US-Präsident Donald Trump hat geplante Militärangriffe auf den Iran ausgesetzt, da laut seinen Angaben die Grundzüge eines Abkommens vereinbart worden seien. Wie Trump am Samstag über seinen Onlinedienst Truth Social mitteilte, setzt er die Attacken aus, sofern ein „Deal zustande kommt. Eine zentrale Bedingung der USA ist die vollständige und uneingeschränkte Öffnung der Straße von Hormus sowie ein dauerhaftes Ende der iranischen Nuklearbedrohung.
Diplomatische Initiative und Zeitplan
Am Sonntag kündigte Trump an Bord der US-Präsidentenmaschine neue Gespräche für Montagnachmittag an. Er erklärte, dass Verbündete in der Region ihn darauf hingewiesen hätten, eine Einigung stehe kurz bevor. Zu diesem Hintergrund führte der Präsident ein Telefonat mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, in dem dieser die Sorge äußerte, dass Angriffe auf den Iran eine unkontrollierbare regionale Eskalation auslösen und die weltweiten Energievorräte devastation könnten.
Trotz dieser Aussagen bleibt die Lage angespannt. Trump betonte, dass die US-Streitkräfte weiterhin „locked and loaded“ seien und er bereit bleibe, militärisch vorzugehen, sollten die Verhandlungen scheitern. In Iran wird die Ankündigung skeptisch betrachtet; der amtierende Verteidigungsminister Majid Ebn-e-Reza bezeichnete Trumps Aussagen als Teil von „psychologischen Operationen und einem Krieg der Kalkulationen“.””
Verhandlungen über neue Schifffahrtsrouten
Parallel zu den Gesprächen mit den USA führt der Iran Verhandlungen mit dem Oman über die Schifffahrt in der Meerenge. Laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi befinden sich diese Gespräche in der Endphase. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, stellte jedoch klar, dass eine Einigung mit dem Oman über eine neue Schifffahrtsroute nicht automatisch die Öffnung oder Schließung der Straße von Hormus bedeute. Baghai betonte zudem, dass die Lage in der Meerenge nicht mehr zum Vorkriegsstatus zurückkehren werde.
Die iranische Seite verfolgt dabei strategische Ziele: Teheran besteht darauf, dass Schiffe die Straße nahe der iranischen Küste passieren, um Gebühren erheben zu können. Dies wird von Reedereien und ausländischen Regierungen abgelehnt. In der Praxis führte dies bereits zu Vorfällen; die iranischen Revolutionsgarden meldeten den Angriff auf zwei Tanker, die außerhalb der vom Iran vorgegebenen Route gefahren seien.
Hintergrund: Das Rahmenabkommen von Islamabad
Die aktuellen Bemühungen knüpfen an ein Mitte Juni unterzeichnetes Rahmenabkommen an, das auf Vermittlung von Pakistan und Katar zustande kam. Dieses sogenannte „14-Punkte-Abkommen von Islamabad sah vor, dass innerhalb von 60 Tagen eine dauerhafte Friedensregelung gefunden wird und bis dahin eine sichere sowie unentgeltliche Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährleistet ist. Der Abgeordnete Hassan Ghaschghawi, Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit, bestätigte, dass Vermittler derzeit versuchen, dieses derzeit ausgesetzte Abkommen wiederzubeleben.

Das ursprüngliche Rahmenabkommen sah vor, dass sich Teheran mit dem Oman und in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigt. Der Streit um diese Durchfahrtsrechte für Öl, Gas und Düngemittel gilt als wesentlicher Auslöser für die jüngste militärische Eskalation.
Wirtschaftliche und militärische Folgen
Der Konflikt, der am 28. Die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des täglichen weltweiten Erdölangebots fließt, war monatelang vollständig blockiert.

Die militärische Lage bleibt volatil.
Zusammenfassung der Kernpunkte
| Aspekt | Status / Forderung |
|---|---|
| US-Forderung | Sofortige, vollständige Öffnung der Straße von Hormus |
| Iranische Position | Keine Rückkehr zum Vorkriegsstatus; Kontrolle über Routen |
| Vermittler | Oman, Katar, Pakistan |
| Wirtschaftlicher Effekt | Brent-Rohöl stieg im Juli um 24 % |
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