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Sport

Schäfer: RB Leipzigs Werner-Austritt „absolut unwürdig“ – Warum die Trennung so scharf kritisiert wird

RB Leipzig hat mit Martín Demichelis einen neuen Trainer verpflichtet, der bereits am Sonntagabend seine Arbeit aufnahm – doch der Wechsel von Ole Werner bleibt umstritten. Marcel Schäfer, der Sportgeschäftsführer des Klubs, bezeichnete die Trennung als „absolut unwürdig“ und kritisierte die öffentliche Inszenierung der Krise. Während Demichelis mit einem Urlaubsflieger aus Mallorca anreiste und direkt mit der Vorbereitung begann, wirft die Vergangenheit Werners Schatten auf die Zukunft des Red-Bull-Vorzeigeclubs.

Ein Abschied, der nach mehr schreit: Warum Marcel Schäfer Ole Werners Trennung als „unwürdig“ bezeichnet

Ein Abschied, der nach mehr schreit: Warum Marcel Schäfer Ole Werners Trennung als „unwürdig“ bezeichnet
Marcel Schäfer, der Sportgeschäftsführer von RB Leipzig, hat in einem Interview mit Fußballtransfers unmissverständlich klargestellt: Die Trennung von Ole Werner war „absolut unwürdig“. Schäfer räumte ein, dass die letzten Wochen vor Werners Urlaub bereits von Spannungen geprägt waren – ein „längeres, vertrauliches Gespräch“ fand statt, das eigentlich fortgesetzt werden sollte. Doch dann eskalierte die Situation in der Öffentlichkeit, und die Art und Weise, wie die Trennung kommuniziert wurde, traf Schäfer tief. „Mir tut das wirklich sehr leid“, sagte er. „Das war dem Menschen und dem Trainer Ole Werner gegenüber absolut unwürdig.“ Diese Worte fallen besonders schwer, wenn man bedenkt, dass Werner in der Saison 2025/26 einen historischen Erfolg für RB Leipzig feierte: den Wiederaufstieg in die Champions League nach einer einjährigen Pause.Die Kritik an der öffentlichen Inszenierung der Krise ist nicht neu. Schon während Werners Amtszeit gab es immer wieder Gerüchte über Spannungen zwischen dem Trainer und der Vereinsführung. Doch Schäfers Äußerungen deuten darauf hin, dass die Trennung nicht nur sportlich, sondern auch menschlich und kommunikativ verfehlt war. Die Frage bleibt: Hätte eine andere Herangehensweise den Abschied weniger schmerzhaft gemacht? Und vor allem: Was bedeutet das für die Zukunft des Vereins?

Der neue Trainer: Martín Demichelis – ein Mann mit Feuer, aber ohne Erfahrung

Der neue Trainer: Martín Demichelis – ein Mann mit Feuer, aber ohne Erfahrung
Martín Demichelis, der neue Cheftrainer von RB Leipzig, ist ein Mann mit einer ungewöhnlichen Karriere. Der ehemalige Bayern-Profi und Weltklasse-Verteidiger hat als Trainer bisher nur zwölf Pflichtspiele in Europa absolviert – und davon die meisten beim RCD Mallorca, wo er den Abstieg nicht verhindern konnte. Dennoch setzt RB Leipzig auf ihn, und das aus gutem Grund: Demichelis verkörpert genau das, was der Verein sucht. „Wir möchten Spiele gewinnen. Das geht über eine inhaltliche Komponente, das geht über eine physische Komponente. Und es gibt diese Begeisterung, dieses Feuer, diese Leidenschaft. Martín vereint all das“, sagte Schäfer in einem Interview mit BILD.Demichelis’ Ankunft in Leipzig war alles andere als glamourös. Statt mit einem Privatjet landete er mit einem Urlaubsflieger der estnischen Airline Marabu in Schkeuditz – versteckt zwischen Familien, deren Spanien-Urlaub vorbei war. Die Maschine hatte sogar 63 Minuten Verspätung. Doch der neue Coach verlor keine Zeit: Noch am selben Tag begutachtete er das Trainingszentrum am Cottaweg und traf sich mit Mitarbeitern des Vereins. Sein erster Arbeitstag begann mit einem Besuch in der Umkleidekabine der Profis – inklusive eines Klopp-Slogans an der Wand, der die Verbindung zum legendären Trainer Jürgen Klopp unterstreicht.Die Frage ist: Kann Demichelis das Feuer, das er verspricht, auch in die Praxis umsetzen? Seine bisherige Bilanz als Trainer ist überschaubar, doch RB Leipzig setzt auf seine Leidenschaft und seine Erfahrung als Spieler. Die Erwartungen sind hoch, doch die Realität könnte anders aussehen – besonders, wenn man bedenkt, dass der Verein gerade einen Trainer verloren hat, der den Verein sportlich auf ein neues Niveau gehoben hat.

