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Welt

NAZA feiert Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig

Die Dokumentation NAZA unter der Regie von Yuval Abraham und Rachel Szor feierte am 10. September 2026 ihre Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Der einzige Dokumentarfilm im Hauptwettbewerb beleuchtet anhand von Berichten von 24 israelischen Geheimdienstmitarbeitern und Soldaten den militärischen Einsatz von KI-Systemen bei Luftangriffen im Gazastreifen.

Bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen von Venedig hat am 10. September 2026 ein Dokumentarfilm über den Gaza-Krieg für weltweites Aufsehen gesorgt wie The Guardian berichtete. Der Beitrag NAZA der israelischen Regisseure Yuval Abraham und Rachel Szor lief als einziger Dokumentarfilm im offiziellen Hauptwettbewerb um den Goldenen Löwen. NAZA, a film from the Oscar-winning Israeli directors Yuval Abraham and Rachel Szor, was shown at the Venice international film festival on Thursday as the only documentary competing for its prestigious Golden Lion award.

Anonymisierte Aussagen von 24 Geheimdienstinsidern in Tel Aviv

Für das Projekt wurden nach Angaben der Filmemacher über einen Zeitraum von drei Jahren 24 israelische Militärangehörige und Geheimdienstmitarbeiter auf Dächern in Tel Aviv interviewt. Twenty-four Israeli military insiders including intelligence officers and soldiers give insight into the war in Gaza and what they say is the systemic killing of Palestinian civilians in “NAZA,” a documentary that’s having its world premiere Thursday at the Venice Film Festival. The result of a nearly three-year investigation, the film is built on testimony from Israeli military and intelligence sources who spoke on the condition that their identities be concealed. Um die Identitäten der Beteiligten angesichts möglicher juristischer und persönlicher Risiken zu schützen, wurden ihre Gesichter und Stimmen digital verfremdet. Laut den Filmemachern sei der Film nachts auf den Dächern von Tel Aviv gedreht worden und ihre Stimmen und Gesichter seien digital verfremdet worden. Die Befragten sprechen in der 80-minütigen Dokumentation in einem nüchternen Tonfall über die Abläufe der Zielerfassung. The 80-minute film, NAZA, was directed by Israeli filmmakers Yuval Abraham and Rachel Szor, who won an Oscar in 2025 for No Other Land, a documentary on Israeli settler pogroms in the occupied West Bank, made with Palestinian co-directors Basel Adra and Hamdan Ballal.

'NAZA'
Photo: hollywoodreporter.com

Der Titel des Films leitet sich von einem internen militärischen Akronym her. Der Begriff im israelischen Geheimdienst wird als euphemistische Bezeichnung für die kalkulierte Anzahl von Zivilisten verwendet, deren Tod bei einem Luftangriff in Kauf genommen wird. The film’s title comes from an Israeli military acronym used euphemistically to refer to civilians expected to be killed in a military attack. Im Film schildern die Beteiligten den Einsatz automatisierter Instrumente wie das System Lavender, welches über überwachte Telekommunikationsnetze mutmaßliche Ziele ermittelte. Abraham erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass sie die Soldaten und Offiziere darüber sprechen lassen, was sie getan haben.

Es wurde in einem massiven Ausmaß gemacht, wie in einer Fabrik. Ungenannter Geheimdienstmitarbeiter

Reaktionen beim Filmfestival und internationale Produktion

Die Premiere in Venedig wurde von einer lang anhaltenden Resonanz begleitet. Das Festival zeigte bereits im Vorjahr die Arbeit The Voice of Hind Rajab. Das Festivalpublikum in Venedig begleitete die Vorführung von NAZA nach Angaben von Beobachtern mit einem 25-minütigen stehenden Applaus. A film documenting Israel’s use of AI-powered systems to target Palestinians in Gaza has received a 25-minute standing ovation at its premiere at the Venice Film Festival. Last year, The Voice of Hind Rajab won second prize at Venice after earning a 23-minute standing ovation at its premiere.

NAZA feiert Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig
Photo: sfgate.com
Israeli-made film about Israel's AI-powered killing of civilians in Gaza gets 25 minute ovation

Hinter der Produktion stehen prominente Namen der Filmbranche. Neben Beteiligung der britischen Tageszeitung The Guardian fungierten James Wilson und Jonathan Glazer als Produzent bzw. Executive Producer. Produced by the Guardian, it features extensive testimony from Israeli intelligence officers and soldiers involved in the surveillance and remote killing of Palestinian civilians. The film, from Oscar-winning No Other Land directors Yuval Abraham and Rachel Szor and produced by The Guardian and Oscar-winning Zone of Interest filmmakers James Wilson and Jonathan Glazer, was shot from the rooftops of Tel Aviv and documents Israel’s bombing of Gaza. Die Regisseure Abraham und Szor hatten zuvor bereits für den Dokumentarfilm No Other Land internationale Auszeichnungen erhalten, darunter den Oscar im Jahr 2025.

Verbindung zu früheren Recherchen und festivalübergreifender Zeitplan

Die Dokumentation baut inhaltlich auf investigativen Veröffentlichungen auf, die zwischen 2023 und 2025 unter anderem in Zusammenarbeit mit dem israelisch-palästinensischen Medium +972 Magazine und dem hebräischsprachigen Portal Local Call publiziert worden waren. Laut den Filmemachern offenbare der Film im Detail die Systeme hinter Israels kalkulierter Massentötung palestinensischer Zivilisten in Gaza. Die Filmemacher betonten, dass es ihnen vor allem darum gegangen sei, die beteiligten Offiziere selbst zu Wort kommen zu lassen, um die logistischen Mechanismen hinter den Zerstörungen im Gazastreifen zu dokumentieren. Laut einer vom Festival veröffentlichten Synopse sei NAZA nachts auf den Dächern von Tel Aviv gedreht worden und lege im Detail die Systeme hinter Israels kalkulierter Massentötung palästinensischer Zivilisten in Gaza offen.

Israeli film on Gaza receives 25-minute ovation at Venice premiere
Photo: Al Jazeera
LIVE: Premiere des Dokumentarfilms „NAZA“ bei den Filmfestspielen von Venedig
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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