Das Biopic That’s Why the Lady Is a Champ
startet am 3. September im deutschen Kino. Der Film von Regisseur David Michôd beleuchtet das bewegte Leben und den steinigen Weg der Box-Legende Christy Martin, verkörpert von Sydney Sweeney, die sich für die Rolle intensiv körperlich transformierte.
Sydney Sweeney als Box-Legende Christy Martin im Kino
Ab dem 3. September läuft das Biopic über die amerikanische Box-Legende Christy Martin in den deutschen Kinos. Unter der Regie des Australiers David Michôd widmet sich der Film dem sportlichen und persönlichen Lebensweg der Athletin. In Deutschland trägt der Film den Titel That’s Why The Lady Is A Champ
, angelehnt an den gleichnamigen Song von Frank Sinatra.
Für die physisch anspruchsvolle Titelrolle legte Schauspielerin Sydney Sweeney rund 15 Pfund an Muskelmasse zu. Im Ring überzeugt sie nach Kritikermeinung durch vollen Körpereinsatz und eine rohe Darbietung. Das 135 Minuten lange Werk beleuchtet dabei nicht nur den sportlichen Aufstieg, sondern spart auch die dunklen Schattenseiten im Leben der Boxerin nicht aus.
Vom Entdecken an der Basis bis zur Weltspitze
Die Handlung des Films setzt im Jahr 1989 ein, als Christy eher zufällig an einem Boxkampf teilnimmt und trotz fehlender Vorkenntnisse eine starke Leistung zeigt. Ein Boxpromoter wird auf sie aufmerksam und vermittelt ihr einen Trainer, der sie zur erfolgreichsten Boxerin ihrer Zeit formen soll.
Der Film zeichnet den harten Kampf nach, den die Athletin nicht nur gegen ihre Gegnerinnen im Ring, sondern vor allem gegen die Strukturen außerhalb des Seilgevierts führen musste. Alle wollten an Christy verdienen, während man versuchte, sie finanziell und sportlich kleinzuhalten. Zudem musste sie in einer schwierigen Ära ihre lesbische Neigung verbergen und ging zu diesem Zweck eine Ehe ein, die sich später als lebensgefährlich entpuppte, da ihr Ehemann und Trainer zum gewalttätigen Kontrollfreak mutierte.
Kassen-Bilanz in den USA und öffentliche Kontroversen
In den Vereinigten Staaten lief das Projekt im November des Vorjahres nach ausgiebigem Festivaleinsatz an. Bei einem Budget von etwa 15 Millionen US-Dollar blieb der kommerzielle Erfolg in den Kinos aus; dort spielte der Film lediglich 2,3 Millionen US-Dollar ein.

Im Vorfeld des US-Starts sorgte die Produktion zudem abseits der Leinwand für Gesprächsstoff. Die Schauspielerin Ruby Rose übte schwere Kritik an der Besetzung und äußerte den Wunsch, selbst Christy Martin zu spielen. Rose begründete ihre Angriffe damit, dass Sweeney nicht queer sei, aber eine queere Person spiele, und machte das Besetzungskarussell für das finanzielle Ergebnis verantwortlich. Christy Martin selbst sprang Sydney Sweeney daraufhin zur Seite und betonte öffentlich, dass sie keine bessere Besetzung hätte finden können und über die Wahl überglücklich war.
Das Echo der Kritik zum Kinostart
Obwohl das Biopic in seiner nordamerikanischen Heimat als Kassenflop galt, werten Beobachter den nun folgenden Kinostart in Deutschland als überraschenden Schritt. Inhaltlich beschreiben Kritiker das Werk als ein konventionell umgesetztes, aber kraftvolles Drama. Das solide umgesetzte Biopic verlangt vom Publikum keinerlei Vorkenntnisse über den Frauenboxsport, um die dramatische Lebensgeschichte der Sportlerin nachvollziehen zu können.

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