Was kommt als nächstes? Der Plan steht – doch die Herausforderungen sind riesig

Was kommt als nächstes? Der Plan steht – doch die Herausforderungen sind riesig
Photo: SZ.de
Der Zeitplan für die Vorbereitung auf die neue Saison ist bereits festgelegt: Das offizielle Training beginnt am 13. Juli, das Trainingslager findet vom 1. bis 7. August in Saalfelden statt, und das erste Testspiel unter Demichelis ist am 18. Juli gegen die VSG Altglienicke geplant. Doch die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Trainingsplan, sondern in der Frage, ob der neue Trainer die Erwartungen erfüllen kann.RB Leipzig hat mit Demichelis einen Mann verpflichtet, der für seine Intensität und sein hohes Pressing bekannt ist. Doch ob diese Eigenschaften ausreichen, um die Lücke zu schließen, die Ole Werner hinterlässt, bleibt abzuwarten. Besonders, wenn man bedenkt, dass der Verein in der vergangenen Saison bereits einen neuen Transferrekord mit dem Verkauf von Yan Diomande aufstellte – ein Zeichen dafür, dass RB Leipzig auch finanziell auf Expansion setzt.Die Frage ist: Wird Demichelis diese Expansion sportlich begleiten können? Oder wird der Verein erneut in eine Phase der Unsicherheit geraten? Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der neue Trainer das Feuer hat, das er verspricht – und ob RB Leipzig den richtigen Weg eingeschlagen hat.

Warum die Trennung Werners mehr ist als nur ein Trainerwechsel

Die Trennung von Ole Werner ist mehr als nur ein Trainerwechsel. Sie ist ein Symbol für die Unsicherheit, die RB Leipzig in den letzten Monaten geprägt hat. Marcel Schäfers Kritik an der „unwürdigen“ Art der Trennung zeigt, dass der Verein auch intern mit Herausforderungen kämpft. Die Frage ist: Wird Demichelis diese Herausforderungen meistern können?Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt, dass RB Leipzig in den letzten Jahren immer wieder Trainerwechsel erlebte – doch selten war die Trennung so öffentlich und emotional aufgeladen wie in diesem Fall. Die Hoffnung ist, dass Demichelis nicht nur als Trainer, sondern auch als Stabilitätsfaktor fungieren kann. Doch die Realität wird zeigen, ob diese Hoffnung berechtigt ist.Eines ist sicher: RB Leipzig steht an einem Scheideweg. Die Entscheidung für Demichelis ist ein Zeichen dafür, dass der Verein bereit ist, Risiken einzugehen – doch ob sich diese Risiken auszahlen, bleibt abzuwarten. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der neue Trainer das Feuer hat, das der Verein braucht – und ob RB Leipzig den Weg zurück an die Spitze schaffen kann.

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Warum die Trennung Werners mehr ist als nur ein Trainerwechsel
Photo: BILD
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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