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Welt

Mideast Oil Exports Rebound Even as Prices Remain Elevated

Die Rohölexporte aus dem Nahen Osten sind im September 2026 auf 16,328 Millionen Barrel pro Tag gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar, getragen vor allem durch höhere Lieferungen aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der weltweite Energiemarkt verzeichnet eine spürbare Entlastung. Nach monatelangen Engpässe infolge geopolitischer Konflikte haben die Rohölexporte wichtiger Produzenten im Nahen Osten im September deutlich angezogen. Daten des Analysedienstes Kpler zufolge erreichte das Fördervolumen 16,328 Millionen Barrel pro Tag (bpd). Analysten werten diesen Zuwachs als wichtigen Indikator für eine mögliche Wandelung der globalen Versorgungsdynamik, auch wenn das Vorkriegsniveau noch nicht wieder erreicht ist.

Ölexporte und Lage in der Straße von Hormus

Im Zentrum der Erholung steht die Straße von Hormus. Die wichtige Schifffahrtsstraße, über die normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgasangebots transportiert werden, verzeichnet wieder steigende Durchfahrten. Marktbeobachter rechnen in diesem Monat mit etwa 9,719 Millionen Barrel pro Tag, die diesen kritischen Seeweg passieren gemäß den Zahlen von Kpler. Eine von den USA angeführte Militäroperation zum Schutz der Handelsschiffe vor anhaltenden Angriffen hat offenbar dazu beigetragen, dass große Exportnationen ihre Transporte über die Meerenge wieder verstärkt wagen. Die Region, zu der Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, der Irak, Oman, Katar, Kuwait und der Iran gehören, verzeichnete im September laut Kpler Exporte, die von Kpler in einer Montagnorm als knapp 80 % des Vorkriegsniveaus eingeschätzt wurden. Die Tally umfasst Frachttransite über die Straße von Hormus einschließlich Schiff-zu-Schiff-Transfers im Golf von Oman, Lieferungen von den Terminals Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman außerhalb der Straße von Hormus sowie Exporte über das Rote Meer.

Vessels near the Strait of Hormuz, as seen from Musandam, Oman, August 31, 2026. REUTERS/Stringer/File Photo
Foto: Reuters

Dennoch bleibt die Region verwundbar. Zwar schätzen Branchenexperten, dass die Ausfuhren inzwischen wieder knapp 80 Prozent des Vorkriegsniveaus erreichen, doch im Gesamtvergleich liegen die Exporte laut Kpler mit rund 3,2 Millionen bpd weiterhin etwa 3,2 Millionen Barrel unter dem Februar-Niveau von 19,513 Millionen bpd.

MIDEAST OIL EXPORTS REBOUND EVEN AS PRICES REMAIN ELEVATED – THE NEW YORK T #Shorts

Saudi-Arabiens Rolle und Umleitungen am Roten Meer

Der Haupttreiber des jüngsten Anstiegs ist Saudi-Arabien. Top-Regionalexporteur Saudi-Arabien war auf Kurs, in diesem Monat etwa 5,4 Millionen Barrel pro Tag zu verschiffen, und erholte sich damit stark von den im August verzeichneten 2,446 Millionen bpd, wie die Daten zeigten. Die Ras Tanura-Exporte wurden auf rund 3,25 Millionen bpd gesehen, während in anderen Meldungen die Verschiffungen aus dem Hafen von Ras Tanura im Persischen Golf im September auf etwa 3,6 Millionen Barrel pro Tag anstiegen (gegenüber 929.000 Barrel pro Tag im August, aber immer noch unter den 6,411 Millionen Barrel pro Tag im Februar).

Hinter diesem Umschwung stehen auch logistische Zwänge. Die Erholung folgte auf eine Belebung der Exporte über die Straße von Hormus, nachdem Saudi-Arabien seine Ölexporte infolge von Angriffen auf die Ost-West-Pipeline vom Hafen Yanbu am Roten Meer umgeleitet hatte, wie vorläufige Daten zeigten. Letzte Woche passierten insgesamt 19 sehr große Rohöltanker (VLCCs) die Straße von Hormus.

Mideast Oil Exports Rebound Even as Prices Remain Elevated
Foto: de.marketscreener.com

Hohe Energiepreise und anhaltende logistische Risiken

Trotz der gestiegenen Fördermengen bleiben die Preise auf den Weltmärkten hoch. Der internationale Benchmark Brent-Rohöl hielt sich zuletzt bei rund 107 Dollar pro Barrel. Laut Career Aheads Analyse von Reuters-Daten hat Saudi-Arabien seine Ölexfuhren signifikant gesteigert, was zu dem Gesamtanstieg beigetragen hat, während Career Ahead Research herausfand, dass die Preiselastizität der Nachfrage nach Öl kurzfristig relativ unelastisch bleibt. Logistikmanager und Energieanalysten weisen darauf hin, dass diese Erhöhung für Energieanalysten und Logistikmanager von entscheidender Bedeutung ist, da sie eine potenzielle Verschiebung in den Angebotsdynamiken signalisiert.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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