In der Nacht vom 27. auf den 28. August 2026 ereignet sich eine tiefe partielle Mondfinsternis, bei der über 96 Prozent der Mondoberfläche in den Kernschatten der Erde wandern. Das Himmelsschauspiel ist vor allem in Nord- und Südamerika gut sichtbar, während Beobachter in Europa das Ende der Finsternis bei Monduntergang erleben.
Sternenbeobachter und Astronomiefans richten in diesen Tagen ihren Blick in den Nachthimmel. Zwischen dem späten Donnerstagabend und den frühen Morgenstunden findet eine markante partielle Mondfinsternis statt.
Sichtbarkeit und genaue Zeiten für Nordamerika und Europa
Mondfinsternisse ereignen sich weltweit zwar exakt zur selben koordinierten Weltzeit, doch die lokale Uhrzeit und die Sichtbarkeit über dem Horizont hängen vom jeweiligen Standort ab. In Nordamerika findet der Höhepunkt der Finsternis am späten Donnerstagabend, den 27. August 2026, statt. In den verschiedenen Zeitzonen der USA und Kanadas verschiebt sich der Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung entsprechend, von 12:12 Uhr EDT an der Ostküste bis hin zu den früher am Abend liegenden Werten im Westen, wie weitere Details zeigen.
Für Beobachter in Europa verlagert sich das Geschehen in die frühen Morgenstunden des Freitags, den 28. August 2026. Da der Mond zu diesem Zeitpunkt in vielen Regionen bereits im Begriff ist unterzugehen, ist die Finsternis nur eingeschränkt bis zum Sonnenaufgang zu verfolgen. In London, Paris, Madrid, Brüssel und Berlin erreicht das Maximum der Verfinsterung einheitlich um 6:12 Uhr Ortszeit beziehungsweise 5:12 Uhr britischer Sommerzeit, wobei die genauen Sichtverhältnisse stark vom lokalen Horizont und dem jeweiligen Sonnenaufgang abhängen.
Wissenschaftlicher Hintergrund und der Grund für den rötlichen Schimmer
Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde exakt zwischen der Sonne und dem Vollmond steht. Dabei fällt der Schatten der Erde auf die Mondoberfläche. Während des bevorstehenden Ereignisses wandert der Vollmond durch die Umbra, den dunklen Kernschatten der Erde. Da der Mond die Finsternis knapp fünf Tage nach seinem Apodem – dem erdfernsten Punkt seiner leicht elliptischen Umlaufbahn – durchläuft, besitzt er eine durchschnittliche scheinbare Größe.

Obwohl oft von einem rötlichen Blood Moon
gesprochen wird, handelt es sich in diesem Fall um keine totale Finsternis. Dennoch sorgt der Eintritt von fast 96 Prozent der Mondscheibe in den Kernschatten dafür, dass der Erdtrabant während seines Höchststands einen markanten rötlich-orangen Ton annimmt.
Die Fachredaktion von Space erklärte, der Mond werde aufgehen und später in derselben Nacht in den Kernschatten der Erde wandern, während sich der Vollmond dabei abdunkeln und, wenn die partielle Finsternis ihren Höhepunkt erreicht, leicht rötlich-orange aussehen werde.
Öffentliche Sternwarten öffnen für interessierte Beobachter
Neben privaten Beobachtungen bereiten sich auch wissenschaftliche Einrichtungen auf den Andrang vor. So öffnet beispielsweise das Jackson College seine Pforten, um der Öffentlichkeit den Blick durch Teleskope zu ermöglichen. Besucher können das schrittweise Abdunkeln des Mondes ab dem Sonnenuntergang verfolgen, wie aus lokalen Ankündigungen hervorgeht.

Für den Blick auf eine Mondfinsternis sind im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen keinerlei Schutzbrillen erforderlich. Der bloße Blick mit dem Auge ist vollkommen sicher. Wer jedoch Ferngläser oder Teleskope zu Hilfe nimmt, kann die feinen Details an der Schattenkante der Erde deutlich genauer erkennen. Meteorologen weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Beobachtungsbedingungen stark von der regionalen Bewölkung abhängen werden.
Ausblick auf kommende Himmelsereignisse
Nach dem Ereignis im August 2026 müssen Himmelsbeobachter eine Weile auf vergleichbare Finsternisse warten. Die nächste partielle Mondfinsternis von nennenswerter Größe findet erst um den Jahreswechsel 2028 statt, bei der jedoch nur ein Bruchteil des Mondes den Kernschatten berührt. Eine vollständige totale Mondfinsternis, bei der der Mond komplett im Erdschatten verschwindet, ist laut den Berechnungen für den 31. Dezember 2028 angekündigt, ergänzen Berichte mit Verweis auf NASA-Daten.
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