Am Bahnhof Wolverhampton hat ein mehrtägiges Programm für psychische Gesundheit begonnen. Die Initiative verknüpft Kulturangebote mit professioneller Krisenberatung und fällt mit dem internationalen Welt-Suizid-Präventionstag am Donnerstag zusammen. Getragen wird die Veranstaltung von der britischen Bahngesellschaft West Midlands Railway und der Hilfsorganisation Rethink Mental Illness.
Der Startschuss für die Aktionswoche fiel im Wohlbefinden-Hub am Bahnhof Wolverhampton, einer spezialisierten Anlaufstelle für Menschen in psychischen Krisen. Über fünf Tage hinweg bietet das Zentrum ein breites Programm aus Musik, Kunst, Poesieveranstaltungen und Gartenbau-Workshops. Neben kreativen Angeboten erhalten Besucher direkt vor Ort kostenlose Beratungsgespräche, Informationsmaterial sowie konkrete Vermittlungen an soziale Dienste. Anlass ist das World Suicide Prevention Day am Donnerstag, und die Veranstaltungen laufen über fünf Tage von Montag bis Freitag in Zusammenarbeit mit Wohltätigkeitsorganisationen aus dem gesamten Black Country. Besucher können dort neben den Workshops auch eine Ausstellung von Kunstwerken, Gedichten und Fotografie besuchen, die die gesamte Woche über ausgestellt ist.
Kooperation von West Midlands Railway und Rethink Mental Illness in Wolverhampton
Hinter der Veranstaltungsreihe steht eine enge Zusammenarbeit zwischen West Midlands Railway und Rethink Mental Illness. Während die Bahngesellschaft die Räumlichkeiten bereitstellt und das Projekt betreibt, übernimmt die Hilfsorganisation Rethink Mental Illness die Pflege und Besetzung des Standorts. Die Eröffnung am Montag stieß auf breites politisches und gesellschaftliches Interesse. Neben dem Oberbürgermeister von Wolverhampton, Councillor Paul Singh, und der Mayoress Mrs Ranjit Dhillon nahmen auch Vertretungen lokaler Initiativen wie Healthwatch, The Haven und Progressive Play an der Auftaktveranstaltung teil. Zu den anwesenden Personen bei der Auftaktveranstaltung gehörten außerdem Maria Jones und Kirsten Rose von Rethink, Jade Beddington von The Haven sowie Sam Passmore und Thomas Harty von WMR.

Thomas Harty, Sicherheits- und Schutzbeauftragter bei WMR, erklärte, es sei fantastisch gewesen, an der Eröffnung der Woche für das Wohlbefinden im The Hub teilzunehmen. Es seien so viele großartige Organisationen beteiligt, die Workshops durchführen, Veranstaltungen ausrichten und Unterstützung für das Wohlbefinden anbieten. Man sei Rethink Mental Illness dankbar dafür, dass sie diese Aktivitäten ins Leben gerufen haben, sowie allen Wohltätigkeitsorganisationen, die sich in dieser Woche beteiligen.
Das Krisenzentrum am Bahnhof wurde im Mai 2025 eröffnet und hat sich zu einer wichtigen Anlaufstelle im öffentlichen Nahverkehr entwickelt. Im ersten Betriebsjahr verzeichnete die Einrichtung mehr als 2.000 Besucher, darunter Dutzende Menschen in akuten Notlagen, die dort schnelle Hilfe erhielten.
Vorbild aus Hull zeigt messbaren Erfolg bei der Suizidprävention
Das Konzept in Wolverhampton basiert auf dem Erfolg eines ähnlichen Schutzzentrums in Hull. Dort führte die Einrichtung einer vergleichbaren Anlaufstelle zu einem Rückgang von ankommenden Krisenfällen an den umliegenden Bahnsteigen um 63 Prozent.

Kirsten Rose, Dienststellenleiterin bei Rethink Mental Illness, sagte, bei der Woche für das Wohlbefinden im Hub gehe es darum, das Bewusstsein zu schärfen und Gespräche über psychische Gesundheit und Wohlbefinden zu normalisieren. Die Woche werde von offener Kommunikation, partnerschaftlicher Zusammenarbeit, ganzheitlicher und personenzentrierter Unterstützung, Kreativität und vor allem davon geprägt sein, denjenigen Hoffnung zu geben, die sie brauchen. Als offene Anlaufstelle und sicherer Ort für alle biete man eine Woche voller Aktivitäten, und man fühle sich geehrt, dass so viele Gruppen und Dienste mit ihnen zusammenarbeiten und sie unterstützen. Man sei allen dankbar, die an der Eröffnung teilgenommen haben, insbesondere den Diensten, die Teil der Veranstaltung waren: Healthwatch, Progressive Play, The Haven und ihrem Team von Rethink Mental Illness. Sie möchte außerdem West Midlands Railway und dem Team der Mitarbeiter vor Ort im Co-Op für deren Beiträge und kontinuierliche Unterstützung danken.
Neben den täglichen Workshops läuft im Bahnhofsgebäude eine begleitende Ausstellung, die Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie und Dichtkunst zeigt.
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