Die Schöpfer der US-Zeichentrickserie South Park haben angekündigt, die Show in ihrer am 16. September 2026 startenden 29. Staffel in South America umzubenennen. Diese satirische Massnahme reagiert auf politisch motivierte geografische Umbenennungen der US-Regierung, die zuvor von Tech-Konzernen wie Apple und Google in deren Kartendiensten übernommen worden waren.
Die satirische Namensänderung und der Hintergrund in der US-Politik
Trey Parker und Matt Stone auf X
Die Macher von South Park, Trey Parker und Matt Stone, nutzten die offizielle Bekanntgabe auf der Plattform X, um mit einer vermeintlichen Umbenennung auf die umstrittenen territorialen Dekrete von US-Präsident Donald Trump zu reagieren. Die Serie, die im Jahr 1997 startete, ist für ihre bissige Gesellschaftskritik und ständige Auseinandersetzungen mit der US-Regierung bekannt.
Inspired by the bravery and patriotism of Apple and Google, we are changing the name of South Park to SOUTH AMERICA
Trey Parker and Matt Stone
Apple und Google
Der satirische Seitenhieb zielte direkt darauf ab, dass Apple und Google die von der US-Regierung angeordneten geografischen Umbenennungen für US-Nutzer in ihren Karten-Anwendungen übernommen hatten. Trump hatte im August per Erlass angeordnet, den an Kanada grenzenden Lake Ontario in Lake America umzubenennen, nachdem es im Rahmen von Handelsspannungen zu Konflikten gekommen war. Zuvor hatte der US-Präsident bereits gefordert, den Golf von Mexiko in Gulf of America umzubenennen, was von Mexiko mit dem Argument zurückgewiesen wurde, dass ein einzelner Staat kein internationales Gemeinschaftsgewässer umbenennen könne. Ausserhalb der USA erscheinen auf Kartendiensten auch die bisherigen Namen weiterhin.
Spott über den Mutterkonzern Paramount und die Skydance-Fusion
Paramount und Warner Bros Discovery
Neben den Tech-Giganten und der US-Regierung nahmen die Serienschöpfer auch das eigene Unternehmen ins Visier. In ihrem Statement erklärten die Schöpfer: „We especially want to thank our parent company Paramount — a Skydance Capitulation.“ Paramount Skydance fungiert als Muttergesellschaft der Show. Die Trump-Administration hatte in diesem Jahr einen milliardenschweren Fusionsdeal mit Warner Bros Discovery genehmigt, der zu den grössten Mediengeschäften der Geschichte zählt. Das Abkommen wurde jedoch vorerst bis Juni 2027 auf Eis gelegt, nachdem zwölf US-Bundesstaaten Klagen eingereicht hatten, weil sie eine Gefährdung des Wettbewerbs und steigende Preise für Verbraucher befürchten.”

Einen Tag vor der Ankündigung der Serie hatte Trump ausserdem ein KI-generiertes Video geteilt, auf dem er auf einem Schild mit der Aufschrift „Welcome to New Mexico“ das Wort „Mexico“ durch „America“ ersetzte. In der vergangenen Woche schlug er zudem vor, die im Iran-Krieg umstrittene Strasse von Hormus am Persischen Golf in „Strasse von Trump“ umzubenennen, sprach kurz darauf jedoch von einem nicht ernst gemeinten Vorschlag. Am Sonntag verkündete er zudem, den Bundesstaat New Mexico in „New Americaumbenennen zu wollen.
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Emmy Awards und Comedy Central
Die offizielle Ankündigung zur Namensänderung, die mit einem Bild des South Park-Logos und dem durch „America“ ersetzten Wort „Park“ versehen war, folgte kurz nachdem South Park am Sonntag bei den Emmy Awards in der Kategorie Outstanding Animated Program ausgezeichnet worden war. Die 29. Staffel der Serie soll am 16. September auf Comedy Central Premiere feiern, wobei neue Episoden in mehreren Märkten auch über Paramount+ abrufbar sein werden. Für die Umsetzung der Rebranding-Aktion wurde zudem bekannt, dass Newsweek Anfragen per E-Mail an Paramount, Apple, Google und das Weisse Haus gerichtet hat. Die Serie wird als South Park fortgeführt, während der humorvolle Vorstoss als reiner Promotion-Stunt und als weiterer Beleg für die langjährige politische Satire der Macher eingeordnet wird.””

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