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Tesla will im August in Austin seine ersten fahrerlosen Cybercabs ohne Lenkrad und Pedale einführen. Die rein als Robotaxis konzipierten Zweisitzer markieren eine neue strategische Phase für den Konzern, während Konkurrenten wie Waymo in US-Städten bereits tausende Fahrzeuge im kommerziellen Betrieb haben.

Amerika nähert sich einer fahrerlosen Zukunft, und Tesla treibt seine Pläne für autonome Mobilität massiv voran. Nach aktuellen Berichten plant der US-Konzern, seine neuen Cybercabs im August in Austin zu lancieren. Die Fahrzeuge wurden vor zwei Jahren erstmals von CEO Elon Musk in den Warner-Filmstudios in Los Angeles vorgestellt und im April in die Serienproduktion überführt.

Das Design des Cybercab: Radikaler Minimalismus ohne Lenkrad

Im Gegensatz zu bisherigen Flotten setzt das Cybercab konsequent auf einen völlig neuen Aufbau. Das Fahrzeug verfügt weder über ein Lenkrad noch über Pedale. Der Innenraum bietet Platz für zwei Passagiere, die auf einen großen zentralen Bildschirm blicken und einen freien Fußraum vorfinden. Äußerlich erinnert die Form an den Volkswagen XL1 aus dem Jahr 2013, gepaart mit Designelementen des Cybertrucks wie einer durchgehenden LED-Lichtleiste an der Front sowie nach oben öffnenden Türen, die an Supersportwagen angelehnt sind.

Da herkömmliche Bedienelemente komplett fehlen, benötigt Tesla für den kommerziellen Betrieb und den Verkauf an Privatkunden die entsprechenden Freigaben der Regulierungsbehörden. Musk nannte bei der Präsentation einen Zielpreis von unter 30.000 Dollar für den privaten Erwerb und peilt den Produktionsstart für das Jahr 2026 an, wobei er selbst einräumte, dass dieser Zeitplan sehr optimistisch sein könnte.

Betriebsstart in Austin und technischer Hintergrund

In der texanischen Metropole Austin läuft die Erprobung bereits auf Hochtouren. Beobachter plazieren die fahrerlosen Testfahrten im Rahmen des Robotaxi Trackers, wonach zahlreiche Cybercabs in den vergangenen Wochen dutzende Fahrten komplett ohne menschliche Intervention absolviert haben. Zunächst sollen die Fahrzeuge konzernintern Mitarbeiter transportieren, bevor die Anwohnerschaft folgt.

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Photo: novinky.cz

Tesla setzt bei den Einsätzen auf eine Fernsteuerungstechnologie. Ähnlich wie bei den bereits in Texas und Florida genutzten Model Y – die mit zusätzlicher Sensorik und selbstreinigenden Kameras ausgerüstet wurden – können menschliche Mitarbeiter die Cybercabs im Ernstfall aus der Ferne überwachen und fernsteuern. Während Bundesstaaten wie Texas und Florida den Betrieb sehr freizügig regulieren, fehlen in anderen Städten wie San Francisco noch die entsprechenden Lizenzen für den fahrerlosen Betrieb, weshalb dort teilweise noch Sicherheitsfahrer an Bord sitzen müssen.

Wettbewerb mit Waymo und Herausforderungen auf dem Robotaxi-Markt

Mit dem Markteintritt der Cybercabs betritt Tesla ein Terrain, das in den USA gegenwärtig klar von Waymo dominiert wird. Die Alphabet-Tochter betreibt in elf US-Städten knapp 4.000 Robotaxis, davon allein 300 Fahrzeuge in Austin. Anders als Teslas zweisitzige Neuentwicklung setzt Waymo auf umgerüstete Serienfahrzeuge von Jaguar und Zeekr, die weiterhin mit Lenkrädern und Pedalen ausgestattet sind.

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Photo: NZZ

Trotz der ambitionierten Pläne mahnen Analysten zur Vorsicht bei den Zeitplänen. Musk räumte in Investorengesprächen ein, dass seine früheren Prognosen zum autonomen Fahren oft zu optimistisch waren.

Musk betonte, dass die Cybercabs Leben retten und Verletzungen verhindern könnten. Elon Musk, CEO Tesla, via Smartmania.cz

Neben dem Cybercab stellte Tesla auch ein futuristisches Personentransportmittel namens Robovan vor, das Platz für bis zu zwanzig Personen bieten soll und im kommerziellen Verkehr extrem niedrige Betriebskosten anstrebt. Ob und wann dieses Konzept den Weg auf öffentliche Straßen findet, bleibt abzuwarten, während die ersten reinen Cybercabs im August den Beweis antreten müssen, ob sie den Erwartungen auf den Straßen von Austin gerecht werden.

Tesla kündigt Cybercab-Launch an – startet jetzt die echte Robotaxi-Skalierung?
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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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