Mick Schumacher wechselt zur IndyCar-Saison 2027 zum Team Meyer Shank Racing und übernimmt dort das Cockpit mit der Startnummer 66. Nach einer lernintensiven Premierensaison bei Rahal Letterman Lanigan Racing zieht es den 27-jährigen Deutschen zu einem beim Indy 500 siegreichen Rennstall.
Die Zukunft von Mick Schumacher in der IndyCar-Serie ist offiziell geklärt. Der Rennfahrer verlässt Rahal Letterman Lanigan Racing nach seinem Debütjahr und schließt sich zur Saison 2027 dem Team Meyer Shank Racing an. Das gaben der Rennstall und der Fahrer bekannt.
Der Wechsel von seinem ersten Team in der IndyCar-Serie, RLL steht für Rahal Letterman Lanigan Racing, zu Meyer Shank gilt als Aufstieg. Dieses Team stellte seinen Fahrern in der Ende August abgeschlossenen Saison offenbar bessere Rennwagen zur Verfügung.
Wechsel zu Meyer Shank Racing und Cockpit-Tausch
Mick Schumacher fährt IndyCar 2027 bei Meyer Shank Racing
Schumacher übernimmt bei MSR das Cockpit des Dallara-Honda #66 und gibt dafür seine gewohnte Startnummer 47 ab. Dafür nimmt er seinen bisherigen RLL-Hauptsponsor Enve Composites zu MSR mit. Der Wechsel ist Teil eines teaminternen Ringtauschs: Marcus Armstrong, der bisher die #66 steuerte, wechselt innerhalb der Mannschaft in das Schwesterauto #60. Er übernimmt dort den Platz von Felix Rosenqvist, der an diesem Wochenende beim Saisonfinale auf dem Laguna Seca Raceway (Alle Infos zum IndyCar-Finale 2026!) sein letztes Rennen für das Team absolviert.
Zwar spielen in der IndyCar auch Sponsorenverträge als Mitgift eine Rolle bei der Verpflichtung von Piloten. Sechs bis acht Millionen Dollar (etwa fünf bis sieben Millionen Euro) sind durchaus üblich. Aber für Schumacher sprach erstens sein Ruf, sehr hart zu arbeiten und den Ingenieuren präzise Auskunft über das Fahrverhalten des Autos zu geben.

Das ist eine ganz besondere Chance für mich, für die ich unglaublich dankbar bin. Ich freue mich darauf, mit dem Team zusammenzuarbeiten und gemeinsam daran zu arbeiten, was wir erreichen können
, schrieb Schumacher bei Instagram.
Im Team trifft Schumacher auf einen alten Bekannten: den Neuseeländer Marcus Armstrong. Der 26-Jährige und Schumacher gingen bereits 2018 in der Formel-3-Europameisterschaft gemeinsam für Prema an den Start; Mick gewann in jenem Jahr den Titel, Armstrong errang den fünften Gesamtplatz in seiner Rookie-Saison. Armstrong gab sein IndyCar-Debüt im Jahr 2023 und blickt in bislang 63 Rennen auf zwei Podestplätze als beste Ergebnisse zurück. In der Gesamtwertung belegt der ‚Kiwi‘ den 14. Platz mit 293 Punkten. Sein Noch-Teamkollege Rosenqvist ist dank des Indy-500-Sieges Gesamt-Neunter.
Motorsport – IndyCar
Starke Lernkurve auf Ovalen überzeugt das Team

Schumachers Premieren-Saison in einem Indycar-Auto verlief teilweise unglücklich. In dem deutlich unterlegenen Boliden leistete er sich drei selbst verschuldete Unfälle. Weil auch dem Team folgenschwere Fehler unterliefen, reichte es nur zu Rang 23 in der Gesamtwertung. Kenner der Szene erklärten Yuki Tsunoda zu einem ernsthaften Konkurrenten für Schumacher beim Kampf um den frei gewordenen Platz bei Meyer Shank. Der vom Formel-1-Rennstall Racing Bulls Ende des vergangenen Jahres zum Ersatzfahrer degradierte Japaner wurden wegen seiner Nähe zum Motorenlieferanten Honda, Ausrüster von Meyer Shank, steigende Chancen eingeräumt.
Trotz der schwierigen Umstände konnte Schumacher in seiner ersten IndyCar-Saison mehrere Ausrufezeichen setzen. Besonders beim Indianapolis 500 hinterließ der 27-Jährige einen starken Eindruck. Schumacher absolvierte alle 200 Rennrunden und belegte Platz 18. Dafür wurde er als ‚Rookie of the Year‘ des Indy 500 ausgezeichnet. Auch auf den Ovalkursen überzeugte der Deutsche. In Phoenix und Milwaukee qualifizierte er sich jeweils auf Rang vier. Sein bestes Rennergebnis gelang ihm mit Platz acht auf dem Nashville Superspeedway.
Auch Teambesitzer Mike Shank zeigt sich von den Qualitäten seines Neuzugangs überzeugt: Mick hat uns in seiner ersten IndyCar-Saison wirklich…
Nach seiner Premierensaison bei Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) dockt der Deutsche damit bei der Indy-500-Siegermannschaft von 2021 und 2026 an.
Mick Schumachers IndyCar-Wechsel perfekt
Dankbarkeit und sportliche Perspektiven

Ein sehr spezieller Weg
Ich bin extrem stolz und gespannt, mit allen bei Meyer Shank Racing zusammenzuarbeiten und mich einem so ambitionierten Team anzuschließen
, erklärt Schumacher. „Es wird eine ganz besondere Reise. Ich freue mich darauf, was ich von der Mannschaft noch lernen kann. Das Team hat bereits tolle Erfolge gefeiert, und natürlich ist es großartig, zu einer Mannschaft zu stoßen, die das Indy 500 gewonnen hat.“
Das ist eine besondere Gelegenheit für mich, und dafür bin ich unglaublich dankbar
, teilte Schumacher mit. Ich freue mich darauf, die Arbeit mit dem Team aufzunehmen und zu schauen, was wir gemeinsam erreichen können. Sie haben tolle Erfolge vorzuweisen und natürlich ist es super, zu einem beim Indy 500 siegreichen Team zu gehen.
Der Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher bestreitet an diesem Wochenende auf dem WeatherTech Raceway Laguna Seca damit sein letztes Rennen des Jahres für Rahal Letterman Lanigan Racing, bevor im Jahr 2027 das neue Kapitel bei Meyer Shank Racing beginnt.