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MAK verschärft Sicherheitsvorkehrungen mit Körperscannern nach Raubüberfall

Besucher müssen nun durch einen Körperscanner gehen, um die Ausstellung „Glanzstücke“ zu betreten.”

Die Tat im Wiener Museum für angewandte Kunst (Mak) lief rasch und zielgerichtet ab. Zwei mit einer mutmaßlich echten Faustfeuerwaffe und einem Hammer bewaffnete Männer betraten am Donnerstag gegen 14.00 Uhr das Haus. Während der Hauptverdächtige seine Waffe offen trug, um sich den Weg freizuhalten, zerschlug sein Komplize die Vitrine mit dem begehrten Schmuckstück. Nach nur wenigen Minuten flüchtete das Duo in Richtung des Stadtparks.

Verschärfte Kontrollen und erweiterte Videoüberwachung im MAK

Als Reaktion auf den Coup hat das Museum den Einlass grundlegend umgestellt. Neben den neu installierten Körperscanner-Kontrollen müssen Besucher Taschen und Rucksäcke an der Garderobe abgeben. Zudem stockte die Institution das Sicherheitspersonal vor Ort auf zehn Mitarbeiter auf und dehnte die Videoüberwachung aus. Die Bedingungen für die Wiedereröffnung wurden in enger Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden geprüft.

Die Polizei konzentriert sich bei ihren Ermittlungen neben den internen Überwachungsbildern auch auf Aufnahmen umliegender Straßen und U-Bahn-Stationen. Eine internationale Lichtbildfahndung nach den Flüchtigen läuft; die Behörden gleichen die Aufnahmen mit verschiedenen Datenbanken ab.

Das geraubte Diamantencollier der Königin Nazli von Ägypten

Im Zentrum des Raubes steht ein weltweit bekanntes Schmuckstück aus dem Jahr 1939. Das Diamantencollier der Königin Nazli von Ägypten im Art-déco-Stil wurde damals vom Pariser Luxusjuwelier Van Cleef & Arpels gefertigt. Königin Nazli gab es zusammen mit einer passenden Tiara für die Hochzeit ihrer Tochter Fawzia mit dem damaligen iranischen Kronprinzen und späteren Schah Mohammad Reza Pahlavi in Auftrag.

Das Collier ist mit mehr als 600 runden Diamanten sowie Steinen im Baguetteschliff besetzt, die in einem strahlenförmigen Motiv angeordnet sind. Zu dem genauen Marktwert nach dem aktuellen Überfall äußerten sich die Behörden nicht. Laut einer Datenbank des Auktionshauses Sotheby’s erzielte das Ausstellungsstück jedoch vor zehn Jahren bei einer Versteigerung in New York einen Wert von 4,3 Millionen US-Dollar, was umgerechnet etwa 3,7 Millionen Euro entspricht.

Die Jubiläumsausstellung „Glanzstücke“ im Fokus

Das geraubte Collier war das Herzstück der aktuellen Sonderschau. Die Ausstellung „Glanzstücke zeigt seit Juni rund 500 Exponate, darunter mehr als 300 Werke von Van Cleef & Arpels sowie über 200 historische Stücke aus der eigenen Sammlung des MAK. Wie die Ausstellung nach dem abrupten Zwischenfall weitergeführt wird und ob weitere Sicherheitsmaßnahmen folgen, bleibt Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen.

MAK verschärft Sicherheitsvorkehrungen mit Körperscannern nach Raubüberfall
Photo: derstandard.at
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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