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Welt

Iran War Live Updates: Trump Says Peace Deal Is Near

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag erklärt, dass die USA und der Iran einem Friedensabkommen immer näher kommen, während er gleichzeitig mit einem massiven Militärschlag drohte. Bis Sonntag muss Trump entscheiden, ob die aktuellen Angebote Teherans ausreichen oder ob der Krieg, der bereits fast drei Monate andauert, wieder aufgenommen wird.

Die Diplomatie zwischen Washington und Teheran gleicht derzeit einem riskanten Hochseilakt. Donald Trump schwankt öffentlich zwischen dem Versprechen eines „guten Deals“ und der Androhung totaler militärischer Vernichtung. Während er in einem Interview mit ABC News betonte, man komme einer Einigung „immer näher“, bleibt die Drohkulisse omnipräsent. Ein Entwurf für ein Friedensabkommen liegt vor, doch Trump weigert sich, Details zu nennen, bevor er den Iran offiziell informiert hat. Der Zeitdruck ist immens. Trump gab an, das neueste Angebot Irans mit seinem Team – darunter Steve Witkoff, Jared Kushner und Vizepräsident JD Vance – zu prüfen. Die Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung der Kampfhandlungen sollte bis Sonntag fallen. Ich glaube, eines von zwei Dingen wird passieren: Entweder ich treffe sie härter, als sie jemals getroffen wurden, oder wir werden einen guten Vertrag unterzeichnen. Donald Trump, US-Präsident, via Axios Diese Strategie der extremen Gegensätze ist charakteristisch für Trumps Ansatz in diesem Konflikt. Seit einem Waffenstillstand vor sechs Wochen, der den Verhandlungen über das Atomprogramm und die strategischen Wasserwege Raum geben sollte, wechselt der Präsident fast täglich zwischen diplomatischer Öffnung und martialischer Rhetorik. In einer besonders drastischen Formulierung, wie Financial Express berichtet, drohte er, den Iran „in tausend Höllen zu jagen“, sollte keine Einigung zustande kommen.

Die nuklearen Bedingungen und die Kontrolle der Straße von Hormus

Die nuklearen Bedingungen und die Kontrolle der Straße von Hormus
cluster (priority): financialexpress.com
Im Zentrum der Verhandlungen stehen zwei nicht verhandelbare Punkte für die US-Regierung: die nukleare Entwaffnung und die maritime Sicherheit. Trump stellte klar, dass jedes finale Abkommen sicherstellen muss, dass der Iran keine Kernwaffen erhält. Die Frage des angereicherten Urans werde, so Trump, zufriedenstellend geregelt. Neben der atomaren Komponente geht es um die geopolitische Lebensader der globalen Energieversorgung. Die Straße von Hormus, eine kritische Route für Öl- und Gaslieferungen, wird derzeit von Teheran kontrolliert. Die Wiederöffnung dieser Route ist eine Kernforderung der USA, um die globale Marktstabilität zu gewährleisten. Dass Pakistan als Vermittler in diesen Gesprächen fungiert, unterstreicht die Komplexität der regionalen Dynamiken. Alle drei beteiligten Parteien – die USA, der Iran und Pakistan – bestätigten am Samstag, dass Fortschritte erzielt wurden. Dennoch bleibt Trump bei seiner maximalistischen Linie: Ich werde nur einen Vertrag unterzeichnen, bei dem wir alles bekommen, was wir wollen.

Repression im Schatten der Diplomatie: Das Leid der Filmemacher

Iran War Update and More: Trump Says US Will Get Iran's Uranium
Während in Washington über Entwürfe und Fristen debattiert wird, sieht die Realität innerhalb Irans düster aus. Der Krieg scheint dem Regime als perfekter Vorwand zu dienen, um die interne Opposition endgültig zu zerschlagen. Besonders hart trifft es die kulturelle Elite des Landes. Wie CBS News berichtet, warnen führende Regisseure vor einer Welle der Unterdrückung, die das iranische Kino – lange Zeit ein Aushängeschild des Landes auf der Weltbühne – ersticken könnte. Pegah Ahangarani, eine Regisseurin und Schauspielerin, die 2022 aus dem Land floh, beschreibt eine gefährliche Entwicklung im Untergrund. In den letzten Jahren gab es wirklich eine massive untergrundartige, clandestine Filmbewegung; viele Filmemacher haben begonnen, Filme ohne Genehmigung zu drehen, ohne Frauen in Kopftüchern. Jetzt, mit dem Krieg, zeigen die wenigen Informationen, die wir aus dem Iran erhalten, dass es für Filmemacher genauso ist wie für den Rest der Bevölkerung, was bedeutet, dass die Repression stärker ist als je zuvor. Sie sind viel härter als früher. Pegah Ahangarani, Regisseurin/Schauspielerin Die wirtschaftliche Not verschärft die Lage. Kaveh Farnam, ehemaliger Leiter der Iranian Independent Filmmakers Association, berichtet von technischen Mitarbeitern der Branche, die seit Monaten ohne Einkommen sind, während die Inflation die Preise täglich in die Höhe treibt. Für Farnam ist die aktuelle Kriegssituation lediglich ein Vorwand für das Regime, noch savage und brutal zu sein.

Die Eskalationsspirale seit dem 28. Februar

Die Eskalationsspirale seit dem 28. Februar
cluster (priority): abcnews.com
Um die aktuelle Spannung zu verstehen, muss man auf den 28. Februar zurückblicken. Ein US-israelischer Angriff auf den Iran löste eine Kettenreaktion aus, die das Land in einen Ausnahmezustand versetzte. Die iranischen Behörden reagierten nicht nur militärisch, sondern schalteten für einen Großteil der Bevölkerung den Zugang zum internationalen Internet ab, um die Informationskontrolle zu behalten. Seit diesem Datum verzeichnet das Land eine Serie von Massenverhaftungen und Hinrichtungen. Die Strategie Teherans scheint klar zu sein: Die äußere Bedrohung durch die USA und Israel wird genutzt, um jede Form von innerem Widerstand im Keim zu ersticken. Die aktuelle Situation lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:
  • Zeitrahmen: Der Krieg dauert fast drei Monate an; ein Waffenstillstand besteht seit sechs Wochen.
  • Strategische Ziele: Verhinderung iranischer Kernwaffen, Regelung des angereicherten Urans und Rückgabe der Kontrolle über die Straße von Hormus.
  • Interne Lage: Massive Repression, Internetzensur und wirtschaftlicher Kollaps für die kreative Klasse in Iran.
  • Entscheidungsfenster: Sonntag ist die Deadline für Trumps Entscheidung über die Wiederaufnahme militärischer Operationen.
Die kommenden Stunden werden zeigen, ob die „Diplomatie der Drohung“ Früchte trägt. Sollte Trump das Angebot Teherans als unzureichend ablehnen, steht die Welt vor einer neuen Eskalationsstufe in einer Region, die bereits am Rande des Zusammenbruchs steht. Die Frage bleibt, ob ein Deal, den Trump als „alles, was wir wollen“ definiert, für das Regime in Teheran überhaupt akzeptabel ist, ohne dass dieses intern seine Macht verliert.
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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