Die Polizei in Tirol sucht nach mehreren Personen, die am 1. Mai 2026 in einem Zug der Zillertalbahn wiederholt den Hitlergruß zeigten und „Sieg Heil“-Rufe skandierten. Nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern am Mittwoch, den 13. Mai 2026, bittet die Staatsanwaltschaft Innsbruck um Mithilfe bei der Identifizierung der mutmaßlichen Täter im Umfeld des Gauder Festes.
Vorfall in der Zillertalbahn und Videoaufnahmen
Nach einem Vorfall in einem Zug der Zillertalbahn ermitteln die Behörden gegen eine Gruppe von Menschen wegen des Verdachts der nationalsozialistischen Wiederbetätigung. Den vorliegenden Informationen zufolge ereignete sich der Vorfall am 1. Mai 2026, zeitlich im Umfeld des Gauder Festes. In dem betroffenen Zug sollen mehrere Personen wiederholt den Hitlergruß ausgeführt und lautstark die Parole Sieg! Sieg! Sieg! Heil! Heil! Heil!
skandiert haben.
Die Szenen wurden heimlich gefilmt und gelangten in der Folge an die Öffentlichkeit. Der Sender ORF Tirol veröffentlichte vor einigen Tagen ein Video dieser Abläufe in den sozialen Medien. Das Videomaterial zeigt die Anfahrt zum Traditionsfest, in dem die genannten NS-Parolen deutlich zu hören sind. Die Aufnahmen dienten als Grundlage für die laufenden Ermittlungen der Exekutive.
Ermittlungsschritte der Tiroler Behörden
Die Ermittlungen werden auf Anordnung der Innsbrucker Staatsanwaltschaft geführt. Am Mittwoch, den 13. Mai 2026, veröffentlichte die Polizei zwei Fahndungsbilder, um die Beteiligten auszuforschen. Die Zielsetzung der Behörden ist es, die bislang unbekannten Personen zu identifizieren, die sich durch ihr Verhalten im Zug schuldig gemacht haben könnten.
Das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) ist maßgeblich an der Untersuchung des Falls beteiligt. Die Ermittler prüfen derzeit, inwiefern die Handlungen der Verdächtigen den Tatbestand der nationalsozialistischen Wiederbetätigung erfüllen. Die Identifizierung der Personen auf den veröffentlichten Bildern steht dabei im Zentrum der aktuellen polizeilichen Bemühungen.
Kontaktmöglichkeiten für Zeugen
Die Polizei ersucht die Bevölkerung aktiv um Mithilfe bei der Ausforschung der Verdächtigen. Personen, die die abgebildeten Individuen kennen oder Informationen zu deren Identität haben, werden gebeten, sich an das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung zu wenden. Die zuständige Telefonnummer für Hinweise lautet 059133/708060.
Die Behörden betonten, dass Hinweise auf Ersuchen auch vertraulich behandelt werden können. Die Ermittler setzen auf die Unterstützung der Öffentlichkeit, um den Fall der NS-Szenen in der Zillertalbahn zeitnah aufzuklären.
