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Unternehmen

US-Börsen Stürzen Nach Trump-Erklärung Zum Iran Deutlich Ab

Die US-Börsen starteten am Mittwoch mit deutlichen Verlusten, nachdem Präsident Donald Trump die Beendigung eines Abkommens mit dem Iran erklärte. Während der Dow Jones in den ersten Minuten fast 500 Punkte verlor, reagierten die Märkte gleichzeitig nervös auf die anstehenden Quartalszahlen von Alphabet und die Protokolle der US-Notenbank.

Die Stimmung an der Wall Street ist volatil. Während einige Indizes zu Beginn der Woche kaum Veränderungen zeigten, lösten politische Spannungen im Nahen Osten einen abrupten Kurssturz aus.

Trump-Erklärung und die Gefahr im Hormusstraße

Auslöser für die negative Marktstimmung war eine Aussage von Präsident Donald Trump in Ankara vor einem NATO-Gipfel. Trump erklärte, dass die Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges mit dem Iran beendet sei und er an keinem weiteren Engagement mit dem Land interessiert sei.

Zusätzliche Unsicherheit sorgt ein Vorschlag von Iran und Oman an die USA zur gemeinsamen Verwaltung der Straße von Hormus. Dieser Plan sieht eine gemeinsame Erhebung von Verwaltungsgebühren vor. Die finanziellen Implikationen dieser Entwicklung werden von Experten als kritischer eingestuft als die aktuellen militärischen Spannungen.

The prospect of a permanent toll on ships transiting the Strait of Hormuz has become a credible risk for global markets, and could prove far more consequential for investors than the latest military escalation,

Nigel Green, CEO, deVere Group

Alphabet-Zahlen und die Erwartungen an das erste Quartal

Trotz der geopolitischen Schocks bleibt der Fokus der Anleger auf der Berichtssaison. Besonders im Zentrum steht Alphabet, dessen Ergebnisse nach Handelsschluss erwartet werden.

Die allgemeine Stimmung bezüglich der Unternehmensgewinne ist jedoch gedämpft. Laut FactSet prognostizieren Analysten für das erste Quartal den ersten Rückgang des Gewinns pro Aktie (EPS) seit fast drei Jahren, konkret einen Fall von 0,8 Prozent. Dies wäre die erste Kontraktion seit dem zweiten Quartal 2016. Zwar stiegen die Gewinne im vierten Quartal um 12,4 Prozent, doch dieser Anstieg wird weitgehend auf Steuervorteile zurückgeführt, was die Vergleiche für das Jahr 2019 erschwert.

Halbleiter-Sell-off und der Bärenmarkt in Südkorea

Ein weiterer Belastungsfaktor für die US-Märkte ist eine erneute Verkaufswelle bei Halbleiterwerten. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob KI-Hyperscaler ihre hohen Investitionen in die Infrastruktur aufrechterhalten können. Diese Skepsis wird durch die Nachricht verstärkt, dass das chinesische Unternehmen DeepSeek einen eigenen KI-Chip entwickelt hat.

Die Auswirkungen sind international spürbar. In Südkorea fiel der KOSPI-Index am Mittwoch um über 5 Prozent auf 7.246,79 Punkte. Damit liegt der Index mehr als 20 Prozent unter seinem Rekordhoch von Ende Juni, was offiziell einen Bärenmarkt bestätigt. SK Hynix verzeichnete einen Rückgang von 5,68 Prozent, obwohl das Unternehmen plant, seine American Depositary Shares (ADS) am Freitag am Nasdaq zu listen.

Fed-Protokolle und die Rolle des FANG+-Index

Neben den Unternehmenszahlen warten die Märkte auf die Veröffentlichung der Protokolle der FOMC-Sitzung der US-Notenbank. Diese Dokumente sollen Aufschluss darüber geben, wie die politischen Entscheidungsträger die Inflationsrisiken und das Wirtschaftswachstum bewerten.

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Parallel dazu wird heute Nachmittag der FANG+-Index zum ersten Mal handelbar. Dieser Index umfasst Alphabet, Facebook und acht weitere Aktien. Während die Ergebnisse der großen Tech-Firmen bisher meist über den Erwartungen lagen, wird diskutiert, ob dies eher an zu pessimistischen Prognosen als an einer tatsächlichen Performance-Steigerung liegt.

Die aktuelle Marktsituation bleibt fragil. Während die US-Börsen im Januar den besten Start in ein Jahr seit 1987 erlebten, liegen die Kurse des S&P 500 weiterhin unter dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage, was die Anfälligkeit für plötzliche Korrekturen unterstreicht.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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