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Welt

Donald Trump und Berater uneinig über Dauer des Iran-Kriegs

US-Präsident Donald Trump und seine engsten Berater sind sich Medienberichten zufolge uneinig über die voraussichtliche Dauer des militärischen Vorgehens gegen den Iran. Führende Berater im Weißen Haus, zu denen nach Angaben des Wall Street Journal Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio gehören, haben den US-Präsidenten intern davor gewarnt, dass sich der Konflikt bis über das Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 hinaus hinziehen könnte. In internen Gesprächen im Oval Office und im Lagezentrum machten sie demnach deutlich, dass Teheran dem Druck der USA weiter standhalten könnte.

Uneinigkeit über Dauer des Iran-Kriegs im Weißen Haus

Diese Einschätzung steht im Widerspruch zu Trumps öffentlichen Äußerungen. Der US-Präsident hatte erklärt, er erwarte ein Ende des Krieges unmittelbar nach den anstehenden Kongresswahlen. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews sagte Trump laut der Frankfurter Rundschau wörtlich gegenüber Reportern: Ich glaube, der Krieg wird sofort nach der Wahl enden. Der Iran könne nicht länger durchhalten und versuche, den Ausgang der Abstimmung zu beeinflussen.

Politische Risiken für die Republikaner vor den Zwischenwahlen

Der andauernde Konflikt belastet die Regierungspartei vor den US-Zwischenwahlen im November. Die militärische Auseinandersetzung führt zu stetig steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere zu deutlich höheren Treibstoffpreisen in den vergangenen Monaten, wodurch der Ölpreis kurzzeitig auf über 100 Dollar pro Barrel anstieg. Meinungsforschern zufolge droht den Republikanern bei den Wahlen am 3. November eine empfindliche Schlappe, bei der sie die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren könnten, während im Senat ein Patt droht.

Donald Trump und Berater uneinig über Dauer des Iran-Kriegs
Photo: tagesschau.de

Bereits im Vorfeld gab es innerhalb der Partei Kritik am Vorgehen der Regierung. Die militärische Auseinandersetzung widerspricht zudem dem Versprechen, das Trump im Wahlkampf 2024 abgegeben hatte, als er laut der Frankfurter Rundschau erklärte: Ich werde euch nicht in dumme ausländische Kriege schicken, die niemals enden. Der Konflikt dauert mittlerweile mehrere Monate an, nachdem er im Februar 2026 durch einen gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf das Mullah-Regime begonnen hatte.

Erneute Explosionen und Angriffe in der Straße von Hormus

Ungeachtet der politischen Debatten über ein mögliches Kriegsende kam es im Süden des Irans erneut zu Kampfhandlungen. Laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Irna wurden in der Straße von Hormus erneut Explosionen gemeldet, die sich auf dem Meer ereigneten. Betroffen waren demnach die Insel Gheschm sowie die Städte Sirik und Minab, wobei die genauen Ursachen und Umstände zunächst unklar blieben.

Donald Trump und Berater uneinig über Dauer des Iran-Kriegs
Photo: t-online.de

Das US-Militär hatte zuvor wiederholt iranische Öltanker in der Straße von Hormus oder in angrenzenden Gewässern angegriffen. Wie t-online.de berichtet, reagierte das Militär damit nach eigener Darstellung auf Angriffe der Iranischen Revolutionsgarden auf US-Kriegsschiffe in der Region. Trump selbst zeigte sich zuversichtlich, dass nach einem Ende des Konflikts auch die Verbraucher- und Ölpreise rasch wieder sinken werden.

IRAN-KRIEG: Spannung vor Verhandlungen! Trump pocht auf Öffnung der Straße von Hormus! I STREAM
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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