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Unterhaltung

Tim Curry ist tot: Star aus Rocky Horror Picture Show stirbt mit 80 Jahren

Der britische Schauspieler Tim Curry, weltbekannt als Dr. Frank N. Furter in der Kultverfilmung The Rocky Horror Picture Show aus dem Jahr 1975, ist am Dienstagabend, dem 25. August 2026, im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben.

Vom West End zum weltweiten Kultstatus

Timothy James Curry wurde am 19. April 1946 in der englischen Grafschaft Cheshire geboren und studierte Drama und Anglistik an den Universitäten Cambridge und Birmingham, bevor er seine Bühnenkarriere in London begann. Seine erste bedeutende Theaterrolle hatte er 1968 im Originalensemble der Londoner West-End-Produktion des Musicals Hair, wo er den Autor und Komponisten Richard O’Brien kennenlernte. Diese Begegnung legte den Grundstein für die Rolle, die sein Leben prägen sollte: Als exzentrischer Wissenschaftler und Transvestit Dr. Frank N. Furter stand Curry am 16. Juni 1973 erstmals auf der Bühne des Royal Court Theatre. Das Stück Rocky Horror Show sorgte zunächst für erhebliche Debatten, doch die zwei Jahre später folgende Kinofassung machte den Schauspieler endgültig international bekannt.

Der Film floppte zunächst an den Kinokassen, entwickelte sich jedoch zu einem langlebigen Phänomen der Mitternachtsvorstellungen. Fans kamen verkleidet in die Kinos, sangen Lieder wie Sweet Transvestite mit und etablierten feste Rituale. Curry selbst stand dem massiven Ruhm ambivalent gegenüber. Ich genieße das nicht, äußerte er sich einst in einem Interview mit dem Guardian, fügte jedoch hinzu: Aber ich spiele das Spiel mit.

Vielseitige Filmrollen jenseits des Horrorgenres

Obwohl die Rolle des außerirdischen Wissenschaftlers seine Laufbahn definierte, bewies Curry über Jahrzehnte ein breites schauspielerisches Spektrum in Film, Fernsehen und am Broadway. 1990 übernahm er eine weitere ikonische Rolle als der bedrohliche Clown Pennywise in der Fernseh-Miniserie Es nach dem Roman von Stephen King. Ebenfalls im Jahr 1990 trat er in Jagd auf Roter Oktober als Sowjetoffizier an Bord des U-Boots auf. In Hollywood-Komödien und Familienfilmen zeigte er sich ebenso wandlungsfähig: Er spielte den arroganten Hotelportier Mr. Hector in Kevin allein in New York, den Kardinal Richelieu in Die drei Musketiere und trat in Scary Movie 2 sowie Addams Family Reunion auf. Am Broadway feierte er große Erfolge als Mozart in Amadeus und als König Artus im Monty-Python-Musical Spamalot.

Tim Curry ist tot: Star aus Rocky Horror Picture Show stirbt mit 80 Jahren
Photo: Spiegel

Gesundheitliche Einschränkungen und unermüdliche Sprecherarbeit

Im Juli 2012 erlitt Tim Curry einen schweren Schlaganfall, der einen neurochirurgischen Eingriff erforderte und ihn fortan an den Rollstuhl fesselte. Trotz der damit verbundenen gesundheitlichen Herausforderungen zog sich der Schauspieler nicht gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Er setzte seine Arbeit als Synchronsprecher für Animationsserien, Videospiele und Hörbücher fort und wirkte im Jahr 2016 als Erzähler an einer Fernseh-Neuverfilmung von The Rocky Horror Picture Show mit. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie Vagabond, die er als Hörbuch einsprach.

Tim Curry ist tot: Star aus Rocky Horror Picture Show stirbt mit 80 Jahren
Photo: WELT

Über die genaue Todesursache gaben die Behörden und seine langjährige Managerin und Freundin Marcia Hurwitz zunächst keine Auskunft. Laut Angaben der Polizei, die gegen 23:23 Uhr zu dem Anwesen ausgerückt war, ergaben sich bei den Ermittlungen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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