In Europa sind im Sommer 2026 durch anhaltende Hitzewellen mindestens 30.000 Menschen zusätzlich gestorben. Laut Schätzungen der Beobachtungsplattform EuroMomo verzeichnete der Kontinent allein zwischen Mitte Juli und Mitte August mehr als 32.000 zusätzliche Todesfälle, während nationale Gesundheitsbehörden in acht Ländern 33.000 hitzebedingte Todesfälle meldeten.
EuroMomo-Daten zeigen mehr als 30.000 zusätzliche Todesfälle
Die extremen Temperaturen hinterlassen verheerende Spuren auf dem europäischen Kontinent. Nach Angaben von EuroMomo starben in diesem Sommer bereits mindestens 30.000 Menschen zusätzlich. Die Beobachtungsplattform stützt sich dabei auf vorläufige Statistiken.
Besonders die Zeitspanne von Mitte Juli bis Mitte August sticht hervor. In diesem Zeitraum registrierte das Netzwerk mehr als 32.000 zusätzliche Todesfälle across the reporting regions. Das von der Weltgesundheitsorganisation WHO und der EU-Gesundheitsbehörde ECDC unterstützte Netzwerk erfasst Daten aus insgesamt 23 europäischen Ländern, lässt jedoch Teile Osteuropas außen vor, wie das Netzwerk EuroMomo verdeutlicht.
Nationale Behörden melden 33.000 Tote in acht Ländern
Zwar veröffentlicht EuroMomo keine detaillierte Aufschlüsselung nach einzelnen Staaten, doch nationale Gesundheitsbehörden liefern genauere Einblicke. Eine Auswertung der vorläufigen Behördenangaben für den Zeitraum von Ende Mai bis August ergab 33.000 zusätzliche Todesfälle durch die Hitzewellen in insgesamt acht Staaten.

Zu dieser Gruppe gehören Deutschland, Österreich, Belgien, England, Frankreich, die Niederlande, Portugal und Spanien. Allein in Deutschland kamen im Laufe des Sommers schätzungsweise 14.000 Menschen hitzebedingt ums Leben, wie das Robert-Koch-Institut erklärte.
Extreme Hitzewellen und kritische Wochen im Sommer
Der zeitliche Verlauf der Übersterblichkeit korreliert direkt mit den heftigsten Wetterphasen des Jahres. EuroMomo zufolge traten die meisten zusätzlichen Todesfälle in der letzten Juni-Woche auf, als 16.000 zusätzliche Todesfälle verzeichnet wurden. Auf dem zweiten Platz folgt die erste Juli-Woche mit rund 8.000 Todesfällen.

Beide Perioden gingen mit extremen Hitzewellen einher, die den Kontinent fest im Griff hatten. Da die Statistiken fortlaufend aktualisiert werden, sollen die Schätzungen in den kommenden Wochen weiter verfeinert werden. Dies bedeutet, dass sich die Gesamtzahl der registrierten Todesfälle im Zuge der finalen Auswertungen noch verändern dürfte.
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