Die Konzeptkünstlerin Marina Abramović präsentiert in New York ihr neuestes Werk Snowy/Windy/Spring on Planet Z. Die raumgreifende Installation ist Teil der Eröffnungsausstellung des Balloon Museums am South Street Seaport, das am 7. August 2026 als weltweit erster permanenter Standort für aufblasbare Kunst seine Pforten öffnete.
Das Balloon Museum am South Street Seaport
Nach erfolgreichen Pop-up-Ausstellungen, darunter eine Schau im Jahr 2023 in New York, eröffnete das aus Rom stammende Balloon Museum am 7. August seinen ersten permanenten Standort am South Street Seaport. Die Institution hat sich in den historischen Räumlichkeiten des aus dem Jahr 1907 stammenden Tin Buildings eingerichtet. Die frühere Markthalle, die zuvor für Lebensmittel und Meeresfrüchte genutzt wurde, beherbergt nun auf einer großen Fläche zeitgenössische Kunst, bei der Luft das zentrale gestalterische Medium ist.
Weltweit haben laut Museumsangaben bereits über 7 Millionen Besucher die Ausstellungen gesehen. Roberto Fantauzzi, der Direktor des Balloon Museums und CEO von Lux Entertainment, erklärte dazu, dass die Einrichtung auf der Idee basiere, dass Luft und aufblasbare Objekte eine kraftvolle zeitgenössische Sprache bilden können. Ziel sei es, die Lücke zwischen spielerischen Publikumsmagneten und traditionellen Kunstinstitutionen zu schließen.
Marina Abramović und ihre Premiere mit Luft
Für die renommierte Performancekünstlerin Marina Abramović markiert die Beteiligung an der Eröffnungsschau mit dem Titel DAYDREAM—Air Becomes Art
eine Premiere. Die Künstlerin, die am 7. August in New York ausstellte, nutzte in ihrer jahrzehntelangen Karriere bisher andere Medien für ihre körperbezogenen und oft zeitintensiven Performances.
Zunächst habe sie Luftkunst für sehr kitschig gehalten, passend für Kinder und Spiele. Doch je länger sie sich mit dem Material beschäftigte, desto mehr Parallelen sah sie zu ihrer eigenen Arbeit.
Marina Abramović, Performancekünstlerin, erklärte, dass man Luft hineinblase und sie irgendwann wieder entweiche oder dass man sie zusammendrücke und sie verschwinde, wobei die Vergänglichkeit dieses Vorgangs dem sehr nahekomme, was sie tue, nämlich der Performancekunst.
Für ihr Werk Snowy/Windy/Spring on Planet Z setzt sie auf eine ganz eigene Atmosphäre. Bevor Besucher den Ausstellungsraum betreten, erhalten sie kabellose Kopfhörer, über die Abramović mit langsamer Monotonie die Namen von Exoplaneten rezitiert. Das Werk verzichtet bewusst auf spiegelnde Oberflächen, wie sie in vielen anderen Teilen des Museums zu finden sind, und konzentriert sich stattdessen auf Entschleunigung und Präsenz.
Vielfalt der Installationen in der Eröffnungsschau
Neben Abramović zeigt die Ausstellung DAYDREAM
Werke von insgesamt 14 verschiedenen Künstlern und Kollektiven. Zu den Höhepunkten gehört Martin Creeds Work No. 3883: Half the air in a given space, bei dem ein Teil einer Galerie mit leuchtend blauen Luftballons gefüllt wird. Karina Smigla-Bobinski ist mit ihrer Arbeit ADA
vertreten, bei der eine riesige, mit Holzkohle gespickte schwebende Kugel von Besuchern durch den Raum bewegt wird und dabei Spuren an den Wänden hinterlässt.

Weitere beteiligte Künstler und Studios sind Alex Schweder, Thom Kubli mit seiner klangintensiven Arbeit Black Hole Horizon
, Boris Acket, Hyperstudio, Rub Kandy, dessen riesige Figuren mit Glupschaugen namens GINJOS
auch außerhalb des Museums am Seaport auftauchen, sowie das kommerzielle AV-Studio Onionlab.
Eintrittspreise und Besucherinformationen
Das Balloon Museum ist sieben Tage in der Woche für die Öffentlichkeit zugänglich.

| Besuchergruppe | Eintrittspreis |
|---|---|
| Erwachsene (18–65 Jahre) | Standard |
| Teens, Senioren und Menschen mit Behinderung | Ermäßigt |
| Kinder | Frei |
Mit diesem festen Standort am East River hat das Konzept aus Rom eine dauerhafte Basis in Nordamerika gefunden, die Kunst und luftbasierte Architektur für ein breites Publikum erlebbar macht.
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