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Grand Canyon: 15 Vermisste nach schweren Sturzfluten und Evakuierungen

Mindestens 15 Personen werden nach schweren Sturzfluten im Grand Canyon National Park vermisst. Der National Park Service bestätigte am Sonntag, dass Dutzende Wanderer aus dem schwer zugänglichen Phantom-Ranch-Gebiet in Arizona per Hubschrauber evakuiert wurden, nachdem heftige Regenfälle Brücken zerstörten und Schuttmassen in den Colorado River rissen.

Nach heftigen Regenfällen und verheerenden Sturzfluten im Grand Canyon National Park laufen am Sonntag, den 31. August 2026, groß angelegte Such- und Rettungsmaßnahmen. Nach Angaben des National Park Service gelten rund 15 Personen als vermisst. Noch am Vormittag hatten Behörden von mindestens 20 Personen gesprochen, die nach dem Unwetter am Samstagnachmittag nicht auffindbar waren.

Die Wassermassen trafen den Canyon am Samstag gegen 14:30 Uhr Ortszeit und richteten im Bereich des Bright Angel Canyon und der historischen Phantom Ranch schwere Schäden an. Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek wurden vollständig zerstört, was Rettungskräfte und Wanderer vor massive Hindernisse stellte.

Evakuierungen an der Phantom Ranch und Zerstörungen am Bright Angel Creek

Insgesamt 62 Menschen wurden bisher aus dem Inneren des Canyons ausgeflogen. Zu den Geretteten gehört Nikki Baggs, die das Naturereignis gemeinsam mit zwei Freunden erlebte. The whole thing was terrifying, sagte die 41-Jährige gegenüber der BBC. Sie beschrieb, wie Menschen in Panik gerieten und flohen, nachdem das Wasser unerwartet durch das Tal schoss.

„The whole thing was terrifying,“ said Nikki Baggs, 41, who was among those to be airlifted out of the bottom of the Grand Canyon on Saturday alongside her two friends. „It was a beautiful day and then people were screaming, running,“ she told the BBC.Nikki Baggs, 41

Die Wassermassen schleuderten große Felsbrocken, Metallstrukturen und entwurzelte Bäume in den Colorado River.

Wetterphänomen im Einzugsgebiet und laufende Suche der Behörden

Meteorologen erklären die Heftigkeit der Sturzflut mit extremem Starkregen auf steilem Terrain. Innerhalb von nur etwa 30 Minuten fielen in dem felsigen Gebiet zwischen einer halben Zoll und einem Zoll Regen, wie Justin Johndrow, Meteorologe beim National Weather Service in Flagstaff, gegenüber der Associated Press erklärte. Most of it ran off instantly, so Johndrow.

Remnants of stone bridge pylons remain along a creek following flash flooding
Photo: bbc.co.uk

Jack Schmidt, Direktor des Center for Colorado River Studies an der Utah State University, bezeichnete das Ereignis als Erinnerung daran, wie dynamisch und aktiv die Landschaft des Grand Canyon ist. Das Gebiet am Bright Angel Creek war bereits im Vorjahr vom Dragon Bravo Fire gezeichnet, einem Brand, der einen großen Teil der oberen Wasserscheide zerstörte und das Risiko von Sturzfluten erhöhte.

Sperrungen und Hilferuf des National Park Service

Die Parkverwaltung hat umfangreiche Sperrungen verhängt. Die Phantom Ranch, der Bright Angel Campground, der Canteen-Bereich, der North Kaibab Trail sowie die Black Bridge und die Silver Bridge sind bis auf Weiteres geschlossen. Auch der Schiffs- und Flossverkehr auf dem Colorado River in diesem Abschnitt bleibt untersagt.

Muddy flash flood waters rush down a desert canyon during a rainstorm
Photo: usgs.gov

Der National Park Service bittet die Bevölkerung dringend um Hinweise zu Wanderern und Rucksacktouristen, die sich am Samstag im inneren Canyon aufgehalten haben könnten. Gesucht werden Informationen zu Personen auf dem North Kaibab Trail, im Bright Angel Campground oder im Bereich The Box nördlich der Phantom Ranch.

Hinweise nimmt die Behörde unter der Telefonnummer 888-653-0009 oder per E-Mail an [email protected] entgegen. Coconino County District Supervisor Lena Fowler dankte der Gouverneurin Katie Hobbs für die Bereitstellung von Kräften der Arizona National Guard sowie allen beteiligten Rettungskräften. Gleichzeitig warnte Fowler davor, Warnungen vor Sturzfluten auf die leichte Schulter zu nehmen, da in den kommenden Tagen weitere Gewitter drohen.

Mehr als 20 Wanderer nach Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark vermisst
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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