den strategischen Hafen Mocha eingenommen. Die Internationale Organisation für Migration sowie lokale Behörden registrierten seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe mehr als 500 Tote und zehntausende Vertreibungen.
Ölpreise steigen nach Blockade der Straße von Hormus und Sabotage an Pipelines
Die Kämpfe treffen die globale Energiewirtschaft hart. Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran und die von den Huthi verhängte maritime Blockade des Roten Meeres haben die Exporte Saudi-Arabiens massiv beschnitten.

Die Rohölpreise reagierten unmittelbar auf diese Entwicklung. Im Wochenverlauf kletterten die Notierungen zeitweise sogar über die Marke von 105 US-Dollar pro Barrel, was Sorgen vor steigenden Inflationsraten und höheren Staatsanleihenkosten verstärkte.
Das Königreich wird immer für den Frieden und diplomatische Lösungen eintreten. Allerdings wird es nicht zögern, sich zu verteidigen, seine Interessen zu schützen und Maßnahmen zu unterstützen, die die Interessen, die Sicherheit und die Stabilität des brüderlichen Jemen sichern. Prinz Faisal bin Farhan Al Saud, saudi-arabischer Außenminister, via Al-Monitor
Diplomatische Reaktionen und Pakistans schwierige Vermittlerrolle
Auf internationaler Ebene bemühen sich westliche und regionale Akteure um Schadensbegrenzung.

Unterdessen gerät Pakistan als bisheriger Vermittler zwischen Riad und Teheran zunehmend unter Druck. Islamabad ist sowohl Verteidigungspartner Saudi-Arabiens als auch ein wichtiger Gesprächspartner für den Iran. Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir führte Gespräche mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi, um Wege zur Wiederaufnahme diplomatischer Bemühungen zur Deeskalation an allen Fronten auszuloten. Pakistanische Regierungsvertreter betonten, dass derzeit kein militärisches Vorgehen gegen die Huthi-Angriffe zur Debatte stehe, da Islamabad darum bemühe, seine Beziehungen zu Teheran nicht zu gefährden.
Die Zukunft der Region bleibt ungewiss, nachdem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in diesem Monat eine Dringlichkeitssitzung abhielt und der UN-Sondergesandte Hans Grundberg vor einer neuen und gefährlicheren Phase des Krieges warnte.
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