Der regierende Schweizer Meister Fribourg-Gottéron ist mit einem mühevollen 4:2-Auswärtssieg bei den Moser Medical Graz 99ers in die neue Saison der Champions Hockey League gestartet. Verteidiger Yannick Rathgeb und Neuzugang Anthony Richard sicherten die Punkte im Schlussspurt.
Für den amtierenden Schweizer Meister Fribourg-Gottéron begann die internationale Spielzeit am Donnerstag mit einer echten Geduldsprobe. Lange Zeit bissen sich die Freiburger im steirischen Merkur Eisstadion die Zähne aus, ehe ein später Schlussspurt den knappen Erfolg brachte. Mit dem Auswärtssieg im Gepäck bleiben die Schweizer in Österreich, wo als Nächstes die Partie gegen Klagenfurt ansteht.
Später Doppelschlag entscheidet das Auftaktspiel in Graz
Die Partie hatte aus Sicht der Gäste optimal begonnen. Bereits in der vierten Minute brachte Lucas Hedlund die Freiburger in Führung. Doch die Grazer, die erstmals seit sieben Jahren und erst zum zweiten Mal überhaupt in ihrer Vereinsgeschichte in der Champions Hockey League vertreten sind, hielten im heimischen Stadion dagegen. Christopher Collins markierte 14 Sekunden vor der ersten Sirene den Ausgleich zum 1:1.
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber zeitweise leichte Vorteile verzeichneten. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. Verteidiger Yannick Rathgeb traf in der 54. Minute per Direktschuss von der blauen Linie zum 2:1 für Freiburg. Nur 39 Sekunden später legte der kanadische Neuzugang Anthony Richard das 3:1 nach.
Ambitionierte Ziele und ungemütliche Auswärtsstätten
Freiburgs Cheftrainer Roger Rönnberg hatte im Vorfeld vor den Qualitäten des Gegners gewarnt. Graz hatte in den vergangenen Playoffs keine einzige Partie verloren und empfängt seine Gäste in einer Arena, die intern als Bunker
bezeichnet wird. Auch sportliche Verantwortliche blicken mit grossen Ansprüchen auf das europäische Turnier. Gottérons Sportdirektor Gerd Zenhäusern betonte den Ehrgeiz des Clubs mit Blick auf die jüngsten Erfolge von Schweizer Teams in diesem Wettbewerb. Wir haben zugeschaut und gesehen, wie Servette und die ZSC Lions in den letzten Jahren die Champions League gewannen, sagte Zenhäusern. Wir haben die gleiche Ambition.

Im Vergleich zu anderen Ligakonkurrenten reist der Meister aus Freiburg in der Gruppenphase recht günstig. Während der HC Davos und Servette Genf jeweils für zwei Auswärtsspiele nach Schweden fliegen müssen, führt der Weg von Gottéron nach den Partien in Österreich lediglich noch nach Dänemark zu den Herning Blue Fox.
Das nächste Programm in der Gruppenphase
Für die Graz 99ers und Fribourg-Gottéron geht der Spielplan der europäischen Königsklasse unmittelbar weiter. Die Grazer treffen im Rahmen der Vorrunde unter anderem noch auf die Bordeaux Boxers sowie den finnischen Vertreter SaiPa Lappeenranta, während auswärts Duelle mit den Berliner Eisbären, Storhamar und Liberec anstehen. Die Freiburger reisen nach dem Auftaktmatch direkt weiter nach Klagenfurt, wo am Samstag das nächste Auswärtsspiel gegen den KAC auf dem Programm steht.
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